23,5% – das ist für die SPD Gelnhausen kein Grund für Jubelstürme, aber auch keiner, sich kleinzureden. Die Sozialdemokraten der Barbarossastadt halten fest: Wir haben uns leicht verbessert und gehören damit zu den wenigen SPD-Ortsvereinen, die sich gegen den hessenweiten Trend gestellt haben. Das nehmen wir zur Kenntnis – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
„Wir bedanken uns bei allen, die uns gewählt haben. Das Ergebnis ist für uns kein Freifahrtschein, sondern ein klarer Auftrag, weiter konzentriert zu arbeiten”, sagt die Ortsvereinsvorsitzende Susanne Turlach.
Dass die CDU deutlich zugelegt hat, gehört zur Bewertung der Wahl natürlich dazu. Dennoch habe “Miteinander-Füreinander”, der Slogan der Partei im Wahlkampf, Wirkung gezeigt: Wer vor Ort präsent ist, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern verlässlich an der Beseitigung von Problemen arbeitet und sich nicht nur im Wahlkampf zeigt, wird auch wahrgenommen. Genau darauf setzt die SPD Gelnhausen auch weiterhin.
Der Dank geht an die vielen Ehrenamtlichen, die diesen Wahlkampf getragen haben – auf der Straße, an den Ständen, in Gesprächen. Ohne sie gäbe es dieses Ergebnis nicht. Gleiches gilt für die Helferinnen und Helfer in den Wahlbüros, die unter teils schwierigen Bedingungen für einen sauberen Ablauf gesorgt haben.
Auffällig ist das gute Abschneiden in den Stadtteilen: In Hailer, Haitz, Meerholz und Roth stellt die SPD die stärkste Kraft dar. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit vor Ort.
Auch ein Blick auf die Liste zeigt: Viele Wählerinnen und Wähler haben bewusst junge Kandidierende nach vorne gewählt. „Das ist ein klares Signal”, sagt Spitzenkandidatin Victoria Schmidt. „Erfahrung bleibt wichtig, aber neue Stimmen werden gewollt.” Jakob Mähler, der die meisten Stimmen erhalten hat, ergänzt: „Diesen Auftrag nehmen wir ernst – auch intern.”
Inhaltlich wollen die Gelnhäuser Sozialdemokraten ihren klaren Kurs fortsetzen. Solide Finanzen statt Aufzehren der Rücklagen, eine sinnvolle Entwicklung von Projekten wie Stadthalle und Kinzighöfen, mehr bezahlbarer Wohnraum und eine Kinderbetreuung, die qualitativ gut und bezahlbar bleibt. Das sind keine Schlagworte, sondern konkrete Aufgaben.
“Wir werden in der Stadtverordnetenversammlung weder laut um jeden Preis noch leise aus Bequemlichkeit sein. Unser Anspruch bleibt, sachlich zu arbeiten, Position zu beziehen und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen”, erklärt Turlach.
Quelle: SPD Gelnhausen

