Dienstag, Februar 24, 2026
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SPD verhindert unnötige Mehrbelastung

Keine Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren in 2026
Die SPD-Fraktion in Gründau begrüßt das Einlenken des CDU-Bürgermeisters bei der Aufstellung des Haushalts 2026 – insbesondere bei den ursprünglich geplanten Erhöhungen der Wasser- und Abwassergebühren seitens des Rathauses. Nach intensiven Beratungen ist klar: Eine zusätzliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger ist für 2026 nicht notwendig.
Nach den ursprünglichen Planungen aus dem Rathaus sollten die Wassergebühren von 2,00 auf 3,00 Euro pro Kubikmeter und die Abwassergebühren von 2,50 auf 3,37 Euro steigen. Für einen Vier-Personen-Haushalt hätte dies Mehrkosten von rund 350 Euro jährlich bedeutet – hälftig bereits ab Juli 2026, vollständig ab Januar 2027.
Kritisch sah die SPD nicht nur die Höhe der geplanten Erhöhung, sondern auch deren Terminierung: Der Beschluss des Haushaltspakets sollte ursprünglich einen Tag nach der Kommunalwahl erfolgen. Dazu erklärt der SPD-Parteivorsitzende Jörg Drescher:
„Das wäre, als würde man den Bürgerinnen und Bürgern beim Verlassen der Wahlkabine noch eine Rechnung von 350 Euro in die Hand drücken. Dass der Bürgermeister ohne zwingende Notwendigkeit direkt nach der Wahl eine solch massive Gebührenerhöhung zulasten der Bevölkerung beschließen wollte, ist für uns nicht nachvollziehbar.“
Ein solcher Haushaltsentwurf war aus Sicht der SPD-Fraktion nicht akzeptabel. Neben den Gebührenerhöhungen war auch die Aufnahme eines Kassenkredits in Höhe von 8 Millionen Euro vorgesehen.
Im Gemeindevorstand haben die SPD-Beigeordneten die Zahlen gründlich geprüft und konkrete Änderungen durchgesetzt. So wird es im Jahr 2026 keine Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren geben. Gleichzeitig konnten die Unterhaltungskosten um 400.000 Euro reduziert werden. Mehrere Investitionsmaßnahmen wurden gestrichen oder gekürzt. Beispielsweise liegen für das im Bau befindliche Feuerwehrgerätehaus Gründau-West Angebote vor, die rund 800.000 Euro unter dem bisherigen Haushaltsansatz liegen. Auch die Kosten für die Radwegunterführung R3 unter der K903 wurden auf 220.000 Euro reduziert. Die geplante LED-Beleuchtung für einen Radweg in Kreiszuständigkeit in Höhe von 100.000 Euro wird nicht umgesetzt. Zudem wird auf die Einrichtung einer zusätzlichen Leitungsstelle im Kitabereich verzichtet. Außerdemdem zeigen die aktuellen Ist-Zahlen für 2025 eine deutlich bessere Entwicklung als geplant – unter anderem liegen die tatsächlichen Personalkosten rund eine Million Euro unter dem Ansatz. Diese realistischen Zahlen wurden nun als Grundlage für die Fortschreibung des Haushalts 2026 herangezogen.
Mit diesen Anpassungen kann auch auf die ursprünglich vorgesehene Kreditaufnahme verzichtet werden.
Die SPD-Fraktion bekräftigt zudem ihre Forderung, alle vom Land angebotenen Fördermittel konsequent zur Haushaltsentlastung zu nutzen.
Fazit der SPD: Ein verantwortungsvoller Haushalt muss sich an den tatsächlichen finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde orientieren – nicht an vorsorglich überhöhten Ansätzen, die am Ende zu unnötigen Mehrbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger führen. Auch diesmal zeigt sich: Mit sorgfältiger Prüfung, klarer Prioritätensetzung und politischem Willen lassen sich solide Finanzen und soziale Verantwortung miteinander verbinden.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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