Linsengerichter Einnahmen aus Müllgebühren doppelt so hoch wie die Kosten
Für Transport und Entsorgung des Restmülls (graue Tonne) entstanden 2024 insgesamt Kosten von knapp 500.000 €, dafür kassierte die Gemeinde von allen Bürgern etwas mehr als 1 Mio. € Gebühren, genaue Zahlen siehe
Tabelle.
Diese Zahlen gab Bürgermeister Ungermann in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am 24.02.2026 auf eine Anfrage des Gemeindevertreters Werner Fischer aus dem letzten Jahr bekannt. Weitere Angaben zum Linsengerichter Müll sind auf der Homepage der Gemeinde (RIS) zur 38. Sitzung der Gemeindevertretung unter TOP 14.1 in der Antwort zur Anfrage nachzulesen.
Zu diesen immensen Einnahmen kam es durch die Gebührenerhöhung in
2024, praktisch eine Verdoppelung der Müllgebühren. Grundlage war die
vorgelegte Kalkulation des Bürgermeisters, diese war offensichtlich weit überzogen.
Gebühren-Einnahmen müssen den Kosten entsprechen, sollen für die Gemeinden einigermaßen ausgeglichen sein und sind keine Neben-Einnahmen der Gemeinden. Sie sind ein Honorar für eine klar umrissene Leistung. Um Unschärfen in der Kalkulation auszugleichen, kann eine
Gebühren-Ausgleichsrücklage angelegt werden.
Für den Biomüll beträgt die Abweichung von Einnahmen und Kosten ca. 7
%, das kann über Rücklagen ausgeglichen werden.
Die Quer-Subventionierung des Sperrmülls durch die Restmülltonnen wird
rechtlich nicht haltbar sein. Da sollte für die hohen Sperrmüll-Kosten
auch ein anderes System und direkter Kostendeckung beschlossen werden. Davon abgesehen bleibt immer noch ein erheblicher Überschuß für die
Müllentsorgung übrig.
Für 2024 sind in den Rücklagen schon über 300.000 € vorhanden, die
Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor. Große Veränderungen sind nicht
abzusehen. Aber bei dem hier vorliegenden Überschuß wird eine angemessene Rücklage weit überschritten.
Viele Bürger/Wähler wollen von den angetretenen Parteien und Kandidaten wissen, wie sie sich die Rückerstattung dieser von ihnen zuviel gezahlten
Gebühren vorstellen. Die Bürger/Wähler erwarten hierzu klare Absichten und haben das verdient.
Quelle: Werner Fischer

