Die „Frisur“ macht den Unterschied: Die Raupe des Eichenprozessionsspinners kann bei Menschen nach Hautkontakt starken Juckreiz, allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden auslösen. Die Gespinstmotte ist dagegen harmlos. Mit dem Einzug des Frühlings macht sich der Nachwuchs der Falter mit seinen Spinnweben-artigen Gespinsten wieder in Büschen und Bäumen im Nidderauer Stadtgebiet breit. Zu unterscheiden sind Eichenprozessionsspinner und Gespinstmotte an ihrer „Frisur“: Die bis zu vier Zentimeter lange Larve des Eichenprozessionsspinners hat am Körper lange weiße Brennhaare. Die Raupe der Gespinstmotte ist hingegen unbehaart.
Das Umweltamt der Stadt Nidderau weist darauf hin, vom Eichenprozessionsspinner befallene Bäume und den Kontakt mit Raupen unbedingt zu meiden. Abgefallene Brennhaare können sich auch unter Bäumen befinden, wenn dort keine Raupen zu sehen sind. Bei Symptomen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bei Sichtung eines befallenen Baumes wird um Zusendung eines Fotos mit Angabe des Standorts per Mail an umweltamt@nidderau.de oder über den Mängelmelder (Anregungs- & Ereignismanagement/AEM) auf der Homepage http://www.nidderau.de der Stadt gebeten. Denn die Raupe des Eichenprozessionsspinners ist – im Gegensatz zur Gespinstmotte – nicht nur eine Gefahr für Mensch und Tier, sondern schädigt auch Bäume, bevorzugt Eichen, nachhaltig.
Die Spezies kriecht gerne in einer oder mehreren Reihen, teilweise verbunden an Nase und Schwanz, ähnlich einer kirchlichen Prozession. Die Raupen halten sich bevorzugt am Stamm und dickeren Ästen auf und weniger unter den Blättern, manchmal sind sie auch auf dem Boden unter Eichenbäumen zu finden.
Magistrat der Stadt Nidderau
Quelle: Stadt Nidderau

