Freitag, Februar 27, 2026
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Stadt Hanau beteiligt sich am „Tag der Demokratiegeschichte“

OB Kaminsky zum 18. März: „Ein deutliches Zeichen für Demokratie / Ausstellungen und Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet

Die Stadt Hanau beteiligt sich mit verschiedenen Ausstellungen und Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet am bundesweiten „Tag der Demokratiegeschichte“ am 18. März. Der Tag der Demokratiegeschichte ist eine Initiative der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

„Hanau setzt damit gemeinsam mit zahlreichen Städten, Initiativen und Kulturschaffenden in ganz Deutschland ein deutliches Zeichen für die Demokratie und die Bedeutung der Freiheits-, Verfassungs- und Parlamentsgeschichte und für eine lebendige demokratische Erinnerungskultur“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Dr. Kai-Michael Sprenger, Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, betont: „Erinnerungskultur gewinnt durch die Perspektive der Demokratiegeschichte. Sie zeigt, wie fragil und zugleich erneuerungsfähig unsere demokratische Ordnung ist. Mit dem ersten bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte feiern wir den Mut und die Vielfalt demokratischer Bewegungen. Dieser Tag lädt ein, sich zu erinnern, den Dialog zu suchen und gemeinsam Zukunft aus Geschichte zu gestalten.“

Kaum ein anderes Datum bündelt so viele Wendepunkte auf dem Weg zu Volkssouveränität, Grundrechten und demokratischer Teilhabe wie der 18. März, der als ein zentrales Datum der deutschen Demokratiegeschichte gilt. Am 18. März 1793 erklärte der rheinisch-deutsche Nationalkonvent die Volkssouveränität und gründete die Mainzer Republik als frühes Beispiel parlamentarischer Selbstverwaltung. 55 Jahre später, am 18. März 1848, führten die Barrikadenkämpfe in Berlin zur Märzrevolution, am 18. März 1920 scheiterte nach einem reichsweiten Generalstreik der Kapp-Putsch und am 18. März 1990 markierte die erste und einzige freie Wahl zur Volkskammer der DDR einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur deutschen Einheit. „Gerade in Zeiten, in denen freiheitliche Demokratien unter Druck stehen, bietet die Auseinandersetzung mit der eigenen Demokratiegeschichte Orientierung und stärkt das Bewusstsein für die Werte, die unser gesellschaftliches Zusammenleben tragen“, sagt Oberbürgermeister Kaminsky.

Im Zentrum der Hanauer Aktivitäten steht die Ausstellung „Deine Orte der Demokratiegeschichte“, die bis 17. April auf fünf zentralen Plätzen der Innenstadt, dem Schlossplatz, Altstädter Markt, Freiheitsplatz, Neustädter Marktplatz und Französische Allee, auf 15 großformatigen Bild- und Texttafeln zu sehen ist. Hier werden die Themenfelder „Wahlen und Abstimmungen“, „Verfassungen“, Gleichberechtigung“, „Marktplatz“ und Politische Zivilgesellschaft“ behandelt. Auf der Tafel „Marktplatz“ werden die Wechselwirkung zwischen Meinungs- und Versammlungsfreiheit, öffentlichen Raum und Demokratisierung thematisiert und der Frage: „Wie prägt der öffentliche Raum die Demokratie?“ nachgegangen. Die Frage „Wie ist der demokratische Verfassungsgedanke in Deutschland gewachsen, wie entsteht eine Verfassung, was sind ihre Grenzen und Möglichkeiten?“ wird beim Thema Verfassung nachgegangen. Um Orte und Themen, an denen Menschen für die Gleichberechtigung der Geschlechter eintraten – in Bildung, Familien- und Berufsleben und politischer Partizipation geht es bei der Gleichberechtigung. Die Tafeln „Wahlen und Abstimmungen“ beleuchtet den langen Weg hin zu inklusivem Wahlrecht und demokratischer Mitsprache. Bei der politischen Zivilgesellschaft geht es um Orte politischer Bewegungen, sie beleuchtet die Schnittstellen zwischen Zivilgesellschaft und Staat und beschäftigt sich mit der Frage wie die Zivilgesellschaft den Staat demokratisch macht?

Am 4. März um 17 Uhr präsentiert Katja Straub im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe ihr Ein-Personen-Stück „Wir das Grundgesetz!“. Am 17. März um 19 Uhr folgt im Arkadenbau Wilhelmsbad das Ein-Personen-Stück „Einigkeit und Recht und Freiheit – Die Revolution von 1848/49“ von und mit Tino Leo (Eintritt 19 / 12 Euro). Am 18. März selbst stehen mehrere Programmpunkte auf dem Programm: Um 16 Uhr führt Jan Jonas Kunz unter dem Titel „Hanau – Stadt der Freiheit“ durch die Stadt (Treffpunkt: Wallonisch-Niederländische Kirche). Um 18.30 Uhr bietet Martin Hoppe eine Führung zum Neustädter Rathaus als Ort der deutschen Demokratiegeschichte mit anschließender Filmvorführung „Hanau in Farbe 1948“ an (Treffpunkt: Brüder Grimm-Nationaldenkmal). Am 18., 19. und 20. März findet im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe das Simulationsspiel „(Gleich-)Berechtigt?!“ zur Revolution 1848 in Hanau für Schülerinnen und Schüler statt. Am 21. März um 15 Uhr führt Ulrich Lüer unter dem Titel „Philipp Ludwig II. – Gründer der Hanauer Neustadt“ (Treffpunkt: Schlossplatz), bevor um 17 Uhr im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe Erhard Bus sein neues Buch „Von der Revolution zur Annexion, Hanau 1849-1866“ vorstellt. Weitere Vorträge runden das Programm ab: Am 20. April um 20 Uhr spricht Holger B. Vogt im Marstall Steinheim zur „Steinheimer Chronik ab 1945“. Am 21. April um 19.30 Uhr referiert Prof. Dr. Walter Mühlhausen im Schlossgartensaal der Karl-Rehbein-Schule zum Thema „80 Jahre Demokratie“.

Die Hanauer Angebote werden von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte gefördert. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, mit Ausnahme der Aufführung „Einigkeit und Recht und Freiheit – Die Revolution von 1848/49“ am 17. März.

Darüber hinaus beteiligt sich Hanau an der Veranstaltungsreihe „Demokratie bauen“ der KulturRegion FrankfurtRheinMain von April bis November. Weitere Informationen hierzu werden bald bekannt gegeben. Details zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter http://www.tag-der-demokratie-geschichte.de, http://www.wgr-hanau.de, http://www.hanau.de und http://www.museen-hanau.de zu finden.

„Mit der Beteiligung am „Tag der Demokratiegeschichte“ unterstreicht die Stadt Hanau ihr Engagement für demokratische Bildung, historische Verantwortung und eine offene, aktive Stadtgesellschaft und lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, die Demokratiegeschichte als lebendigen Teil der Gegenwart zu entdecken und mitzugestalten“, sagt Oberbürgermeister Kaminsky abschließend.

Pressekontakt: Florian Bauer

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Quelle: Redaktion MKK Echo

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