Kurz vor Weihnachten hatte der Vorstand der Freunde der Synagoge Schlüchtern die Mitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen, die auch zahlreich in der Synagoge erschienen waren.
Zunächst bat der stellvertretender Vorsitzende Hans Konrad Neuroth, die Anwesenden um eine Schweigeminute angesichts der Opfer der jüdischen Gemeinde in Australien.
Sodann berichtete der Vorsitzende Dr. Peter Büttner über die Aktivitäten in Zusammenhang mit der geplanten Renovierung des Synagoge und des Rabbinerhauses.
Er wies daraufhin, dass sich in regelmäßigen Abständen ein fachkundiges Gremium treffe, um sämtliche Detailfragen zu diskutieren.
Hier seien eingebunden der Denkmalschutz auf Kreis- und Landesebene, die Stadt Schlüchtern, die Vertreter der nassauischen Heimstätte sowie die für das Projekt tätigen Architekten; ferner seien namhafte Restaurateure eingebunden worden, mit deren Hilfe historisch bedeutsame Neuigkeiten wie die ursprüngliche Gestaltung des Fußbodens der Synagoge sowie die Gestaltung der Außenfassade des Rabbiner Hauses ans Tageslicht gefördert werden konnten.
Man werde versuchen, derartige historische Erkenntnisse möglichst weitestgehend umzusetzen.
Aber auch Fragen der behindertengerechten Gestaltung des Anwesens mussten beantwortet werden.
Dr. Peter Büttner rechnet damit, dass im Laufe des zweiten Quartals des Jahres 2026 eine endgültige Bescheidung der Bezuschussung durch das Innenministerium des Bundes vorliege und dann in die weitere entscheidende Phase der Renovierung eingetreten werden könne.
Er dankte dem gesamten Vorstand und den Mitgliedern für die ehrenamtliche Tätigkeit in den letzten vergangenen Jahren.
Im Anschluss hieran bestand die Möglichkeit zur umfassenden Diskussion.
Schließlich wurde noch der stellvertretende Kassenwart, Bernhard Kleinhens, von der Versammlung einstimmig gewählt, die Kassenprüfung zur Kenntnis genommen und der Vorstand entlastet.
Schließlich wurde auch der Beirat namentlich benannt.
In der Mitgliederversammlung 2024 der Freunde der Synagoge in Schlüchtern wurde entschieden, einen Beirat, der nahezu ausschließlich aus jüdischen Mitbürger bestehen solle, zu bilden.
Inzwischen konnten folgende Personen , die allesamt einen überregionalen und teilweise weltweiten Ruf genießen, für die Sache der Synagoge in Schlüchtern gewonnen werden:
Prof.Dr.Mirjam Wenzel – Direktorin des jüdischen Museums Frankfurt
Prof.Dr. Doron Kiesel – Direktor der jüdischen Akademie
Ruth Ur – Chefkuratorin Holocaust Museum of Greece, designierte Direktorin des Exilmuseums Berlin
Manuel Herz – Architekt Basel
Mark Dainow – Dipl Ing, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland und Vorstandsmitglied des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Hessen
Lena Altmann – CEO, Landecker Stiftung .
Eine erste gemeinsame Sitzung ist für das erste Quartal im Jahr 2026 vorgesehen.
Der stellvertretender Vorsitzende Hans Konrad Neuroth dankte zum Abschluss dem unermüdlichen Einsatz des Vorsitzenden Peter Büttner und überreiche ein kleines Geschenk.
Er erklärte darüber hinaus, dass ohne diesen Einsatz des Vereines und ohne die Spenden von Privatleuten und einer Stiftung sowie den Zuschüssen von Land und Bund , eine Renovierung der Synagoge nicht möglich sei.
Er dankte in diesem Zusammenhang für die harmonische Zusammenarbeit mit der Nassauischen Heimstätte mit Marion Schmitz-Stadtfeld und Alexa von Wedel , der Stadt Schlüchtern, insbesondere der Verwaltung, bestehend aus den Herren Orth, Lotz und Rau und der wohlwollende Unterstützung des Bürgermeisters Matthias Möller.
Quelle: Redaktion MKK Echo

