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Prämiere in Rodenbach: Erste „Stolperstein“-Verlegung vom Künstler Gunter Demnig in der Bahnhofstraße 19

Es war eine Prämiere für alle Beteiligten und Gedenkveranstaltungsbesucher in der Bahnhofsstraße in Niederrodenbach vor dem Haus Nr. 19. Der weltbekannte Künstler Gunter Demnig aus Köln verlegte persönlich insgesamt 5 von ihm gestalteten Stolpersteine zum Gedenken an die jüdischen Rodenbacherinnen und Rodenbacher Dr. Julius Blumentahl, Sylva Sitta Blumenthal, Bernhard Blumenthal, Adolf Blumenthal und Ismar Blumenthal.

Nach der erstmaligen Stolpersteinverlegung in der Gemeinde Rodenbach sprach der Bürgermeister Klaus Schejna von einem besonderen und bewegenden Tag für Rodenbach. Mit den Steinen kehren die Namen der Familie Blumenthal sichtbar an den früheren Lebensraum zurück. Künstler Gunter Demnig, Initiator des internationalen Gedenk- und Kunstprojekts STOLPERSTEINE, stand bei der sehr gut besuchten Abendveranstaltung im Rodenbacher Medientreff nach seiner Präsentation seines künstlerischen Lebensleistung den Besucherinnen und Besucher für Fragen zur Verfügung.

Mit den Stolpersteinen erinnert der Künstler an die Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, vertrieben, deportiert oder ermordet wurden. Die kleinen Gedenksteine mit Messingplatten werden in der Regel vor dem letzten frei gewählten Wohnort der betroffenen Menschen in den Gehweg eingelassen. Sie machen sichtbar: Diese Menschen hatten einen Namen, ein Zuhause, eine Geschichte und einen Platz mitten in unserer Gesellschaft.

Bürgermeister Klaus Schejna dankte allen Beteiligten für die Realisierung des Projekts mit der Verlegung der ersten Stolpersteine in Rodenbach. Weitere Verlegungen sind für Herbst geplant. „Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und Geschichtsvergessenheit wieder sichtbarer werden, ist gemeinsames Erinnern wichtiger denn je. Erinnerung bedeutet Haltung und Verantwortung dafür tragen, dass das, was war, sich niemals wiederholen darf“, so Schejna.

„Dass wir heute hier stehen, ist nicht selbstverständlich. Auch in Rodenbach wurde über Stolpersteine diskutiert. Es gab unterschiedliche Sichtweisen, unterschiedliche Perspektiven und ein ehrliches Abwägen von Pro und Contra. Erinnerungskultur lebt vom Dialog und vom verantwortungsvollen Umgang mit Geschichte. Ein wichtiger Impuls war damals auch die Gedenktafel vor dem Heimatmuseum, die aus den Recherchen und dem Buch > Sie waren unsere Nachbarn < hervorging. Gestaltet wurde sie von unserem Rodenbacher Künstler Michael Otto“ blickte Schejna kurz zurück.

In die alte Ortsmauer eingelassen, trägt sie die eindringlichen Worte: „Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens waren unsere Nachbarn – was war, darf sich nicht wiederholen.“ Mit dieser Gedenktafel entstand zugleich auch die Frage, ob Rodenbach darüber hinaus weitere Formen des Erinnerns schaffen möchte – und ob dazu auch Stolpersteine gehören sollen. Genau darüber wurde diskutiert. Und gerade deshalb ist es wichtig zu sagen: Wir haben uns zusammengesetzt, unterschiedliche Sichtweisen ernst genommen und am Ende gemeinsam einen würdigen Weg gefunden, der heute zur ersten Stolpersteinverlegung in unserer Gemeinde führt.

„Mein herzlicher Dank gilt deshalb allen, die diesen Prozess begleitet haben. Besonders bedanken möchte ich mich bei Frau Malangré, die diesem wichtigen Vorhaben noch einmal neuen Impuls gegeben und den Weg zur heutigen Verlegung entscheidend mit ermöglicht hat. Ein besonderer Dank gilt Walter Geppert und dem Geschichtsverein Rodenbach. Mit großem Engagement und intensiver Recherchearbeit wurde eine wichtige Lücke in der Rodenbacher Geschichtsschreibung geschlossen. 2012 wurden die Ergebnisse in dem Buch > Sie waren unsere Nachbarn < veröffentlicht. Darin wird auch deutlich, wie schwierig manche Gespräche mit Zeitzeugen waren und wie viel Sensibilität diese Aufarbeitung erforderte“ stellte der Bürgermeister fest.

Zur Zeit des Nationalsozialismus lebten allein in Niederrodenbach 44 Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens. Sie waren Nachbarn, Geschäftsleute, Familien, Mitbürger – Teil unserer Gemeinde. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden sie entrechtet, verfolgt und ausgegrenzt. Sie lebten in ständiger Angst vor Kontrollen, Übergriffen und Verhaftungen. 27 der namentlich bekannten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden in Konzentrationslagern ermordet. Drei Menschen nahmen sich das Leben. Nur wenigen gelangen die Flucht und Auswanderung, unter anderem in die Vereinigten Staaten.

Ihre Namen finden sich heute unter anderem im Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft 1933 bis 1945“ sowie in der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Diese Zahlen und Schicksale mahnen uns. Und sie verpflichten uns.

„Wir erinnern nicht aus Pflichtgefühl allein. Wir erinnern, weil Erinnerung unsere Demokratie stärkt. Weil Erinnerung Haltung bedeutet. Und weil wir die Verantwortung tragen, dass sich das, was geschehen ist, niemals wiederholt. Oder anders gesagt: Was war, darf niemals vergessen werden. Und es darf sich niemals wiederholen. Dass Erinnerungskultur in Rodenbach bereits einen festen Platz hat, zeigt sich auch an anderer Stelle. Bereits heute erinnert der Kreisel im Neubaugebiet an Dr. Julius Blumenthal als jüdischen Arzt unserer Gemeinde. Mit der dortigen Gestaltung wird dieser Erinnerungsort hier künftig noch sichtbarer gemacht. Die heutigen Stolpersteine sind dabei nicht das Ende dieses Prozesses, sondern ein weiterer wichtiger Schritt. Bereits im Oktober werden weitere Stolpersteine in der Bahnhofstraße 26 verlegt – ebenfalls in einem würdigen Rahmen“ kündigte Klaus Schejna an.

Die heutige Besitzerin des Hauses, Elisa Malangre, vor dem die Stolpersteine gelegt wurden, begrüßte es, dass nach mehr als 80 Jahren endlich ihre Namen an diesem Ort wieder sichtbar sind. „Die Familie, war ein fester Teil unseres Dorfes und wurde durch Fanatismus und Gleichgültigkeit brutal aus dem Leben gerissen. Der heutige Tag setzt ein bleibendes Zeichen gegen das Vergessen und birgt Hoffnung, den weiteren ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in Rodenbach zu gedenken. Wenn wir Ausgrenzung und Diskriminierung nicht tatenlos hinnehmen, sondern als Gemeinschaft füreinander einstehen, verteidigen wir unsere demokratischen Werte und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ betonte Elisa Malangre in bewegenden Worten.

Walter Geppert vom Rodenbacher Geschichtsverein trug die Biografie der Familie Blumenthal sehr detailliert vor. Dr. Gustav „genannt Julius“ Blumenthal wurde 1875 in dem kleinen Örtchen Aufenau bei Wächtersbach geboren. Nach seiner Grundschulzeit im Ort war der Besuch zu einer mit dem Abitur abschließenden Schule im Gelnhäuser Raum nicht möglich, auch gab es um 1885 nur unzureichende Verkehrsanbindungen nach Hanau, also führte ihn seine weiterführende Schulausbildung nach Coburg/Bayern.

Zum Zeitpunkt seines Umzugs lebten etwa 240 Juden in Coburg. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war es in jüdischen Lebensbereichen üblich, von einem Hauslehrer unterrichtet zu werden, so sicherlich auch bei dem bildungsstrebsamen jungen Gustav Blumenthal. Während seiner Coburger Schulzeit legte er sich den Namen „Julius“ zu. Nach erfolgreicher Gymnasialschulzeit und bestandener Reifeprüfung begann er 1896 ein vierjähriges Medizinstudium an der „Königlich-Bayrischen-Julius-Maximilian-Universität in Würzburg, die ihm am 18.6.1900 den Doktorgrad in medizinischer Chirurgie und Geburtshilfe verlieh. Seine Dissertation kann noch heute in den Würzburger Archiven eingesehen werden. In der Zeit um 1900 herum gab es – ähnlich wie heute – bereits einen Mangel an Allgemeinmedizinern auf dem Land. Umso glücklicher durfte sich die damalige kleine Gemeinde Niederrodenbach schätzen, den jungen Arzt Dr. Blumenthal angeworben zu haben, denn die Gemeinde garantierte ihm eine jährliche Einkommenssumme aus seiner selbstständigen Arbeit in Höhe von 6.000 Mark, die er jedoch – wie im Niederrodenbacher Gemeindearchiv nachzulesen ist, nie in Anspruch nahm.

Dr. Gustav „genannt Julius“ Blumenthal heiratete 1912 die 14 Jahre jüngere Silvia Sitta Lindheimer. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Bernhard, Adolf und Ismar hervor. Als bereits in jungen Jahren finanziell gut gestellter Arzt konnte er das für damalige Verhältnisse großzügige Haus in der Bahnhofstraße 19 erwerben. Da Dr. Blumenthal bereits vor 1914 seine Approbation erhielt, durfte er bis 1936, auch nach einem bereits 1933 erfolgten öffentlichen Aufruf, die Dienste jüdischer Ärzte zu meiden, ohne Einschränkung als niedergelassener Arzt tätig bleiben. Im Oktober 1938 entzog ihm dann dennoch die Nazi-Bürokratie die ärztliche Zulassung, das einem Berufsverbot gleichzusetzen war. Er durfte sich fortan nur noch „Krankenbehandler“ nennen und nur jüdische Patienten behandeln. Sein ihm zugewiesener neuer Dienstort war das Gesundheitsamt Frankfurt.

Trotz eines verhängten Berufsverbots und unter Androhung von Strafe wurde Dr. Blumenthal heimlich weiterhin von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern im Ort als „Notarzt“ gerufen. Bereits zu dieser Zeit war allseits bekannt, dass jüdische Ärzte ab 1941 mit der sicheren Deportation zu rechnen hatten. Dennoch nahm die heimische Bevölkerung erwartungsvoll – wenn auch heimlich – weiterhin die Dienste ihres Hausarztes in Anspruch, da der von den Nazis eingesetzte Langenselbolder Arztkollege oft nicht erreichbar war. Als Gegenleistung für seine ärztliche Leistungen bekam Dr. Blumenthal, um die Versorgung seiner Angehörigen zu sichern, Milch, Eier, Butter Kartoffeln, Brot und andere Naturalien heimlich zugesteckt.

Familie Blumenthal bekam die im Januar 1942 von der sogenannten Berliner „Wannsee-Konferenz“ verstärkt ausgehenden Anordnungen in mehrfacher Weise zu spüren. Bereits am 30. Mai des gleichen Jahres wurden die Brüder Dr. Bernhard Blumenthal (29 Jahre alt, ebenfalls Arzt wie sein Vater) und Adolf Blumenthal (22 Jahre alt) in das KZ Majdanek deportiert und dort ermordet. Das Einwohnermeldeamt registrierte dieses Ereignis mit „ausgewandert am 30.05.42“.

Die in Niederrodenbach verbliebenen Juden wurden von der Geheimen Staatspolizei Kassel sorgsam beobachtet, denn es war ihr Ziel, möglichst zahlreiche jüdische Personen aus dem damaligen Regierungsbezirk Kassel der Zwangsdeportation zuzuführen. Am 5. September 1942, um 9:22 Uhr, es war Sabat und frommen Juden war nicht erlaubt zu reisen, hatte sich unter ortspolizeilicher Bewachung die Restfamilie Blumenthal (Dr. Gustav Blumenthal, seine Ehefrau Sara Silvia und der jüngste Sohn Ismar) am Niederrodenbacher Bahnhof zur Deportation in das Ghetto Theresienstadt einzufinden. Dieses Ereignis ist im Niederrodenbacher Einwohnermeldeamt mit dem Vermerk „am 5.9.1942 nach unbekannt ausgewandert“ für die Nachwelt erhalten.

In der damals selbständigen Gemeinde Niederrodenbach waren die Blumenthals angesehene, ehrenhafte Bürger. Zeitzeugen berichteten mir über die von Dr. Blumenthal ausgeübte gewissenhafte und allzeit dienstbereite Tätigkeit, auch bei nächtlichen Anforderungen. Er sei sehr vertrauenserweckend gewesen und habe nach der Behandlung nicht gleich auf die Begleichung des Honorars bestanden, wenn sich seine Patienten in finanzieller Not befanden. Dr. Gustav Blumenthal verstarb am 18. Mai 1944 bei einem Transport von Theresienstadt nach Auschwitz, seine Frau und Sohn Ismar wenige Tage später im KZ Auschwitz. Bei diesen sogenannten „Maitransporten“ wurden insgesamt 7.507 Personen von Theresienstadt nach Auschwitz verschleppt. Das Amtsgericht Hanau bestätigte am 14.Dezember 1955 den Tod der Familienmitglieder. In der Jerusalemer Gedenkstätte „Yad Vashem“ sind ihre Namen verewigt, heute nunmehr auch in Rodenbach.

Walter Geppert erinnerte, dass „die Würde eines jeden Menschen unantastbar ist“ und sich das Geschehen des sogenannten Dritten Reichs nie wieder in Deutschland wiederholen darf und appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, dass die heutige Veranstaltung und erste Verlegung von Stolpersteinen in Niederrodenbach zum Gedenken weiterer ehemaliger Niederrodenbacher Juden an anderen Orten unserer Gemeinde fortgesetzt werden.

Geppert veröffentlichte im Jahr 2012 das Buch „Sie waren unsere Nachbarn“, in dem er über das jüdische Leben in Rodenbach und Umgebung mit Hilfe von Zeitzeugen über die Geschichte ausführlich informiert. Das Buch kann vom Geschichtsverein Rodenbach für 15 € erworben werden.

Niko Deeg, Botschafter der Jüdisch Chassidischen Kultusgemeinde Breslev Deutschland, betonte abschließend: „Wir stehen heute an diesem Ort, der mehr ist als nur eine Straße, mehr als nur ein Haus, mehr als nur ein Punkt auf einer Karte. Hier haben Menschen gelebt. Menschen mit Namen. Menschen mit Familien. Menschen mit Hoffnungen, Sorgen, Träumen und einem ganz normalen Alltag, voll integriert. Sie waren Nachbarn. Sie waren Teil der Gemeinde Rodenbach. Sie gehörten hierher. Heute werden für sie Stolpersteine verlegt. Kleine Steine im Boden – und doch tragen sie eine große Botschaft. Sie holen Namen zurück in unsere Mitte. Sie erinnern uns daran, dass hinter jedem Namen ein Leben stand. Ein Leben, das durch Hass, Ausgrenzung, Entrechtung, Deportation und Mord zerstört wurde. Die Menschen, an die wir heute erinnern, wurden verfolgt und ermordet, weil sie Jüdinnen und Juden waren. Wir können das Geschehene nicht ungeschehen machen. Aber wir können verhindern, dass ihre Namen verschwinden. Wir können verhindern, dass aus Menschen nur Zahlen werden wie in Auschwitz. Wir können ihnen einen sichtbaren Ort der Erinnerung geben. Im Judentum bedeutet Erinnerung nicht nur, zurückzuschauen. Erinnerung bedeutet Verantwortung. Verantwortung für die Wahrheit. Verantwortung für die Würde der Opfer. Verantwortung für jüdisches Leben heute. Und Verantwortung dafür, dass Hass, Antisemitismus, Antiziganismus, Extremismus Wut und Gewalt unser Leben bestimmen. Das Ängste um Leib und Seele unseren Alltag einschränken“. Niko Deeg schilderte aus dem Alltagsleben sehr betroffen, dass immer wieder zu hören: „Nie wieder“ doch in Wirklichkeit muss es heißen „Schon wieder!“ Judenhass ist heute, oder wie der ehrenwerte Rabbiner sagt „Immer noch!“ werden Juden gehasst. „Nicht von allen Menschen, darum haben wir heute alle zusammen ein Zeichen gegen Antisemitismus, hier in der Gemeinde Rodenbach, gesetzt. Dafür sind wir dankbar! Darum sprechen wir nun ein jüdisches Gebet des Gedenkens“ so Niko Deeg zum Abschluss.

In der Abendveranstaltung im Rodenbacher Medientreff rundete der Vorsitzende vom Geschichtsverein, Matthias Basile, den denkwürdigen Tag mit einem sehr sachlichen und historischen Vortrag zur Geschichte des Judentums in Deutschland ab. Basile stellte in seinem mit Bilddokumenten untermauerten Vortrag zu Recht fest, dass die Ausgrenzung und Verfolgung seit dem Mittelalter gekennzeichnet sind.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>Das Projekt STOLPERSTEINE gilt heute als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Es erinnert in vielen europäischen Ländern an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Jeder Stein steht für ein einzelnes Schicksal und bringt die Erinnerung dorthin zurück, wo das Leben dieser Menschen einst stattgefunden hat: in die Straßen, vor die Häuser und mitten in den Alltag.

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stolpersteine in der bahnhofstraße 19 in niederrodenbach für dr. julius blumentahl, sylva sitta blumenthal, bernhard blumenthal, adolf blumenthal und ismar blumenthal.
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künstler gunter demnig bei der abendveranstaltung im medientreff in niederrodenbach

Quelle: Anton Hofmann

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