Freitag, März 28, 2025
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TV Gelnhausen reist mit Fan-Unterstützung zum Topspiel nach Köln

Der TV Gelnhausen blickt in der 3. Handball-Liga Süd-West bisher auf eine sensationelle Saison zurück. Lediglich ein einziges Spiel ging bislang verloren – aber das hatte es in sich. Bei der 25:40-Klatsche am 9. Spieltag gegen den Longericher SC Köln in der Rudi-Lechleidner-Halle lief nahezu alles schief, was schiefgehen konnte. Bereits zur Halbzeit war die Partie entschieden. Grund genug für die leidenschaftlichen Fans der Rot-Weißen, zum Rückspiel einen Fanbus zu organisieren.

Wenn der TV Gelnhausen also am Samstag (19 Uhr, Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule) beim Longericher SC antritt, dürfen sich Kapitän Malolepszy und Co. auf zahlreiche mitgereiste Anhänger freuen. Eine starke Geste der TVG-Fans, die bereits damals, bei der höchsten Heimniederlage in der 3. Liga, enormes Fingerspitzengefühl bewiesen: Anstatt zu hadern, verabschiedeten sie die junge Gelnhäuser Mannschaft mit Standing Ovations. Fragt man die Spieler nach besonderen Momenten in der bisherigen, ereignisreichen Spielzeit, fällt immer wieder dieser besondere Augenblick, der Fans und Team noch enger zusammengeschweißt hat. Nun dürfte es auswärts keinesfalls leichter werden.

Mit 44:4 Punkten belegen die Barbarossastädter aber weiterhin den zweiten Tabellenplatz und haben beste Chancen, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Acht Zähler dahinter folgt der Drittplatzierte Longericher SC. Zwar heißt es inoffiziell, dass die Kölner nicht für die Aufstiegsrunde gemeldet haben, doch darauf will man sich beim TVG nicht verlassen. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten wäre ein riesiger Schritt in Richtung sportlicher Qualifikation.

Seit dem Aufstieg 2015 spielen die Kölner durchgehend in der dritthöchsten Spielklasse und haben sich als fester Bestandteil des oberen Tabellenmittelfelds etabliert. In der vergangenen Saison belegte man den sechsten Platz und lag damit knapp vor dem TV Gelnhausen.

In dieser Spielzeit präsentiert sich das Team von Trainer Christian Stark noch stärker und steht mit 36:12 Punkten auf Rang drei. Besonders beeindruckend ist die Form in der Rückrunde: In den bisherigen Spielen nach der Winterpause musste Longerich erst drei Minuspunkte hinnehmen und hat sich damit einen verdienten Vorsprung von fünf Zählern auf die Verfolger erspielt.

Zuletzt feierte der LSC drei Siege in Folge, darunter deutliche Erfolge gegen die Topteams HG Saarlouis (37:33) und TV Kirchzell (32:23). Ein weiterer Beweis für die enorme Heimstärke: Seit Mitte Oktober mussten die Rheinländer in eigener Halle keinen Punktverlust mehr hinnehmen.

„Longerich hat zuletzt eine wahnsinnig konstante Leistung gezeigt und steht nicht umsonst auf dem dritten Platz. Sie haben herausragende Spieler und ein klares Spielsystem. Wir müssen über unsere Grenzen hinausgehen, um dort etwas mitzunehmen“, warnt TVG-Cheftrainer Geiger.

Das Hinspiel gegen Longerich war der einzige echte Ausrutscher der Saison für den TVG. „Das war ein totaler Blackout von uns, und Longerich hat das überragend ausgenutzt“, erinnert sich Geiger. Seitdem ist der TVG ungeschlagen und hat sich eindrucksvoll von diesem Rückschlag erholt. Nun will das Team beweisen, dass das Hinspiel nicht das wahre Leistungsniveau widerspiegelte. „Natürlich sind die Jungs hochmotiviert, das Hinspiel vergessen zu machen. Aber uns ist auch klar, dass das eine extrem schwierige Aufgabe wird“, so Geiger weiter.

In Köln wird wieder einmal die Abwehrarbeit gefordert sein, denn Longerich verfügt mit Lukas Martin Schulz und Jonas Kämper über zwei der besten Torschützen der Staffel. Die Defensive muss stabil stehen, um den Longericher Angriff unter Kontrolle zu bringen. „Wir wissen, dass die Trauben bei so einer erfahrenen Mannschaft hoch hängen. Aber wir werden alles geben und zeigen, dass wir es besser können als im Hinspiel“, sagt Geiger.

Verzichten muss der TVG weiterhin auf die Langzeitverletzten Lasse Georgi (Schulterverletzung), Leon David (Bänderriss) und Max Bechert (Meniskusverletzung). Damit bleibt Torben Fehl der einzige gelernte Kreisläufer im Kader. Daniel Drozdz ist vom Lehrgang der polnischen U-21-Nationalmannschaft zurückgekehrt und steht am Samstag zur Verfügung. Fraglich ist hingegen der Einsatz von Alexander Bechert, der zuletzt mit muskulären Problemen pausieren musste. Sollte er nicht rechtzeitig fit werden, könnte erneut Juniorentorhüter Noah Pilgrim in den Kader rücken.

Für alle Fans, die nicht mit nach Köln reisen können, das voraussichtlich heiß umkämpfte Duell aber dennoch verfolgen möchten, wird das Spiel live auf Sportdeutschland.tv übertragen.

 

Quelle: Redaktion MKK Echo

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