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ÖDP-Gesprächsabend vor Ortsbeiratswahl: Windecken weiterdenken

Für viel Zustimmung und aufmerksame Beiträge sorgten die Ideen der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) für Windeckens Zukunft bei einem Gesprächsabend am Samstag, den 7. März 2026. Der ÖDP-Landesvorsitzenden Markus Hutter stärkte den örtlichen ÖDP-Kandidaten den Rücken.

„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier!“, zitierte ein großes Aufstellbanner mit ÖDP-Parteilogo im Nebenraum des Restaurants Hessenschmaus Mahatma Gandhi. Und so warben Dr. Ralf Grünke, Christian Maiwald und Walter Haberl für eine nachhaltige Stadtentwicklung und mehr gesellschaftliches Miteinander. Grünke ist Ökodemokrat und Ortsbeauftragter seiner Partei in Nidderau; er führt die Liste für die Ortsbeiratswahl in Windecken an. Auf Platz zwei und drei folgen die beiden parteifreien Kandidaten Maiwald und Haberl.

„Wir wollen Windecken weiterdenken“, erklärte Christian Maiwald. Diese Kernaussage ziert Plakate und Flyer der ÖDP zur Ortsbeiratswahl. Der Mitgründer der Initiative Zukunft Nidderau kündigte eine Initiative an, welche die ÖDP im Falle einer Wahl in den Ortsbeirat ergreifen wolle. Durch neue Regelungen stünde es ab Juni 2026 Bürgern frei, ihren selbst erzeugten Solarstrom mit den Nachbarn zu teilen. Der Ortsbeirat könne bei der Entstehung von Stromgemeinschaften unterstützen und Anstöße geben.

Haberl zeigte sich überzeugt, dass nachhaltige Politik die Einbeziehung der Bürger voraussetze. Das Gängeln und das Entscheiden über die Köpfe von Menschen hinweg sorgten nur für Unmut. Er kandidiere gerne für die ÖDP zum Ortsbeirat, weil ihn das Programm der Partei überzeuge.

Zu oft scheiterten Anliegen seitens der Bürger und Vereine, beklagte Grünke. Sie würden zwar gehört, aber häufig würden ihre Positionen nicht ernsthaft erwägt oder einbezogen. Der Politikwissenschaftler will zu einer offeneren Diskurskultur im Ort und in der Stadt beitragen: „Wir müssen wieder lernen, miteinander über die besten Lösungen zu streiten, ohne zu beleidigen oder Feindbilder aufzubauen.“

Grünke bemängelte den Umgang anderer Parteien mit der AfD, die erstmals zur Wahl für die Stadtverordnetenversammlung antritt. Die Rechtsaußenpartei folge dem Drehbuch der Autokratie, sähe Zweifel an demokratischen Institutionen, mache die Medien verächtlich und verteufele politische Mitbewerber. Ständig über die AfD zu reden, werte sie nur auf. Eine Augen-zu-und-durch-Haltung und die Hoffnung, alles werde schon nicht so schlimm werden, helfe jedoch auch nicht. Gefragt sei eine sachliche Auseinandersetzung und gezielter Widerspruch. Der ÖDP-Spitzenkandidat in Windecken verteilte Exemplare der hessischen Landesverfassung an die Anwesenden und zitierte Artikel 146, Absatz 1: „Es ist die Pflicht eines jeden, für den Bestand der Verfassung mit allen ihm zu Gebote stehenden Kräften einzutreten.“

Hutter bezeichnete den Wahlantritt seiner Partei zum Ortsbeirat in Windecken als „Pilotprojekt“. Während die ÖDP in Bayern deutlich stärker vertreten sei und über 400 kommunale Mandate verfüge, kandidierten die Parteiaktiven in Hessen mit Ausnahme von Windecken auf den Listen anderer Parteien und Wählergruppen. So sei Grünke bei der Kreistagswahl auf Platz 11 der Liste von Volt zu finden.

Die ÖDP sei weltweit die erste Partei, die sich einer Gemeinwohl-Bilanzierung unterzogen und entsprechend der Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie zertifiziert habe, betonte der hessische ÖDP-Chef. Außerdem zeichne sich die Partei dadurch aus, dass sie keine Firmenspenden annähme und so unabhängig entscheiden könne.

Quelle: ÖDP-Nidderau

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