Kreisbeigeordneter Jannik Marquart eröffnet Berufsorientierungsmesse der Beruflichen Schulen Gelnhausen
Main-Kinzig-Kreis. – Schon beim Betreten der Turnhalle wurde deutlich, welche Bedeutung die Berufsorientierungsmesse der Beruflichen Schulen Gelnhausen inzwischen hat. Die Halle war voll, Gespräche bestimmten das Bild. Viele junge Menschen wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, um erste Kontakte für ihre berufliche Zukunft zu knüpfen.
Eröffnet wurde die Messe von Kreisbeigeordnetem und Schuldezernenten Jannik Marquart und Schulleiter Rainer Flach. Rund 70 Unternehmen präsentierten sich in diesem Jahr auf dem Schulgelände, erstmals auch in der Turnhalle. Der Andrang war groß, die Atmosphäre lebendig. „Die Berufsorientierungsmesse hat sich über Jahre hinweg zu einer festen Größe entwickelt. Sie ist heute eine echte Institution“, sagte der Schuldezernent. Die Veranstaltung zeige, wie wichtig der direkte Austausch zwischen jungen Menschen und Unternehmen sei. „Hier geht es nicht um Theorie, sondern um echte Perspektiven.“
Jannik Marquart rief die Schülerinnen und Schüler dazu auf, die Messe als Chance zu begreifen und aktiv zu nutzen. „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in ein erfülltes Berufsleben. Arbeit nimmt einen großen Raum im eigenen Leben ein. Umso wichtiger ist es, etwas zu finden, das Spaß macht und zufrieden“, betonte der Kreisbeigeordnete. Beruf und Arbeitsalltag seien nicht immer leicht, das wisse jeder. „Aber genau deshalb ist es so entscheidend, etwas zu tun, hinter dem man grundsätzlich stehen kann.“ An die jungen Menschen gewandt sagte er: „Eure Talente und eure Ideen brauchen wir.“
Seit 2021 organisieren die Berufliche Schulen Gelnhausen die Berufsorientierungsmesse und entwickeln sie stetig weiter. Die Messe findet inzwischen kompakt an einem Tag statt und wurde inhaltlich um duale Studiengänge erweitert, somit werden angehende Abiturientinnen und Abiturienten nun noch besser angesprochen. Die Entscheidung für ein eintägiges Format basiert auch auf Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler, für die ein kompakter Messetag als übersichtlicher und effektiver wahrgenommen wird. Die regelmäßige Teilnahme vieler Aussteller belegt sehr deutlich die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Schule mit der regionalen Wirtschaft. Die teilnehmenden Unternehmen engagieren sich mit großem Einsatz, ermöglichen Gespräche auf Augenhöhe durch die Beteiligung ihrer Auszubildenden und machen ihren Arbeitsalltag durch anschauliche Beispiele und Demonstrationen am Messetag erlebbar. „In der Berufsorientierung macht aber gerade das den Unterschied zwischen einem einfachem Infostand und echter Orientierung“, so Rainer Flach
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler. Unter dem Motto „Dress for success“ wurden sie im Unterricht auf die Gespräche mit den Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern vorbereitet. Dazu gehörte nicht nur die passende Kleidung, sondern auch die Frage, wie man sich vorstellt, Interessen formuliert und selbstbewusst auftritt. „Das fällt nicht allen jungen Menschen leicht. Umso wichtiger ist es, ihnen dafür Unterstützung zu bieten“, sagte Schulleiter Rainer Flach. Er bedankte sich ausdrücklich bei Abteilungsleiter Dr. Klaus Adam und der Lehrkraft Patricia Grendel für die organisatorische Leitung und Vorbereitung. Besonders bedankte er sich aber beim sehr engagierten Team der BÜA -Lehrkräfte. „Sie tragen durch ihre Begeisterung und ihr großes Engagement ganz wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung bei“. Dies und die professionelle Vorbereitung sei ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die Veranstaltung über Jahre hinweg etabliert habe.
Am Ende blickte Flach auch über den Tag hinaus. Besonders begrüßte er den entstehenden Azubi-Campus, der nur wenige Minuten von der Schule entfernt auf der anderen Seite der Bahngleise gebaut wird. Der Main-Kinzig-Kreis schaffe damit neue Möglichkeiten für Ausbildung und Mobilität. Die Beruflichen Schulen hätten das Projekt von Beginn an unterstützt und sich aktiv eingebracht. Der Campus ermögliche es Unternehmen, auch Jugendliche aus anderen Regionen auszubilden, die bisher wegen fehlender Mobilität benachteiligt seien. Für Flach ist das ein starkes Signal für eine zukunftsorientierte Berufsbildung im Kreis.
Quelle: Redaktion MKK Echo

