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Richtfest: Neue Oberstufe nimmt Gestalt an

Neues Gebäude an der Bertha-von-Suttner-Schule liegt im Zeitplan – Fertigstellung bis März 2027

Der Neubau für die künftige gymnasiale Oberstufe an der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau nimmt sichtbar Gestalt an. Schon über die Sommerferien hinweg wuchs das Gebäude praktisch Woche für Woche um ein Stockwerk. Zum Richtfest konnten sich die Verantwortlichen des Main-Kinzig-Kreises, der Schule, des beauftragten Bauunternehmens Goldbeck sowie viele Gäste aus Politik, Verwaltung und Nidderauer Bürgerschaft davon überzeugen, dass die Arbeiten weiterhin im vorgesehenen Zeitplan liegen. Das Projekt stößt dabei auch über den Main-Kinzig-Kreis hinaus auf Interesse: Mit einer ziel- und passgenauen Planung und einer systematisierten Bauweise zeigt der Kreis, wie dringend benötigter Schulraum in vergleichsweiser kurzer Zeit geschaffen werden kann.

„Wir haben uns von Anfang an ein klares Ziel gesetzt: Die neuen Räume sollen möglichst schnell zur Verfügung stehen und zugleich genau das leisten, was die Schule für ihre künftige Entwicklung braucht“, sagte Schuldezernent Jannik Marquart. „Dass wir im September Richtfest feiern können, nicht mal drei Monate nach der Grundsteinlegung, und der Bau im Zeitplan liegt, zeigt, dass dieses Konzept aufgeht. Aus dem dringenden Bedarf an zusätzlichen Räumen ist ein Projekt geworden, das auch über unsere Kreisgrenzen hinaus Beachtung findet.“ Marquart sprach allen Beteiligten den Dank des Main-Kinzig-Kreises für die gute Koordination und die schnellen Fortschritte aus.

Seit Mai dieses Jahres schreiten die Arbeiten zügig voran. Unmittelbar nach Abschluss der Fundamentierung im Juni begann die Montage der vorgefertigten Bauelemente. Bereits sechs Wochen später konnte die Dachabdichtung erfolgen. Seit dem 10. August laufen die Arbeiten am Innenausbau, bei den Brandschutzverkleidungen und der Einbau der nichttragenden Innenwände. Für den Monat September ist der Beginn der Fassadenarbeiten punktgenau terminiert. Damit startet der nächste wichtige Abschnitt.

Bereits bis Ende März 2027 soll das rund 10,7 Millionen Euro teure Gebäude fertiggestellt und schlüsselfertig übergeben werden. Damit verfolgt der Main-Kinzig-Kreis weiterhin das Ziel, die zusätzlichen Raumkapazitäten bereits im zweiten Schulhalbjahr nutzen zu können. Bis zum Start der gymnasialen Oberstufe im Schuljahr 2029/30 werden die zusätzlichen Räume dazu beitragen, den Schulstandort zu entlasten und angesichts steigender Schülerzahlen verlässliche Kapazitäten zu schaffen.

Mit dem Neubau wird die organisatorische Weiterentwicklung der Bertha-von-Suttner-Schule auch baulich sichtbar. Ab dem Schuljahr 2029/30 soll die Nidderauer Schule über eine eigene gymnasiale Oberstufe verfügen. Schülerinnen und Schüler aus Nidderau und der Region erhalten damit eine weitere Möglichkeit, den Weg zum Abitur wohnortnah fortzusetzen. Schulleiter Harald Klose sieht in dem Bau denn auch weit mehr als ein zusätzliches Schulgebäude. „Mit diesem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen künftig in Nidderau ihren Bildungsweg bis zum Abitur fortsetzen können. Das Oberstufengebäude wird somit ein Raum des Lernens, aber vor allem ein Raum der Reifung. Hier werden Debatten geführt werden, hier wird gerungen um die besten Argumente und hier werden Freundschaften für den weiteren Lebensweg entstehen. Die Bertha-von-Suttner-Schule wird zu einem Ort der vielen Bildungsmöglichkeiten“, so Klose.

Das freut auch Bürgermeister Andreas Bär. „Nidderau ist eine attraktive Stadt, mit vielen jungen Familien und vielfältigen beruflichen Möglichkeiten. Das kommende ‚Nidderauer Abitur‘ ist deshalb ein Meilenstein für unsere Stadt“, so Bär. „Es wird nicht nur Bildungsstandort Nidderau insgesamt stärken, sondern auch unserem Anspruch gerecht werden, für jeden jungen Menschen mit dessen individuellen Wünschen und Möglichkeiten das passende schulische Angebot anzubieten.”

Schnelle Bauweise, individuelle Anforderungen

Das Projekt verbindet eine hohe Baugeschwindigkeit mit einer auf die konkreten Anforderungen der Bertha-von-Suttner-Schule zugeschnittenen Planung. Den Zuschlag für Planung und Bau erhielt das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck. Wesentliche Bauelemente werden in eigenen Werken vorgefertigt und auf der Baustelle zu einem individuellen Gebäude zusammengesetzt. Fritz Rinderspacher, Niederlassungsleiter Büro- und Schulgebäude Rhein-Main, erläuterte die nächsten Schritte. „Wir feiern das Richtfest überpünktlich und gehen jetzt in die Phase über, das Gebäude im Inneren weiter auszubauen und bald mit Farbe auszugestalten. Was auf der Baustelle nach Geschwindigkeit aussieht, ist das Ergebnis präziser Vorbereitung. Von der Planung über die Vorfertigung in unseren Werken bis zur Montage vor Ort greift jedes Zahnrad ins nächstfolgende“, so Rinderspacher.

Das neue Oberstufengebäude verfügt über eine Bruttogrundrissfläche von rund 3.608 Quadratmetern auf vier Etagen, die vollständig barrierefrei eingerichtet sind. Ein Aufzug verbindet sämtliche Ebenen. Insgesamt entstehen 16 Klassenräume, die sich auf das Erdgeschoss und die drei Obergeschosse verteilen. Lehrerzimmer sind im ersten und zweiten Obergeschoss vorgesehen, Verwaltungsräume befinden sich im dritten Obergeschoss. Im Inneren sorgen nichttragende Wände für flexible Grundrisse. Räume können dadurch bei veränderten pädagogischen Anforderungen vergleichsweise einfach angepasst werden.

Der Neubau ist Teil der umfassenden Schulbauoffensive des Main-Kinzig-Kreises. Der Kreis reagiert damit auf steigende Schülerzahlen und entwickelt die Bildungsinfrastruktur an mehreren Standorten weiter. „Wir investieren hier nicht nur in Quadratmeter und Klassenräume, sondern in nachhaltige Bildungswege und starke Schulstandorte“, betonte Schuldezernent Marquart.

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der bau liegt im zeitplan, das richtfest konnte pünktlich gefeiert werden, zur zufriedenheit von fritz rinderspacher (goldbeck), schulleiter harald klose, erstem kreisbeigeordneten jannik marquart und bürgermeister andreas bär (von links).
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„aus dem dringenden bedarf an zusätzlichen räumen ist ein projekt geworden, das auch über unsere kreisgrenzen hinaus beachtung findet“: erster kreisbeigeordneter jannik marquart bei seiner ansprache am richtfest, das musikalisch unter anderem durch die orchesterklasse 6a begleitet wurde.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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