Montag, März 9, 2026
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SPD-Kreistagsfraktion besucht INK in der Oberndorfer „Fabrik“

Austausch über Kunst, regionale Kulturarbeit und soziale Projekte

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion haben gemeinsam mit dem früheren Landrat Karl Eyerkaufer die renommierte Künstlerin INK Sonntag Ramirez-Ponce besucht. Die mehrfach national und international ausgezeichnete Künstlerin empfing die Gruppe in ihrem Atelier in der Oberndorfer Fabrik, einem Gebäude aus den 1950er-Jahren, das ursprünglich zur Schaffung von Arbeitsplätzen – vor allem für Frauen – errichtet wurde. Nach einer kurzen Nutzung als Zigarrenfabrik diente es verschiedenen Firmen als Produktionsstätte, bevor es 1988 aufgegeben wurde. Heute ist „die Fabrik“ ein lebendiges Kulturhaus, das neben INKs Atelier die Kleinkunstbühne „Inkognito“ und den Narrenclub Oberndorf beherbergt und Räume für andere lokale Gruppen bietet.

„Für die Gemeinde Jossgrund ist es ein Glücksfall, dass sich mit INK eine überregional bekannte und ausgezeichnete Künstlerin und die Theatergruppe Inkognito hier angesiedelt haben“, betont Rainer Schreiber, SPD-Fraktionsmitglied und ehemaliger Bürgermeister von Jossgrund. „Das Gebäude ist zu einem wichtigen Treffpunkt für Kunst und Kultur geworden“.

INK gab der Delegation einen persönlichen Einblick in ihren Werdegang. Das Zeichnen begleitet sie seit ihrer Kindheit, zunächst ausschließlich im privaten Rahmen. „INK haben mich meine Geschwister genannt, wegen meiner Begeisterung für das Zeichnen mit Tinte“, erzählt sie. Neben den Schulaufgaben waren ihre Schulhefte immer voll mit Zeichnungen und ihr Kunstlehrer empfahl ihr ein Kunststudium. Aus wirtschaftlichen Gründen entschied sie sich jedoch für einen anderen Weg. „Ich habe eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und auch viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet“. Seit 2006 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin, ermutigt durch ihren Mann. Heute beeindrucken ihre detailreichen Bleistiftzeichnungen durch Präzision, Ausdruckskraft und die Fähigkeit, das Wesen ihrer Motive einzufangen.

Aktuell sind ihre Werke in Marburg zu sehen. Seit dem 1. März 2026 zeigt die Ausstellung „Ein Tag im Paradies“ Arbeiten mit dem Schwerpunkt Flora und Fauna. Ab dem 18. März beleuchtet „Another Day in Paradise“, die Rolle und Selbstwahrnehmung der Frau im Paradies. Außerdem werden seit dem 06. März in Karlsruhe im Rahmen der Ausstellung „Radikale Verunsicherung“ Werke von ihr präsentiert.

Ihre Kunst verbindet INK stets mit sozialem Engagement. Gemeinsam mit Schauspielern aus dem Kölner Tatort setzt sie sich für sexuell missbrauchte Kinder auf den Philippinen ein. Werke aus der Reihe „Mit dem Rücken zur Wand“, sind als Leihgabe der Kreissparkasse Gelnhausen derzeit auf der Büroetage von Landrat Thorsten Stolz im Main-Kinzig-Forum zu sehen und stehen für das Recht der Kinder auf körperliche und seelische Unversehrtheit. „Ich habe das Glück, das tun zu können, was mich ausmacht. Mit meinen Projekten möchte ich andere daran teilhaben lassen“, so INK.

„Bereits 2009 wurde INK mit dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet und seit 2021 ist sie Vorsitzende der Kulturpreisjury“, unterstreicht Uta Böckel, Mitglied im Kulturausschuss, die Bedeutung der Künstlerin für die Region. „Wir haben im Main-Kinzig-Kreis viele Kunst- und Kulturschaffende von Musik über Theater bis zur bildenden Kunst, die Beeindruckendes leisten. Kunst ist universell und fördert damit den Dialog zwischen Menschen und Kulturen. Wir sind froh, dass der Main-Kinzig-Kreis durch die jährliche Verleihung des Kulturpreises auf Künstlerinnen und Künstler aufmerksam macht und Kunstschaffende im Rahmen der Kulturförderung unterstützt“.

Zum Abschluss präsentierte INK das Porträt „Blick in die Ewigkeit“, das ihre damals 96-jährige Großmutter zeigt und die Besucher tief berührte.

Quelle: SPD-Kreistagsfraktion

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