StartRegion 1MaintalOrange your City - Maintal bekennt Farbe gegen Gewalt an Frauen

Orange your City – Maintal bekennt Farbe gegen Gewalt an Frauen

Vielfältige Aktionen zur Unterstützung Gewaltbetroffener im November

Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, sollen wissen, wo sie Hilfe bekommen. Im Aktionsmonat November stehen deshalb orangefarbene Stühle mit der Nummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen” im Stadtgebiet. Das Frauen- und Gleichstellungsbüro und der Fachdienst Kulturelle Bildung bieten außerdem zwei Vorträge an. Zudem beteiligt sich die Stadt Maintal wieder an der traditionellen Brötchentüten-Aktion.

Die ersten Stühle stehen bereits im Maintaler Stadtgebiet. Leuchtend orange, manche behäkelt, andere farbig gestrichen. Alle tragen die Telefonnummer 116016 des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“. Die Firma sto hat Farbe und Pinsel gespendet, mit der Jugendliche zusätzlich benötigte Stühle in diesem Jahr orange gestrichen haben. Aktive des Frauenbeirates und junge Menschen aus dem Kinder- und Jugendhaus Bischofsheim haben die ersten Stühle bereits in den vier Stadtteilen verteilt.

„Ohne die vielen Helferinnen und Helfer sowie die Geschäfte, die unsere Aktion mittragen, wäre die Aktion nicht möglich“, erklärt Maintals Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Annika Frohböse. Sie berichtet, wie wichtig es nach wie vor ist, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren: „Statistisch gesehen wird jede dritte Frau einmal in ihrem Leben Opfer einer Gewalttat. Diese Frauen sollen wissen, wo sie Hilfe erhalten. Darum versuchen wir, die Hilfetelefonnummer auf vielfältigen Wegen zu den Betroffenen zu bringen.“

Neben der Stuhlaktion passiert dies besonders über die Brötchentüten, die von vielen Maintaler Bäckereien verteilt werden. Die von der Stadt Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis koordinierte Aktion hat in diesem Jahr zu einer besonderen Präsenz bei der Bäckerei Eifler geführt: Am Mittwoch, 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, werden Bürgermeisterin Monika Böttcher und Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Annika Frohböse in der Eifler-Filiale in der Berliner Str. 73 in Dörnigheim vormittags mit einem Infostand vertreten sein. Monika Böttcher betont: „Unsere gesellschaftliche Verantwortung besteht darin, hinzusehen und immer wieder über die Hilfsangebote zu informieren. Denn die meisten Frauen suchen Unterstützung, wissen aber nicht, wie sie sich aus der Zwangslage befreien können.“

Das Frauenhaus des Vereins „Frauen helfen Frauen e.V.“ bietet betroffenen Frauen nicht nur Unterschlupf und hilft ihnen und ihren Kindern aus dem gewalttätigen Umfeld zu fliehen, sondern bietet gleichzeitig kostenlose Beratung an, wenn Frauen sich über Wege aus der Gewalt informieren wollen. Vor dem Hintergrund dieser Arbeit sprechen zwei Mitarbeiterinnen des Frauenhauses am Donnerstag, 26. November, um 18 Uhr im Rathaus über das Phänomen der Nachtrennungsgewalt. „Viele Menschen im Umkreis von Gewaltbetroffenen wundern sich, wenn diese zum gewalttätigen Partner zurückkehren. Sie verkennen, welche systemischen Probleme den Tätern in die Hände spielen und Nachtrennungsgewalt erleichtern. Darum wollen wir mit unserem Vortrag den Fokus auf dieses Problem richten und aufzeigen, was passieren müsste, damit Frauen vollumfänglich geschützt werden können“, so Annika Frohböse.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema digitale Gewalt durch Deepfakes, der gerade Frauen und Mädchen überproportional häufig zum Opfer fallen. Dazu zeigt der Fachdienst Kulturelle Bildung aktuell im Rathaus eine Ausstellung mit dem Titel „Täuschend echt – Die Welt der Deepfakes“ und bietet hierzu eine öffentliche Führung am Dienstag, 10. November, um 15 Uhr an. Ole Friedrich, der Experte für digitale Medienkompetenz ist, hält am Mittwoch, 25. November, um 18.30 zudem einen Vortrag zum Thema „Die dunkle Medienseite – Cybermobbing und sexualisierte Gewalt“, in dem er die Risiken und Herausforderungen digitaler Kommunikation beleuchtet. In seinem Vortrag geht es darum, wie sich Angriffe und Belästigungen im Internet auswirken, welche psychischen und sozialen Folgen für Betroffene entstehen, und wie Prävention sowie Unterstützung aussehen können. Anmeldungen sind möglich unter: http://www.maintal.de/dunkle-medienseite

Die Nummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ 116 016 ist rund um die Uhr besetzt und berät bundesweit in mehreren Sprachen.

Diese Meldung im Browser anzeigen

Quelle: Stadt Maintal

Ähnliche Artikel
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -

Am beliebtesten