Änderungen am Gebäudeenergiegesetz sind ein Rückschritt für Wirtschaft und Klimaschutz – und richten sich gegen uns alle
Nidderau, 25. Februar 2026 – Die Nidderauer Grünen zeigen sich tief besorgt über die von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen am Gebäudeenergiegesetz (GEG). Aus unserer Sicht sind die Anpassungen nicht nur klimapolitisch fatal, sondern auch wirtschaftspolitisch kurzsichtig und rückwärtsgewandt. Wind-, Solar und naturverträgliche Biomasseenergie sowie Speicher sind die beste Versicherung für Klimaschutz, Energiesicherheit und Unabhängigkeit von Diktatoren und Autokraten.
Deutschland steht im internationalen Wettbewerb um die Technologien der Zukunft. Energieeffizienz, erneuerbare Wärme und klimaneutrales Bauen sind längst globale Wachstumsfelder. Wer hier bremst, schwächt den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig. Statt Planungssicherheit für Handwerk, Mittelstand und Industrie zu schaffen, werden durch die Änderungen am GEG Investitionen verzögert und Innovationen ausgebremst. Unternehmen, die in Wärmepumpentechnologie, energetische Sanierung oder klimafreundliche Quartierslösungen investiert haben, werden im Stich gelassen.
Der Gebäudesektor ist einer der größten Verursacher von CO₂-Emissionen in Deutschland. Ein wirksames Gebäudeenergiegesetz ist daher ein zentraler Hebel für das Erreichen der Klimaziele. Die nun beschlossenen Abschwächungen treten den Klimaschutz mit Füßen. Sie senden das fatale Signal, dass kurzfristige parteipolitische Interessen über die Verantwortung für kommende Generationen gestellt werden.
Besonders irritierend ist die Rolle der CDU. Statt konstruktiv an zukunftsfähigen Lösungen mitzuwirken, setzt sie auf Verzögerung und Verwässerung. Diese Haltung ist verantwortungslos – gerade mit Blick auf junge Menschen, die die Folgen der Klimakrise am stärksten tragen werden. Leider haben wir dies schon einmal erlebt, als unter Altmaier die weltweit führende Solar- und Windenergieindustrie ruiniert wurde. Katherina Reiche war damals seine parlamentarische Staatssekretärin. „Zuerst treibt die Bundesregierung Mieterinnen und Mieter in die Gaskostenfalle und jetzt folgt der Solarkiller. Hören Sie auf, die Menschen zu bestrafen, die mit ihrem eigenen Haus günstigen Strom produzieren wollen. Machen Sie endlich Politik für die Menschen in diesem Land, statt für die fossile Lobby.” resümiert Grünen-Bundesvorsitzender Felix Banaszak.
Der Nidderauer Stadtverordnete der Grünen, Jörg Blättermann, erklärt dazu:
„Die Abschwächung des Gebäudeenergiegesetzes ist ein energie- und wirtschaftspolitischer Rückschritt. Wer jetzt auf fossile Technologien setzt oder notwendige Standards aufweicht, verspielt nicht nur unsere Klimaziele, sondern auch die Innovationskraft unseres Landes. Das ist ein fatales Signal an Betriebe, die längst in klimafreundliche Lösungen investiert haben – und ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation.”
Blättermann weiter:
„Gerade die CDU – auch hier in Nidderau – muss sich fragen lassen, wie sie diese Rolle vor kommenden Generationen verantworten will. Klimaschutz ist keine ideologische Spielwiese, sondern eine Verpflichtung aus dem Grundsatz der Generationengerechtigkeit.”
Die Nidderauer Grünen fordern eine klare Rückkehr zu einem ambitionierten, sozial ausgewogenen und verlässlichen Ordnungsrahmen im Gebäudebereich. Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke sind kein Widerspruch – sie bedingen einander. Deutschland kann Innovationsmotor bleiben, wenn es den Mut hat, den Weg in eine klimaneutrale Zukunft entschlossen zu gehen.
Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

