Dienstag, Februar 24, 2026
StartRegion 4GründauSPD: Entwicklung des Nahkauf-Areals braucht klaren Plan

SPD: Entwicklung des Nahkauf-Areals braucht klaren Plan

Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Gründau spricht sich für ein strukturiertes und bürgernahes Vorgehen bei der Entwicklung des gemeindlichen Areals rund um das ehemalige Nahkauf-Gebäude in Rothenbergen aus.
Grundsätzlich unterstützt die SPD das Ziel, das zentral gelegene Gelände einer zukunftsfähigen Nutzung zuzuführen. Allerdings hält die Fraktion die von der CDU vorgeschlagene sofortige Einleitung eines Interessenbekundungs- beziehungsweise Konzeptausschreibungsverfahrens für verfrüht.
„Wir dürfen nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen“, betont der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Jürgen Schubert. „Bevor wir eine Ausschreibung starten, müssen wir klären, welchen konkreten Bedarf es im Ortsteil überhaupt gibt und welche Nutzung tatsächlich gewünscht wird.“
Wünsche der Bürger abfragen
Die SPD fordert daher zunächst eine strukturierte Bedarfsprüfung. In einer öffentlichen Sitzung des Ortsbeirats Rothenbergen sollen die aktuelle Situation des Areals dargestellt, mögliche Entwicklungsoptionen erläutert sowie Ideen, Wünsche und Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger systematisch erfasst werden.
Die Ergebnisse sollen anschließend der Gemeindevertretung vorgelegt werden, um klare Rahmendaten und Zielvorgaben für die weitere Entwicklung festzulegen. Erst auf dieser Grundlage solle eine Konzeptausschreibung erfolgen.
„Wenn wir selbst nicht wissen, was wir wollen, sollten wir keine Ausschreibung starten und darauf hoffen, dass uns jemand von außen sagt, was wir brauchen“, so Schubert. Transparenz und frühzeitige Beteiligung stärkten die Akzeptanz des Projekts und sorgten für Planungssicherheit.
Gemeinwohlorientierte Konzepte einbeziehen
Darüber hinaus spricht sich die SPD dafür aus, den Kreis potenzieller Interessenten bewusst breit zu fassen. Neben privaten Investoren und Projektentwicklern sollen ausdrücklich auch Körperschaften des öffentlichen Rechts, gemeinnützige Träger, Genossenschaften sowie weitere geeignete Institutionen angesprochen werden.
„Wir sollten alle Optionen prüfen – nicht nur privatwirtschaftliche. Auch gemeinwohlorientierte Träger können nachhaltige und tragfähige Konzepte für Rothenbergen entwickeln“, heißt es aus der Fraktion.

Keine parteipolitische Instrumentalisierung
Abschließend betont die SPD, dass die Entwicklung des Areals nicht parteipolitisch instrumentalisiert werden dürfe. Es gehe um eine langfristig tragfähige Lösung für Rothenbergen und damit um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger.
Die SPD-Fraktion wirbt daher für ein klares und nachvollziehbares Vorgehen. Zunächst müsse der tatsächliche Bedarf im Ortsteil ermittelt werden, anschließend seien verbindliche Rahmenbedingungen festzulegen und erst auf dieser Grundlage konkrete Ausschreibungen oder Beauftragungen zu beschließen. Nur in dieser Reihenfolge könne eine nachhaltige, transparente und von der Bürgerschaft getragene Entwicklung des Areals gewährleistet werden.

Quelle: Redaktion MKK Echo

Ähnliche Artikel
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -

Am beliebtesten