Nach 11 Jahren trennen sich im Sommer die Wege der HSG und ihres Eigengewächses
Bei Handball-Drittligist HSG Hanau steht der zweite Abgang für den Sommer fest. Nachdem Kapitän Max Bergold bereits sein Karriereende bekannt gegeben hat, wird auch Kreisläufer Nils Schröder die Spielgemeinschaft nach Ablauf der Saison 2025/26 verlassen. Der 24-jährige Abwehrspezialist spielt seit der C-Jugend für die Grimmstädter und absolvierte 11 Saisons im blau-weißen Trikot. Für den gebürtigen Dieburger, der in den vergangenen Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, waren dabei zwei Faktoren entscheidend: neue sportliche Impulse und die Nähe zu seiner Arbeitsstätte.
„Nils Schröder hat in den vergangenen Jahren vor allem seine Abwehrqualitäten in das Team eingebracht und ist als Eigengewächs auch ein besonderes Beispiel für unseren erfolgreichen Hanauer Weg in der Jugendarbeit“, so Reiner Kegelmann, sportlicher Leiter der HSG Hanau. „Leider hat ihm sein Körper in den letzten Spielzeiten oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir wünschen Nils für die Zukunft alles Gute und vor allem eine verletzungsfreie Zeit.“
Abwehrspezialist sucht neue Herausforderung
„Nach elf unvergesslichen Jahren, die mich von der C-Jugend bis heute begleitet haben, werde ich am Ende dieser Saison ein neues Kapitel aufschlagen“, erklärt Nils Schröder. „Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen – sie war das Ergebnis langer Überlegungen und vieler Gespräche mit mir selbst und meinem Umfeld. Einerseits liegt die neue Herausforderung näher an meiner Arbeitsstätte, was mir künftig mehr Flexibilität gibt. Andererseits setzte ich mich dort neuen Impulsen aus und kann mich sportlich weiterentwickeln.“ Schröder, der vor Kurzem auch seine Ausbildung zum Chemielaboranten absolviert hat, zieht so im Sommer einen Schlussstrich unter seiner Zeit in der Grimmstadt.
Dabei gab der HSG-Kreisläufer erst kürzlich nach einer längeren Verletzungspause sein Comeback und kam prompt beim Auswärtssieg in Opladen im Innenblock zum Einsatz. Für die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim bestritt Schröder bislang 97 Drittliga-Pflichtspiele mit 78 Treffern.
„Wir sind dankbar, dass Nils in den vergangenen Jahren die HSG nicht nur sportlich, sondern auch menschlich bereichert hat“, merkt HSG-Geschäftsführer Hannes Geist an. „Gerade Spieler, die den Weg aus der Hanauer Jugend bis in die Männermannschaften nehmen, prägen die DNA unseres Vereins. Für seinen weiteren Weg wünschen wir Nils nur das Beste.“
„Der Abschied vom Blauen Block und dem Umfeld bei der HSG Hanau wird mir sicherlich schwerfallen“, meint Schröder und fügt hinzu: „Doch bevor es soweit ist, freue ich mich jetzt auf die restlichen Spiele in dieser Saison! Gemeinsam mit der Mannschaft möchte ich in den verbleibenden Spielen die Atmosphäre in der Main-Kinzig-Halle aufsaugen und zusammen mit dem Team alles geben – so, wie wir es immer getan haben.“
Schröder begann seine Karriere im Handballsport 2010 bei der HSG Eppertshausen/Münster, wechselte aber schon 2014 zur Spielgemeinschaft nach Hanau und lief mit den A-Junioren des Vereins in der Jugendhandball-Bundesliga auf, der höchsten Jugendspielklasse Deutschlands. 2023 wurde er mit der HSG Hanau südwestdeutscher Meister in der 3. Handball-Liga.
Quelle: HSG Hanau

