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„Wer aufgibt, hat schon verloren” – LBGN kritisiert Aufgabe des Vorkaufsrechts an der Joh-Passage

Mit deutlicher Kritik reagiert der Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft Liberalen Bürgerliste Gelnhausen (LBGN), Kolja Saß, auf die jüngste Berichterstattung zur Aufgabe des städtischen Vorkaufsrechts an der sogenannten Joh-Passage.

„Wer aufgibt, hat schon verloren – und genau das droht der Stadtentwicklung in Gelnhausen”, erklärt Saß.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte am 25. Juni 2025 einstimmig beschlossen, mehrere Schlüsselgrundstücke im Bahnhofsbereich zu erwerben, um strategischen Einfluss auf die Entwicklung der Südstadt zu sichern. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Joh-Passage als weitere Verbindung zwischen dem Areal des ehemaligen Kaufhauses Joh, den geplanten Kinzig-Höfen des Investors Kropp sowie den östlich angrenzenden Flächen rund um das Ziegelhaus und die Altenhaßlauer Straße.

Dass Bürgermeister und Magistrat das Vorkaufsrecht nun aus Sorge vor juristischen Auseinandersetzungen nicht weiterverfolgen, ist für Saß ein falsches Signal. Gerade in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet sei das kommunale Vorkaufsrecht ein wichtiges und legitimes Instrument, um städtebauliche Ziele zu sichern und Schlüsselgrundstücke strategisch zu steuern.

Besonders kritisch sieht Saß, dass mögliche juristische Risiken nun als Begründung für den Rückzug angeführt werden. „Solche Risiken entstehen in der Regel nicht bei der Ausübung des Vorkaufsrechts selbst, sondern bei dessen Begründung”, erklärt Saß. „Die entscheidende Frage lautet daher: Welche Fehler wurden bei der rechtlichen Herleitung des Vorkaufsrechts gemacht, die nun zu den aktuellen juristischen Risiken führen?”

Auch das politische Verfahren wirft aus Sicht der LBGN Fragen auf. Während unter Bürgermeister a. D. Daniel Chr. Glöckner sämtliche relevanten Gremien in Stadtentwicklungsfragen frühzeitig und umfassend eingebunden wurden, erfahren die politischen Gremien nun von der Aufgabe des Vorkaufsrechts im Nachhinein per Kurzmitteilung.

„Die Stadtverordnetenversammlung hat die Ausübung des Vorkaufsrechts beschlossen und das Budget für die Ankäufe freigegeben. Es wäre daher nur folgerichtig, sie auch in diese grundlegende Entscheidung einzubeziehen”, so Saß.

Für die LBGN entsteht der Eindruck, dass Bürgermeister Christian Litzinger den Weg des geringsten Widerstands wählt und sich der parlamentarischen Kontrolle versuchts zu entziehen, statt frühzeitig die Weichen für eine strategische Stadtentwicklung zu stellen und dafür einzutreten.

„Die Südstadt hat das Potenzial für ein prägendes neues Quartier. Dafür braucht es klare Ziele, politischen Mut und eine breite Einbindung der politischen Gremien”, betont Saß.

„Gelnhausen braucht professionelles Verwaltungshandeln mit Haltung. Wer aufgibt, hat schon verloren – und die Zukunft unserer Stadt darf nicht verlieren.”

Quelle: Liberale Bürgerliste Gelnhausen

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