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SPD-Main-Kinzig fordert ein Landesprogramm für seniorengerechtes, gemeinschaftliches und barrierefreies Wohnen im Main-Kinzig-Kreis

Main-Kinzig-Kreis.

Angesichts der demografischen Entwicklung im Main-Kinzig-Kreis fordert die SPD Main-Kinzig die Einrichtung eines hessischen Förderprogramms zur gezielten Unterstützung seniorengerechter, gemeinschaftlicher und barrierefreier Wohnprojekte sowie die sofortige Einrichtung einer Einstiegberatung auf Kreisebene. Ziel ist es, älteren Menschen ein gutes, selbstbestimmtes und sozial eingebundenes Altern zu ermöglichen und gleichzeitig Ortskernentwicklung, lokale Infrastruktur und Klimaschutz zu stärken.

Viele ältere Menschen leben heute allein in großem Wohnraum. Pflege, Hausarbeit, Gartenpflege und Winterdienst werden zur Belastung. Gleichzeitig prägen in zahlreichen Kommunen leerstehende Gebäude das Ortsbild. „Diese Leerstände bieten wertvolle Wohnraummöglichkeiten: Sie können zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten umgebaut werden, die barrierefreien Wohnraum, generationenübergreifende Nachbarschaften und Angebote der Grundversorgung verbinden. Solche Konzepte schaffen Begegnungsräume, ermöglichen die Bündelung ambulanter Pflege und medizinischer Leistungen und stärken die lokale Wirtschaft durch Einzelhandel und Gastronomie im Ort“, sieht Andreas Hofmann, Vorsitzender der SPD Main-Kinzig eine große Chance.

Ein systematisches Vorgehen bietet vielfältige Vorteile. Die Umnutzung bestehender Gebäude reduziert Flächenverbrauch und den Bedarf an Neubaugebieten. Freigewordene Einfamilienhäuser können jungen Familien zur Verfügung gestellt werden. Die Konzentration von Dienstleistungen macht ambulante Pflege wirtschaftlicher und verbessert die Versorgung älterer Menschen. Für Kommunen entstehen Chancen zur Stärkung des Ortsbildes und zur Belebung des Quartiers.

„Die Umsetzung erfordert jedoch Unterstützung. Gemeinschaftliche Wohnformen brauchen Träger, rechtliche und organisatorische Beratung sowie konzeptionelle und bauliche Planung. Investitionen in Barrierefreiheit, Brandschutz und Energieeffizienz sind aufwendig. Ohne gezielte Fördermittel bleiben viele gute Ideen unrealisiert“, erklärt Michael Neuner, Mitglied des Unterbezirksvorstand der SPD Main-Kinzig. “Auch im Main-Kinzig-Kreis haben sich bereits kleinere Wohnbauinitiativen auf den Weg gemacht. Dieses Engagement vor Ort gilt es weiter zu stärken und zu unterstützen.”

Die SPD Main-Kinzig fordert deshalb konkret, ein konsequentes Vorgehen des Landes Hessen:
1. Finanzielle Ausstattung der Landkreise für Möglichkeiten zur Einstiegberatung zur Information und Vernetzung von Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen, Kommunen und potenziellen Trägern.

Ein Landesprogramm Hessen mit Fördermittelnzur Anschubfinanzierung von Machbarkeitsstudien, Umbaumaßnahmen, Gründungs- und Betriebsberatung sowie zur Förderung von Pilotprojekten in den Städten und Gemeinden.

Eine abgestimmte Finanzierungsstrategieaus Landesmitteln, Förderprogrammen und kommunalen Mitteln, ergänzt durch bundesweite Förderungen und private Investitionen.

„Wir brauchen jetzt ein klares Signal aus Wiesbaden und eine praktische Einstiegshilfe im Kreis. Wenn wir leerstehende Gebäude sinnvoll nutzen und gemeinschaftliche, barrierefreie Wohnformen fördern, gewinnen ältere Menschen Lebensqualität und Teilhabe. Gleichzeitig schaffen wir lebendige Quartiere und entlasten die Flächenentwicklung. Das ist eine echte WinWinChance für unsere Kommunen“, rufen Andreas Hofmann und Michael Neuner auf.

Im Main-Kinzig-Kreis kann eine weitere Chance die Gründung einer Wohnbaugesellschaft für bezahlbaren Wohnraum sein, die als zweites Betätigungsfeld sich ebenfalls um diese Wohnformen kümmert. „Schlüssel ist und bleibt ein Förderprogramm aufzulegen, das die besonderen Anforderungen dieser Wohnformen berücksichtigt. Nur mit gezielter Förderung und lokaler Beratung lassen sich Träger gewinnen und nachhaltige, sozial verträgliche Lösungen realisieren. Beispiele wie AGIL und die Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen zeigen, den Bedarf und die vielen Möglichkeiten auf, von denen unsere Bevölkerung und die Kommunen profitieren können“, so Andreas Hofmann und Michael Neuner abschließend.

 

Quelle: SPD Main-Kinzig / J. Niehoff

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