Mittwoch, Januar 7, 2026
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Vorlesefutter für die Jüngsten

Landrat Thorsten Stolz besucht Stadtbücherei Windecken und wirbt für Leseprojekt

Main-Kinzig-Kreis. – Die Stadtbücherei Nidderau am Marktplatz in Windecken lockt in diesem Winter nicht nur Leseratten, sondern auch Schatzsuchende an: Sie ist ein Hotspot für die Geocaching-Szene. Das Nidderauer Rätselspiel rund um den fiktiven „Trutz von Tezelenheim“ ist bei Geocaching-Fans so beliebt, dass die Termine für die Schatzsuche in der Bücherei im Nu ausgebucht sind. Bei der digitalen Schnitzeljagd kommen Handy oder GPS-Gerät zum Einsatz. Mal wird mit Koordinaten gearbeitet, mal müssen Rätsel gelöst werden, um die Schätze – oder besser: Caches – aufzuspüren.

Landrat Thorsten Stolz war kürzlich aus einem ganz anderen Grund in der öffentlichen Bibliothek, ließ sich aber von Bürgermeister Andreas Bär zunächst vom Nidderauer Cache-Hype berichten. Anschließend warb er gemeinsam mit Alexander Budjan, Leiter der Hessischen Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken, Jutta Kadau, Leiterin der Stadtbücherei, und dem Bürgermeister für das Projekt „Lesestart 1-2-3“. Dieses bundesweite Programm unterstützt die Sprach- und Leseentwicklung von Kindern im Alter von einem, zwei und drei Jahren. Lesestart wird vom Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Wie Alexander Budjan erläuterte, können bis Ende kommenden Jahres alle Ein- bis Dreijährigen Lesestart-Buchgeschenke bekommen – und zwar in allen teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxen, vor allem aber in den teilnehmenden Bibliotheken.

Im Main-Kinzig-Kreis nehmen 19 Bibliotheken teil und es werden mehr als 3.600 Startsets an Familien verteilt, wusste der Landrat zu berichten. „Kinder beim Lesenlernen zu unterstützen ist sehr wertvoll und das Vorlesen dabei ein ebenso wichtiger Bestandteil. Es fördert die sprachliche, emotionale und soziale Entwicklung. Außerdem vertieft Vorlesen Nähe und Vertrauen zwischen Eltern und Kindern“, führte Thorsten Stolz aus. Er wünsche sich, dass in der nächsten Runde weitere Städte und Gemeinden des Kreises an diesem wichtigen Projekt teilnehmen. Es sei mit wenig Aufwand zu realisieren „Je mehr Menschen wir von der Bedeutung des Lesens und Vorlesens überzeugen können, desto besser. Das stärkt die Lesekompetenz nachhaltig“, so der Landrat.

Bürgermeister Andreas Bär freute sich über den Besuch des Landrats und unterstrich: „Nidderau hat fünf sehr lebendige und eigenständige Stadtteile. Nicht alle Eltern von Ein- bis Dreijährigen können in die Stadtbücherei kommen, um sich die Lesestart-Sets abzuholen. Deshalb gibt die Stadtbücherei die Sets an die Kitas weiter, damit sie dort verteilt werden können. So erreichen wir die meisten Eltern.“ In diesem Jahr steckt in dem bunt bedruckten Jutebeutel das Buch „Bin ich wütend oder froh? Gefühle mal so, mal so“ von Dagmar Geisler. Es erzählt die Geschichte von sechs Tieren – Bär, Hase, Katze, Maus, Hund und Krokodil – und ihren Gefühlen. Das Buch soll Kindern und Eltern Mut machen, über ihre Gefühle zu sprechen. Eine ebenfalls beigefügte Broschüre gibt Eltern Tipps zum Vorlesen und Erzählen in verschiedenen Sprachen.

Das Team der Stadtbücherei in Windecken hat die jüngsten Leserinnen und Leser stärker in den Blick genommen. Ab dem 3. Februar 2026 findet an jedem ersten Dienstagvormittag im Monat eine Lesestart-Veranstaltung für Kinder im Alter von einem bis drei Jahren und ihre Eltern statt. „Kleine und große Lesemäuse dürfen sich dann auf ein buntes Programm mit Liedern, Fingerspielen und einer großen Auswahl an Bilderbüchern freuen“, so Jutta Kadau.

Bildunterschrift: Landrat Thorsten Stolz (Zweiter von rechts), Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär (rechts), Jutta Kadau, Leiterin der Stadtbücherei, und Alexander Budjan werben gemeinsam für das Projekt Lesestart.

 

Quelle: Redaktion MKK Echo

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