Sackt der Fahrer oder die Fahrerin während der Fahrt plötzlich zusammen und verliert das Bewusstsein, ist schnelles Handeln gefragt. Um eine unkontrollierte Unfallfahrt zu vermeiden, sollten Beifahrer besonnen und ruhig agieren, um das Fahrzeug sicher zum Stehen auf dem Seitenstreifen zu bringen. Da bewusstlose Personen häufig noch mit dem Fuß auf dem Gaspedal stehen, sollten Beifahrer zunächst die Lenkung übernehmen, um nicht in den Gegenverkehr zu geraten. Über das Einschalten der Warnblinkanlage sowie mehrmaliges Hupen kann der nachfolgende Verkehr gewarnt und auf die Notfallsituation aufmerksam gemacht werden.
Um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sollte, falls möglich, der Fuß des Fahrers vom Gaspedal gezogen werden. Dafür kann der Beifahrer versuchen den rechten Oberschenkel des Fahrers kurz über dem Knie leicht anzuheben. Durch diese Bewegung sollte der Fuß vom Gaspedal rutschen. Greift die Motorbremse kommt es anschließend zu einer Verringerung der Geschwindigkeit. Um das Fahrzeug vollends anzuhalten, muss die Handbremse betätigt werden. Bei einer manuellen Handbremse sollte diese langsam immer kräftiger angezogen werden, um das Auto vollständig anzuhalten. Um die elektrische Feststellbremse während der Fahrt zu aktivieren, muss der Beifahrer den Knopf drücken und gedrückt halten, bzw. den Hebel ziehen und gezogen halten. Bei elektrischen Handbremsen werden bei höherer Geschwindigkeit ESP und ABS aktiviert – die Bremse blockiert also nicht, das Auto bleibt steuerbar.
Nachdem das Fahrzeug zum Stehen gekommen ist, gilt es die Gefahrenstelle abzusichern, den Notruf zu wählen und Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen.
Quelle: Redaktion MKK Echo

