Rodenbach, 30. Januar 2026 – Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Rodenbacher Vereinen und Organisationen waren im Oberrodenbacher Schützenhof erschienen, um mit Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Klaus Schejna über das Thema “Ehrenamt und Demokratie” zu reden. In der lebendigen Diskussionsrunde kristallisierte sich schnell heraus, dass ehrenamtliche Vereinsarbeit zu Recht sowohl im Main-Kinzig-Kreis als auch in der Gemeinde hochgeschätzt und unterstützt wird. Allerdings gibt es offensichtlich auch viele bürokratische Hürden, die einer noch erfolgreicheren Arbeit im Wege stehen. Hier soll jetzt in Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kreis zumindest eine Hilfestellung hinsichtlich der Fördermöglichkeiten gegeben werden
Sowohl Stolz als auch Schejna bezeichneten die ehrenamtliche Arbeit in Sport, Kultur und im Gemeinwesen als absolut notwendig für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Ohne sie, ohne das Mitmachen und das Engagement vieler einzelner Menschen, die sich selbst organisierten, seien freiheitliche demokratische Gesellschaften nicht denkbar. “Unsere Vereine sind der Kitt der Gesellschaft. Sie organisieren u.a. unseren Zusammenhalt und helfen bei der Integration.”, so Klaus Schejna.
Stolz berichtete von einer relativ konstanten Zahl von Ehrenamtlichen bei den Feuerwehren im Kreis, zu der auch der Aufbau von Kinderfeuerwehren beigetragen habe. Auch die Gesamtzahl der Vereine im Kreis habe sich trotz einiger Vereinsauflösungen konstant gehalten. Man fördere hier – wie auch die Gemeinde Rodenbach – nicht nur durch direkte finanzielle Zuweisungen, sondern zum Beispiel auch durch die mietfreie Überlassung von Turnhallen und Sportstätten. Oder, wie Schejna ergänzte, durch Zuschüsse wie beim Kunstrasenplatz in Oberrodenbach.
Kurz ging Stolz auch noch auf die Rodenbacher Adolf-Reichwein-Schule sowie die Alten- und Pflegeheime und Krankenhäuser des Kreises ein. In allen Einrichtungen seien auch viele Ehrenamtliche engagiert. Die SPD Main-Kinzig stehe trotz erforderlicher Zuschüsse im Bereich Pflege und Gesundheit zu ihren Einrichtungen. Allein für Schulen gebe der Kreis in diesem Jahr über 360 Mio. EUR aus, wovon auch Rodenbach profitieren werde. Immerhin sei die Schule am Ort mittlerweile die größte Grundschule im Main-Kinzig-Kreis. Beim Alten- und Pflegeheim – der Kreis unterhalte mittlerweile 14 Standorte und sei damit mit keinem anderen Landkreis Hessens vergleichbar – werde man in Rodenbach sowohl sanieren als auch ausbauen.
Seitens der Vereine wurden vor allem 2 Problemkreise benannt: einerseits die Unübersichtlichkeit der Fördermöglichkeiten sowie andererseits die vielen bürokratischen Anforderungen, die die Arbeit gerade von Vereinsvorständen teilweise erheblich beeinträchtige und erschwere. Um hier zumindest teilweise Abhilfe oder auch mehr Klarheit zu schaffen, wird Bürgermeister Schejna zusammen mit Stolz und der Ehrenamtsagentur des Kreises zu einer weiteren Veranstaltung im Verlauf der nächsten Monate einladen, was von allen Anwesenden einhellig begrüßt wurde.
Zum Schluss der Veranstaltung gönnten sich Schejna und Jan Lukas, der Partei- und Fraktionsvorsitzende der Rodenbacher SPD, noch einen “kurzen Werbeblock” im Hinblick auf die Wahlen zum Kreistag. Eine ganze Reihe von Rodenbachern seien diesmal auch auf dem Wahlzettel des Kreises, unter anderen der langjährige Fraktionsvorsitzende Klaus Schejna, Patricia Hudaff-Johnson, Jörg Mair (Vorsitzender des Sozialausschusses), Martina Eichhöfer sowie Jan Lukas. “Rodenbacher im Kreistag sind nicht das schlechteste, was uns für Rodenbach passieren kann.”, so Schejna, der seit 2007 auch die Interessen Rodenbachs dort vertritt.
Anstehende Termine im Überblick:
02.26 “Mitreden”: Stammtisch mit Bürgermeister Klaus Schejna und Fraktionsmitgliedern (19.00 Uhr im Restaurant da Bruno in Niederrodenbach)
02.26 “Pizza & Politik” mit den Rodenbacher Jusos und Bürgermeister Klaus Schejna (19.00 Uhr im Bürgerhaus in Niederrodenbach)
02.26 “Frauenfrühstück” mit Lisa Gnadl (parl. Geschäftsführerin der SPD Landtagsfraktion), Bürgermeister Klaus Schejna und Patricia Hudaff-Johnson (10.00 Uhr, Spiegelsaal des Bürgerhauses in Niederodenbach)
Im Bild v.l.n.r.: Bürgermeister Klaus Schejna, Patricia Hudaff-Johnson, Landrat Thorsten Stolz, Jan Lukas, Martina Eichhöfer, Jörg Mair

Quelle: Wolfgang Puetz

