Dienstag, Februar 17, 2026
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Rosenmontagsumzüge: Vereinzelt polizeiliches Einschreiten nötig

Seligenstadt / Mühlheim am Main / Bad Orb (ots) – (lei) Zehntausende Menschen
haben bei den großen Rosenmontagsumzüge im Bereich des Polizeipräsidiums
Südosthessen die Straßen gesäumt und ausgelassen gefeierten.

Wie in den vergangenen Jahren war die Polizei dabei entlang der Zugstrecken mit
zahlreichen Einsatzkräften, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, im Einsatz
und stand den Jecken jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Aus polizeilicher Sicht verliefen die Veranstaltungen insgesamt friedlich und
störungsfrei. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Einsätze in den Städten, in
denen die Polizei situativ tätig wurde:

Seligenstadt:

Bei nasskaltem Wetter waren über 30.000 Närrinnen und Narren unterwegs.

Mitunter kam es alkoholbedingt zu körperlichen Auseinandersetzungen, die durch
die Beamtinnen und Beamten schnell unterbunden werden konnten. Dennoch wurden
drei Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten aufgenommen.

Darüber hinaus soll ein 23-Jähriger gegen 16.30 Uhr einer jungen Frau mehrfach
ans Gesäß gefasst haben. Im Zuge der Festnahme soll der Tatverdächtige die
hinzugerufenen Beamten beleidigt, bespuckt und Widerstand geleistet haben.
Nachdem der renitente 23-Jährige für weitere polizeiliche Maßnahmen mit auf die
Dienststelle genommen wurde, habe er dort zudem einen Tisch beschädigt. Gegen
ihn wird nun unter anderem wegen Verdachts der sexuellen Belästigung, des
Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie der Sachbeschädigung ermittelt.

Insgesamt kontrollierten die Ordnungshüter im Zuge der Veranstaltung 79 Personen
und sprachen acht Platzverweise aus. Insgesamt erfolgten fünf vorläufige
Festnahmen beziehungsweise Ingewahrsamnahmen.

Auch das bestehende Messerverbot bei öffentlichen Veranstaltungen wurde
überwacht. Eine Sicherstellung eines Teppichmessers, was bei einer der
Körperverletzungen drohend eingesetzt worden sein soll, war hier die Folge.
Zudem nahmen die Uniformierten einen mitgeführten Baseballschläger präventiv in
Verwahrung.

Darüber hinaus nahmen die Einsatzkräfte mehrere Fundgegenstände entgegen. Am
Bahnhof musste die Polizei zudem zweimal einschreiten, als Personen versuchten,
die Gleise zu überqueren.

Mühlheim am Main:

In der Mühlenstadt waren schätzungsweise 12.000 Feiernde unterwegs.

Gegen 16.20 Uhr wandte sich eine Autofahrerin an die eingesetzten Beamten und
berichtete, dass ihr kurz zuvor von einer Fahrradfahrerin die Vorfahrt genommen
worden sei. Anschließend habe die Radlerin sie beleidigt und mit einem
Regenschirm auf das Fahrzeug geschlagen, wodurch ein leichter Sachschaden
entstand. Die zunächst weitergefahrene Fahrradfahrerin konnte wenig später von
der Polizei angetroffen werden.

Um 17.45 Uhr ging die Meldung ein, dass eine Person in den Main gesprungen sei.
Diese konnte jedoch eigenständig ans Ufer zurückkehren. Eine
Rettungswagenbesatzung versorgte die Person, wärmte sie und stellte trockene
Kleidung bereit. Danach konnte sie ihren Weg fortsetzen.

Nach dem offenkundigen Unfallgeschehen in der Siemensstraße (wir berichteten:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6218005) hat sich der Zustand des
verletzten 51-Jährigen inzwischen stabilisiert. Der Grund für den Sturz ist nach
wie vor unklar und Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen.

Bad Orb:

Polizeilichen Schätzungen zufolge nahmen etwa 2.500 Personen an dem Umzug teil.

Währenddessen wurden auf zwei Motivwagen insgesamt drei Bengalos verbotenerweise
gezündet. Bei den Verantwortlichen wurden die Personalien erhoben. Bei
Jugendschutzkontrollen stellten die Beamtinnen und Beamten außerdem bei zwei
Jugendlichen und einem Kind Alkohol und eine E-Zigarette sicher.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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