Mit Spaten, Schippchen und bloßen Händen: Die Bürgerinnen und Bürger von Nidderau haben aktiv ein zweifaches Zeichen gesetzt – ein Zeichen der Erinnerung und ein Zeichen für die Zukunft. 52 Familien beteiligten sich am Sonntag am Start für das Projekt Geburtenwald. Große und kleine Hände, Kinder, Eltern und Großeltern pflanzten unter Anleitung von Revierförster Sebastian Stemmler Eichen, Bergahorn und Linden. Vor dem eingezäunten Areal am Weg zur Aurora im Nidderauer Stadtwald bildeten sich lange Schlangen, bis alle Bäumchen, Nummern und Spaten verteilt waren.
„Der Geburtenwald soll eine Erinnerung an das besondere Ereignis im Leben einer Familie schaffen, ein Kind auf die Welt zu bringen“, sagte Bürgermeister Andreas Bär bei strahlendem Sonnenschein. Es sei „mega-bewegend, gemeinsam einen Wald anzulegen, der uns alle überdauern wird“. Bär dankte vor Ort Ideengeberin Stefanie Birnbaum, deren Antrag durch die Stadtverordneten einstimmig beschlossen wurde. Der Fachbereich Umwelt um Leiterin Katja Adams und Stellvertreter Constantin Faatz erarbeitete zusammen mit Revierförster Sebastian Stemmler das Feinkonzept. Aus einer Idee wurde ein Stück Papier, aus dem Papier eine besondere Aktion, wie es Bürgermeister Bär nannte.
Die Fläche sei zuvor „eine dunkle Fläche mit vertrockneten Fichten“ gewesen, berichtete Erster Stadtrat Rainer Vogel. Wassermangel und Borkenkäfer machten die komplette Rodung erforderlich. Nun verwandelt sie sich mit jedem Baum, mit jedem Jahrgang in einen Wald, der mit den Kindern wächst und damit auch ein lebendiges Symbol für die Zukunft der Stadt Nidderau darstellt.
Vogel ergänzt: Für die Neugeborenen aus 2026 und die kommenden Jahrgänge wird zukünftig der Pflanztermin immer am ersten Sonntag im November stattfinden.
Mit dem Geburtenwald entsteht ein nachhaltiger Erinnerungsort, der gemeinsam mit dem Nachwuchs heranwachsen wird, beginnend mit dem Jahrgang 2025. Für 15 Euro erhält man einen Baum und eine Namensplakette auf der Jahrgangstafel. Die Bestellungen werden gesammelt vom Fachbereich Umwelt (Telefon 06187/299-180 oder Mail an umweltamt@nidderau.de). Die nächste Pflanzaktion ist im November geplant.
Magistrat der Stadt Nidderau
Quelle: Redaktion MKK Echo

