– Petra und Gerhard Wiesner verabschieden sich in den Ruhestand
Eine Eicher Institution, ein Marktplatz der Neuigkeiten und vor allem ein Platz, an dem man mit Herz bedient wurde, um Dinge für Leib und Seele zu erhalten: Über 50 Jahre war Wiesners kleiner Supermarkt der Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger im Nidderauer Stadtteil. Nun hat mit der „Firma Petra Wiesner“ der letzte klassische „Tante Emma“-Laden der Stadt endgültig seine Türen geschlossen. Petra und Gerhard Wiesner haben sich in den Ruhestand verabschiedet. „Das tut schon ein wenig weh, dass ein so schönes Geschäft von der Bildfläche verschwindet“, kommentierte Bürgermeister Andreas Bär die Schließung.
„Der kleine Geschäft der Wiesners spielte eine große Rolle zur Grundversorgung in Eichen. Die Atmosphäre war immer herzlich. Wir sind alle dankbar für den Einsatz“, ergänzte Bär, der gemeinsam mit den Stadtverordneten Romy Nickel (auf dem Foto links) und Gaby Roß (rechts) sowie Magistratsmitglied Harry Bischoff (2. von links) eine Flasche Nidderauer Apfelwein an Petra und Gerhard Wiesner überreichte.
Viel frisches Obst und Gemüse, Lebensmittel, Drogerieartikel, Zeitungen und vieles mehr: Auf lediglich 90 Quadratmetern entfaltete sich ein Sortiment, das alles bot, was für den Alltag notwendig ist. Eine Postfiliale und eine Lotto-Annahmestelle ergänzten das Serviceangebot. Die angrenzende Doppelgarage beheimatete den Getränkeladen.
„Den Umgang mit den Kunden, all die vielen schönen Gespräche, das werden wir am meisten vermissen“, blicken Gerhard Wiesner und Petra mit ein wenig Wehmut zurück. Mit 69 respektive 66 Jahren möchten sie sich jetzt aber auch gönnen, „einfach mal sagen zu können, heute fahren wir da oder dort hin“. Und das Aufwachsen von zwei Enkelkindern gilt es mitzuerleben. Eine Nachfolge für das „Lädchen“ konnte nicht gefunden werden. Es habe Anfragen geben, aber nichts Konkretes, berichtet Petra Wiesner. „Die Zeit der ‚Tante Emma‘-Läden ist wohl abgelaufen. Menschen mit so viel Herzblut und Enthusiasmus wie die Wiesners werden immer weniger“, sagt Bürgermeister Bär.
Quelle: Redaktion MKK Echo

