Dienstag, März 3, 2026
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Zwischen Wahlkampf, Trainingshalle und Klausuren-Stress

Die 21-jährige Carina Pfeifer aus Meerholz kandidiert auf Platz drei der CDU-Kreistagsliste

Der Kalender von Carina Pfeifer ist in diesen Tagen prall gefüllt: Wahlkampf, Klausurenphase, Cheerleader-Training – und zwischendurch Termine, Gespräche, Organisation. Die 21-Jährige aus Meerholz kandidiert für die CDU Main-Kinzig bei der Kommunalwahl am 15. März auf Platz drei. Damit ist sie die erste Frau auf der Liste der Christdemokraten und zugleich eine der jüngsten Kandidatinnen.

Das Interesse für Politik wurde bei ihr bereits frühzeitig geweckt: „Bei uns zu Hause wurde schon immer viel diskutiert”, sagt sie. Ihren schulischen Weg prägte zunächst jedoch eine andere Leidenschaft: Naturwissenschaften. An der Kopernikusschule Freigericht machte sie 2023 ihr Abitur mit den Leistungskursen Mathematik und Physik – „aber PoWi durfte auch nie fehlen”. Heute studiert sie Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt; ein Studiengang, der Technik und Wirtschaft verbindet und damit gut zu ihrer strukturierten, pragmatischen Art passt.

Den entscheidenden Anstoß, selbst politisch aktiv zu werden, gab ein Praktikum im Jahr 2022 bei der damaligen Bundestagsabgeordneten Katja Leikert. Dort erlebte sie politische Arbeit aus nächster Nähe: Sitzungen, Bürgeranfragen, den oft langwierigen Prozess, der hinter politischen Entscheidungen steht. Abgeschreckt hat sie das nicht, im Gegenteil: Kurz darauf trat sie der Jungen Union (JU) bei. Seit Februar 2025 ist sie Kreisvorsitzende der JU Main-Kinzig. Dass ihr die CDU Main-Kinzig nun einen so prominenten Listenplatz anvertraut hat, erfüllt sie mit Dankbarkeit. Den „Vertrauensvorschuss”, wie sie es nennt, will sie mit Einsatz zurückzahlen – auch wenn rund um den Wahltag gleich fünf Klausuren in der Uni anstehen.

Organisationstalent hat sie schon früh bewiesen. So hat sie zum Beispiel den Abiball ihrer Schule federführend mit auf die Beine gestellt. „Veranstaltungen zu planen, macht mir einfach Spaß”, sagt sie.

Ähnlich viel Disziplin zeigt sie in ihrer Freizeit: Als Cheerleaderin auf Leistungsniveau trainiert sie drei- bis viermal pro Woche, zunächst in Haitz, inzwischen in Darmstadt. Teamgeist, Timing, Verlässlichkeit – Eigenschaften, die sie auch in der Politik für unverzichtbar hält.

Inhaltlich setzt sie klare Schwerpunkte. Besonders am Herzen liegt ihr der Ausbau von MINT-Förderung: Bis 2030 sollen an allen weiterführenden Schulen im Main-Kinzig-Kreis MINT-Zentren entstehen, um junge Menschen früh für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.

Ebenso engagiert sie sich für bessere Mobilität im ländlichen Raum. Der On-Demand-Shuttle-Service „Carlos” soll auf das gesamte Kreisgebiet ausgeweitet werden. Als junge Frau kenne sie die Situation, spätabends auf Bus und Bahn angewiesen zu sein. „Ab 23.30 Uhr gibt es zum Beispiel keine Möglichkeit mehr, von Gelnhausen nach Meerholz zu kommen”, sagt sie. Hier gehe es nicht nur um Komfort, sondern auch um Sicherheit und Teilhabe.

Auch die Digitalisierung der Verwaltung steht auf ihrer Agenda. Lange Bearbeitungszeiten und komplizierte Verfahren schrecken viele Bürger ab, beobachtet sie. Der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz könne Abläufe vereinfachen und beschleunigen, ohne den menschlichen Kontakt zu ersetzen.

Statt großer politischer Schlagworte spricht die 21-Jährige lieber darüber, was sie konkret verbessern möchte, und packt dann selbst aktiv mit an – auch dann, wenn zwischen Wahlplakaten und Trainingshalle noch ein Stapel Klausuren wartet.

Quelle: CDU MKK

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