Maßnahmen zur Eindämmung des Hundeskot-Problems
In der historischen Altstadt von Windecken häufen sich Beschwerden über liegengebliebenen Hundekot. Erst kürzlich machte ein Gastronom seinem Ärger in den sozialen Medien Luft. Aus Sicht der drei Kandidaten der Ökologisch‑Demokratischen Partei (ÖDP) zur Ortsbeiratswahl, Dr. Ralf Grünke, Christian Maiwald und Walter Haberl, besteht dringender Handlungsbedarf.
Die ÖDP‑Bewerber legen nun zwei konkrete Vorschläge vor, um das Problem wirksam einzudämmen.
Sensibilisierungskampagne mit Beteiligung von Kindern
Die Kandidaten regen eine kleine, aber sichtbare Kampagne an, die Hundebesitzer freundlich, jedoch deutlich an ihre Verantwortung erinnert. Denkbar seien Plakate oder Schilder mit Zeichnungen von Kindern aus Kitas oder der Kurt-Schumacher-Schule. „Wenn Kinder mit ihren Bildern appellieren, wirkt das oft stärker als jede amtliche Ansage“, betont Grünke. Die Aktion solle nicht belehrend wirken, sondern ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die Altstadt ein gemeinsamer Lebensraum sei, der gepflegt werden müsse.
Mehr Hundekotbeutelspender
Die vorhandenen Kotbeutelspender machen es einfach, unterwegs Hinterlassenschaften des eigenen Hundes aufzulesen. Zusätzliche Beutelstationen könnten für mehr Sauberkeit in der Altstadt sorgen. Die entstehenden Mehrkosten müssten dabei nicht allein von der Kommune getragen werden: Wie das Beispiel Erlangen zeigt, können lokale Sponsoren einen wichtigen Beitrag zu einer saubereren Umgebung leisten.
Die Stadt Hanau hat ihre Abfallsatzung geändert und erhebt ab dem 1. Februar ein Bußgeld von 400 Euro für das Liegenlassen von Hundekot. In Nidderau werden bislang in der Regel 10 Euro fällig. Eine Erhöhung des Bußgeldes in Nidderau halten die ÖDP-Bewerber nur dann für sinnvoll, wenn seitens der Stadt regelmäßige Kontrollen stattfinden.
Haberl erklärt, dass es hier nicht um Strenge um der Strenge willen geht, sondern um den Schutz der Lebensqualität in der Altstadt. Saubere Wege, ein gepflegtes Ortsbild und ein respektvoller Umgang miteinander seien Grundvoraussetzungen für ein liebenswertes Windecken.
Die Vorschläge sollen im Ortsbeirat eingebracht und gemeinsam mit den Menschen vor Ort weiterentwickelt werden.
Quelle: Redaktion MKK Echo

