Freitag, Januar 9, 2026
StartMKK„Unmittelbar positive Auswirkungen für den Schülerverkehr“

„Unmittelbar positive Auswirkungen für den Schülerverkehr“

KVG hat Busfahrpläne grundlegend überarbeitet – Zusatzmaßnahmen auf den Linien bleiben in Kraft

Main-Kinzig-Kreis. – Nach dem Fahrplanwechsel im Dezember hat die KreisVerkehrsGesellschaft Main-Kinzig (KVG) die Busfahrpläne auf Anordnung des Verkehrsdezernenten Jannik Marquart grundlegend überarbeitet. Ziel war es, insbesondere die Abläufe beim morgendlichen Schülerverkehr, aber auch beim Pendlerverkehr zu verbessern. Die im Dezember kurzfristig eingeführten Entlastungen auf einigen Buslinien im Main-Kinzig-Kreis bleiben erhalten. Darüber hinaus hat die KVG das Maßnahmenpaket um zahlreiche weitere Anpassungen ergänzt, die bereits ab dem kommenden Montag (12.1.) greifen werden. Das hat die Task Force der KVG in dieser Woche beschlossen.

„Wir haben an den letzten Schultagen vor den Weihnachtsferien einige Fahrten durch Fachpersonal beobachten lassen und sämtliche Rückmeldungen der Schulen sowie der Bürgerinnen und Bürger ausgewertet“, erklärte der Kreisbeigeordnete Jannik Marquart.

Eine Reihe von Aufgaben, die sich die Task Force vor gut vier Wochen vorgenommen hatte, konnten durch das Maßnahmenpaket von Dezember bereits gut abgearbeitet werden. Zusätzliche Fahrten, zusätzliche Buskapazitäten und vorverlegte Abfahrten brachten insbesondere im Schülerverkehr die erwarteten Entlastungen, gerade im morgendlichen Verkehr. Das betrifft unter anderem die Kommunen Birstein, Brachttal, Jossgrund, Schlüchtern, Sinntal und Wächtersbach. In einer abschließenden Runde mit Kreisverkehrsdezernent Jannik Marquart in dieser Woche besprachen die KVG-Geschäftsführung und das Fahrplanmanagement der KVG die nächsten Schritte für den Dauerbetrieb. Dazu gehört auch, zusätzliche Verbindungen in Form von Sammeltaxen zu testen.

Anschlusskonflikte konnte die KVG bereits in wesentlichen Punkten lösen. Hierzu zählen insbesondere Linien aus dem Jossgrund zu Schulen in Gelnhausen. Um weitere Härten zu vermeiden, richtete die KVG ergänzende Fahrten speziell für den Schülerverkehr ein. Darüber hinaus wurden bestehende Fahrten zeitlich optimiert und näher auf die Unterrichtszeiten abgestimmt, um Wartezeiten zu reduzieren. Für entlastende Effekte sorgen eine Vorverlegung der Fahrt aus Hohenzell zu den Schlüchterner Schulen sowie Anpassungen der Anbindungen vom und zum Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, von und zur Haupt- und Realschule in Birstein, von und zur Henry-Harnischfeger-Schule in Bad Soden-Salmünster sowie von und zur Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach aus Birstein kommend. Hinsichtlich der Fahrtnummer 68-402 von Langenselbold zum Schulzentrum Gelnhausen erfolgte eine Rückverlegung auf die ursprüngliche Abfahrtszeit. Die Ankunftszeit am Schulzentrum ist somit 7.35 Uhr.

„Fahrplanwechsel bringen zahlreiche Änderungen mit sich und machen erfahrungsgemäß auch Nachjustierungen erforderlich. Genau das haben wir getan, und hier danke ich dem Team der KVG, das rund um die Feiertage und den Jahreswechsel wahre Sonderschichten bewältigt hat“, erklärte Marquart.

Diesmal beinhaltete der Fahrplanwechsel für den Busverkehr tiefgreifendere Änderungen als in den Vorjahren. Hintergrund ist, dass das hochkomplexe Liniensystem in den vergangenen Jahren bereits stärker auf die schnellen Anschlussverbindungen der regionalen Zuglinien ausgerichtet wurde. Neben Fahrplan-Änderungen der Zugverbindungen insgesamt, die seitens der Deutschen Bahn teils sehr kurzfristig angekündigt wurden, änderten sich im Dezember auch Zeiten und Kapazitäten regionaler Buslinien, in benachbarten Landkreisen ebenso wie im Main-Kinzig-Kreis. Hinzukommen Baumaßnahmen auf einzelnen Verkehrsstrecken, die zeitweise und punktuell für Umleitungen und längere Fahrtzeiten in den Wintermonaten sorgen.

Wichtig sind aus Sicht des Kreisverkehrsdezernenten Jannik Marquart drei Ziele, die mit den nun festgesetzten Anpassungen verbunden sind. „Wir legen einen besonderen Fokus auf Schülerinnen und Schüler. Insbesondere die Verbindungen von und zur Henry-Harnischfeger-Schule sowie zur Friedrich-August-Genth-Schule werden wieder auf das Niveau vor dem Fahrplanwechsel zurückgesetzt. Damit werden die Auswirkungen des Fahrplanwechsels wie ungünstige Anschlussverbindungen, längere Warte- und Fahrtzeiten sowie frühere Ankunftszeiten zurückgenommen“, so Marquart.

Das zweite Ziel sei es weiterhin, die Anbindungen in Richtung der Zugstrecken auszurichten. Der Nahverkehrsplan für die Jahre 2023 bis 2028 verfolge das Ziel, die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Fahrgastgruppen ausgewogen zu berücksichtigen. Dies erfordere im Gesamtsystem sachgerechte Abwägungen und Kompromisse zwischen teilweise konkurrierenden Interessen.

Zum Dritten geht es darum, den öffentlichen Nahverkehr attraktiv zu halten. „Der Busverkehr muss im Alltag verlässlich funktionieren, um für Pendlerinnen und Pendler eine praktikable Alternative zum Auto zu bieten“, so der Kreisbeigeordnete. Dabei spielten kurze Warte- und Fahrtzeiten eine entscheidende Rolle.

„Nicht alle Änderungen im Verkehrsplan-Gefüge der Rhein-Main-Region können zurückgedreht werden. Wir haben aber sehr genau abgewogen, welche Abfahrts- und Fahrtzeiten möglich, besser und abbildbar sind“, so Jannik Marquart. „Gute und schnelle Verkehrsverbindungen sind für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis von großer Bedeutung, besonders für Pendlerinnen und Pendler sowie für den Schüler- und Berufsverkehr, die wir ja seit vielen Jahren auf gemeinsame Linien zusammenführen.“

Änderungen und Nachbesserungen kommuniziert die KreisVerkehrsGesellschaft über die Homepage www.kvg-main-kinzig.de („Informationen zum Fahrplanwechsel“). Dort werden alle relevanten Informationen wie die Fahrplantabellen gebündelt zur Verfügung gestellt und fortlaufend in der RMV-Verbindungsauskunft eingepflegt. Ein Teil der Änderungen wird noch im Laufe der Woche eingearbeitet. Die vollständige Aktualisierung der Verbindungsauskunft wird voraussichtlich am Samstagmittag abgeschlossen sein. Die Service-Hotline zum Fahrplanwechsel ist darüber hinaus montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 14 Uhr erreichbar: 06181 91920.

Bildunterschrift: Die KreisVerkehrsGesellschaft Main-Kinzig hat die Busfahrpläne grundlegend überarbeitet. Archivfoto: KVG

Hintergrund: Maßnahmenbündel zur Entlastung im Busverkehr

Die KVG Main-Kinzig hat zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember auf Anordnung des Verkehrsdezernenten Jannik Marquart kurzfristig die Buskapazitäten in einigen Kommunen erhöht und Abfahrtzeiten angepasst. Damit reagierte die KVG auf die erheblichen Bedenken, die Schulleitungen und Elternvertreter gegenüber dem kreiseigenen Verkehrsbetrieb geäußert hatten. Sie befürchteten erhebliche Folgen mit deutlich früheren Abfahrtzeiten und längeren Fahrtwegen. Eine Task Force unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Jannik Marquart hatte sich zur Lösung dieser Problematik zusammengefunden und ein erstes Bündel an Entlastungen beschlossen. Eine Reihe dieser Maßnahmen bleibt dauerhaft in Kraft. Die Maßnahmen im Einzelnen:

Henry-Harnischfeger-Schule, Bad Soden-Salmünster

– Linie 65S: Die Fahrten 65S-101 (Abfahrt in Bieber, Röhrig um 6.45 Uhr) und 65S-102 (Abfahrt in Lützel, Dorfgemeinschaftshaus um 6.48 Uhr) nach Wächtersbach fahren zur ersten Stunde künftig sieben Minuten später ab. Der Busanschluss zur Schule in Salmünster bleibt dabei unverändert. Bei der Fahrt 65S-101 muss jedoch der Halt „Wächtersbach Bahnhof” entfallen, da durch die spätere Abfahrt des Busses die vorgesehenen Zuganschlüsse nicht mehr erreicht werden. Nach Unterrichtsschluss der fünften Stunde wird die Fahrt ab Wächtersbach Bahnhof um 12:26 Uhr nach Biebergemünd wiedereingeführt.

– Linien 74 und 76S: Ab dem 12. Januar gibt es eine umsteigefreie Anbindung an die Henry-Harnischfeger-Schule in Salmünster zur ersten Stunde hin sowie nach der sechsten und achten Stunde zurück aus Birstein, Brachttal sowie Weilers und Neudorf.

– Linie 89: Die Fahrt 89-101 des Buszugs beginnt bereits in „Bad Soden, Badestraße“. Daher kann die Haltestelle „Marborn, Marbornerstraße“ nicht mehr angefahren werden. Fahrgäste werden gebeten, auf die Haltestelle „Gartenstraße“ auszuweichen. Die von der Linie 74 im Schulverkehr nicht mehr bedienten Haltestellen in Romsthal und Wahlert werden nach der sechsten und achten Stunde künftig mit zwei Fahrten der Linie 89 angefahren. An Schultagen werden hierfür ab der Henry-Harnischfeger-Schule um 13.17 Uhr und um 15.17 Uhr Fahrten nach Romsthal und Wahlert angeboten.

Friedrich-August-Genth-Schule, Wächtersbach

– Die Fahrt 74-402 fährt in Fischborn ab dem 12. Januar acht Minuten früher ab (neu: 6.18 Uhr), damit der Bus in Birstein am Busbahnhof einen Anschluss nach Wächtersbach zur Friedrich-August-Genth-Schule erhält.

– Der bisher nach der achten Stunde ab Salmünster eingesetzte Bus nach Wächtersbach um 15.08 Uhr entfällt zugunsten der neuen Fahrt der Linie 74 von Salmünster nach Birstein. Schülerinnen und Schüler, die nach Wächtersbach oder auf die Spielberger Platte müssen, nutzen stattdessen die Linie 65S um 15.10 Uhr. In Wächtersbach Bahnhof haben sie Anschluss an die rückverlegte Fahrt 76S-414 um 15.28 Uhr. Damit kehrt die Rückfahrt nach der 8. Stunde von der Kinderbrücke in ihren ursprünglichen Zustand zurück.

Haupt- und Realschule Birstein

– Linie 74, Rückfahrt: Die Fahrten 74-111 und 74-115 von Birstein über Helfersdorf nach Wächtersbach, die nach der 6. und 8. Stunde stattfinden, wurden optimiert. Dadurch verkürzen sich die Fahrtzeiten nach Wächtersbach sowie zu den Orten auf der Spielberger Platte.

Schulzentrum Gelnhausen

– Die Fahrtnummer 68-402 von Langenselbold zum Schulzentrum Gelnhausen wurde hinsichtlich der Abfahrtszeit auf den ursprünglichen Zeitpunkt zurückverlegt. Die Ankunftszeit am Schulzentrum ist somit 7.35 Uhr.

Schulstandort Schlüchtern

– Im Bereich Schlüchtern wurden Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Ab dem 12. Januar bedient die Fahrt 96-101 die Sinntaler Ortsteile in umgekehrter Reihenfolge. Dies bedeutet kürzere Fahrtzeiten für Schülerinnen und Schüler aus Weichersbach.

– Linie 92: Damit bei der Fahrt 92-110 aus Hohenzell eine rechtzeitige Ankunft an den Schulen in Schlüchtern erfolgen kann, verkehren die Fahrten 92-102, 92-105, 92-108 und 92-110 an Schultagen zehn Minuten früher. Die fehlerhaft im Fahrplan ausgewiesenen Fahrten 92-107, 92-109, 92-112 und 92-113 wurden entfernt.

Pendler

– Linie 63: Die erste Fahrt ab Linsengericht verkehrt fünf Minuten früher und erreicht in Gelnhausen somit einen Zug der RB 51 nach Frankfurt um 5.16 Uhr. Pendlerinnen und Pendler müssen auf dieser Linie den Baustellenfahrplan beachten.

– Linie 64: Die erste Fahrt ab Bieber Röhrig verkehrt zehn Minuten früher (Abfahrt um 4.30 Uhr) und erreicht in Gelnhausen den Zug der RB 51 nach Frankfurt um 5.16 Uhr. Die Fahrt 403 wird ab Bieber um fünf Minuten vorverlegt (neue Abfahrt um 6.10 Uhr) und erreicht in Gelnhausen nun ebenfalls den früher verkehrenden RE 50 um 6.47 Uhr nach Frankfurt. Pendlerinnen und Pendler müssen auf dieser Linie den Baustellenfahrplan beachten.

– Linie 70: Es wird eine zusätzliche Frühfahrt um 5.14 Uhr von Wächtersbach nach Birstein angeboten. Die Fahrt um 21.14 Uhr von Birstein nach Wächtersbach wird künftig regulär als Busfahrt durchgeführt und nicht mehr als bedarfsorientiertes Anruf-Sammeltaxi.

– Linie 71: Für Pendler wird auf der Linie 71 eine zusätzliche Frühfahrt eingeführt, die um 4.57 Uhr am Bahnhof Wächtersbach ankommt. Dort besteht Anschluss an eine RB 51 nach Frankfurt.

– Linie 93: Auf der Linie 93 wird eine Frühfahrt mit Ankunft am Bahnhof Schlüchtern um 5.29 Uhr wiedereingeführt. Pendlerinnen und Pendler müssen auf dieser Linie den Baustellenfahrplan beachten.

 

Quelle: Redaktion MKK Echo

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