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Zeichen setzen gegen Rassismus und Diskriminierung

Internationale Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März: Veranstaltungen und Aktionen im Main-Kinzig-Kreis

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bringen im Monat März wieder viele Menschen und Gruppen zusammen, die ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung setzen wollen. Mit einer vielfältigen Veranstaltungsreihe beteiligt sich auch der Main-Kinzig-Kreis daran. Vom 16. bis zum 29. März finden mehr als 20 Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt.

Die Aktionswochen machen auf Diskriminierung im Zuge von Rechtsextremismus und Rassismus aufmerksam. Gleichzeitig sollen von Rassismus Betroffene Solidarität erfahren. Zur Teilnahme ruft unter anderem der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann auf. „Wir setzen in den Internationalen Wochen gegen Rassismus ein Zeichen gegen menschenverachtende und demokratiefeindliche Töne“, so Hofmann. Die Aktionswochen böten vielfältig Raum für Begegnungen und die Gelegenheit, „sich auf einfache, aber tiefgründige Weise auszutauschen und zu reflektieren“. „Gerade in Zeiten, in denen Polarisierung und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland leider allzu reale Herausforderungen sind, ist es entscheidend, dass wir uns gemeinsam für eine respektvolle und inklusive Gesellschaft stark machen.“

Hintergrund: Internationale Wochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die jedes Jahr im März stattfinden, gehen zurück auf die 1960er Jahre: Am 21. März 1960 erschossen Polizisten im südafrikanischen Sharpeville bei Johannesburg hinterrücks 69 Demonstranten. In Gedenken an das Massaker wurde der 21. März 1966 durch die Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ erklärt. Weltweite Aktionen und lokale Projekte sollen hierbei auf das Thema aufmerksam machen. In Deutschland werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus seit über 30 Jahren von der Stiftung gegen Rassismus organisiert und koordiniert. In den Mittelpunkt rücken sie dabei gesellschaftliche Werte „Menschenwürde“ und „Zusammenhalt“.

Neben privaten und öffentlichen Veranstaltern beteiligt sich der Main-Kinzig-Kreis an den Aktionswochen, unter anderem mit der Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung im Main-Kinzig-Forum, die ab Montag, 16. März, zu sehen sein wird. Begleitend zur Ausstellung bietet das Büro für interkulturelleAngelegenheiten am Dienstag, 24. März, von 9 bis 10.30 Uhr für Schulklassen und interessierte Bürger den Vortrag „Was tun! Demokratie und Menschenrechtsbildung über und gegen Rechtsextremismus heute“ an. Referent des Vortrags ist Manuel Glittenberg, Sozialwissenschaftler der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik. Lehrerinnen und Lehrer haben noch bis 17. März die Möglichkeit, ihre Klasse für den Vortrag unter Angabe der Teilnehmendenzahl vorzumerken per Mail an: integration@mkk.de.

Am Dienstag, 17. März, geht es um 19 Uhr im Main-Kinzig-Forum im Rahmen eines Vortragsabends um die Frage: „Israel, Gaza und die deutsche Debatte. Ist die Staatsräson noch zeitgemäß?“ Zu Gast ist Meron Mendel. Der Historiker und Publizist analysiert die historischen Hintergründe und politischen Implikationen der deutschen Staatsräson, beleuchtet die Spannungen zwischen Solidarität und Kritik und fragt, wie eine offene, informierte und konstruktive Debatte über Israel und Gaza geführt werden kann. Um eine Anmeldung bis 16. März wird gebeten, per Mail an dext@mkk.de. Die Veranstaltung findet in einer Kooperation mit der Amnesty International Gruppe Gelnhausen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

An drei Film-Matineen werden die Filme „Nico“, „Contra“ und „Sieger sein“ im Kino Gelnhausen gezeigt, das sich gemeinsam mit dem Büro für interkulturelle Angelegenheiten des Main-Kinzig-Kreises an den Aktionswochen beteiligt. Das Kino zeigt in diesem Zeitraum auch weitere Filme und bietet gesonderte Schulvorführungen. „Nico“ bildet am Sonntag,15. März, zugleich den Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

In einem ganztägigen Workshop am Mittwoch, 18. März, bietet Mo Asumang in Gelnhausen an, „Dialog-Botschafter*in“ zu werden. Sie möchte mit den Teilnehmenden kommunikative Fähigkeiten ausbauen, um unter anderem Rassismus und Antisemitismus im Alltag besser begegnen zu können. Darüber hinaus ermöglicht der Workshop die Teilnahme an der zertifizierten Dialog-Trainer-Ausbildung. Anmeldungen können bis 11. März per Mail an dext@mkk.de eingereicht werden.

Am Donnerstag, 19. März präsentiert Mo Asumang im Kino Gelnhausen den Dokumentarfilm „Die Arier“. Der Dokumentarfilm begleitet Mo Asumang auf ihrer Begegnung mit rechtsextremen Gruppen und beleuchtet die Hintergründe des rassistischen „Arierbegriffs“. Die Filmemacherin trifft dabei auf Fanatiker, selbst ernannte Arier und sogar den Ku-Klux-Klan – schonungslos, authentisch und zugleich erschreckend. Gezeigt wird eine 45-minütige Schulfassung, anschließend ist eine Diskussion mit Schülerinnen und Schülern geplant. Lehrerinnen und Lehrer haben noch bis 11. März die Möglichkeit, ihre Klasse für den Vortrag unter Angabe der Teilnehmendenzahl vorzumerken per Mail an: dext@mkk.de.

Der Eintritt ist zu nahezu allen der 23 Veranstaltungen frei, teilweise wird zumindest um eine Voranmeldung gebeten. Genauere Hinweise und sämtliche Aktionen finden sich in der Programmübersicht, die auf der Internetseite des Büros für interkulturelle Angelegenheiten des Main-Kinzig-Kreises auf http://www.mkk.de zu finden ist. (Direkter Link: MKK-Zuwanderung und Integration, Integrationsbüro).

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„ist die staatsräson noch zeitgemäß?“ meron mendel widmet sich in seinem vortrag der deutschen debatte zu israel und hamas seit dem 7.oktober 2023.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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