Teilnahme am DHB-Pokal und nachhaltige Entwicklung im Fokus
Die HSG Hanau hat sich vor dem Hintergrund der aktuellen sportlichen Situation ihrer ersten Mannschaft intensiv mit einer möglichen Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga beschäftigt. Grundlage dafür ist die starke Saison in der 3. Liga Süd-West, in der sich das Team im oberen Tabellenbereich etabliert hat. Nach sorgfältiger interner Abstimmung hat der Verein jedoch entschieden, einen Lizenzantrag für die nächsthöhere Spielklasse frühestens in der Saison 2026/27 zu stellen. Die Priorität liegt auf der Teilnahme am DHB-Pokal in der kommenden Spielzeit.
Die Aufstiegsrunden zur 2. HBL sind für die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim kein sportliches Neuland: Bereits in der Corona-Saison 2021 und in den darauffolgenden beiden Jahren nahmen die Hanauer an der Aufstiegsrunde teil, in 2022/23 sogar als Meister der Staffel Süd-West.
Vor diesem Hintergrund wurde im Verein ein besonders differenzierter Blick auf die aktuellen Anforderungen gelegt. Neben den sportlichen Voraussetzungen standen insbesondere die deutlich gestiegenen wirtschaftlichen, infrastrukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen im Fokus.
„Aus den Erfahrungen in der Vergangenheit wissen wir bereits, was in diesem Zusammenhang auf einen Club in der 3. Liga zukommt“, erklärt HSG-Geschäftsführer Hannes Geist. „Mit der Entscheidung für einen Lizenzantrag meldet man nicht nur die Teilnahme an der Aufstiegsrunde, sondern auch den klaren Anspruch, im Falle eines sportlichen Erfolgs den Aufstieg realisieren zu können.“
Im Zuge der internen Analyse habe sich laut Geist gezeigt, dass in den vergangenen Jahren bereits wichtige Grundlagen für eine mögliche Teilnahme an der Aufstiegsrunde geschaffen werden konnten. „Dabei wurde allerdings auch deutlich, dass wir einzelne Anforderungen noch nicht in dem Umfang erfüllen, wie es für einen nachhaltigen Schritt in die 2. Handball-Bundesliga erforderlich wäre“, so der Geschäftsführer der Hanauer. „Außerdem sind die Vorgaben an die Vereine im Vergleich zu früher noch einmal deutlich gestiegen. Daher haben wir uns bewusst dafür entschieden, in diesem Jahr auf den Lizenzantrag zu verzichten.“
In der Staffel Süd-West steht die HSG Hanau, nach dem gewonnenen Topspiel gegen Tabellenführer HG Saarlouis, momentan sechs Punkte hinter dem Tabellenzweiten TV Gelnhausen auf Rang 3. Am 2. April treffen die beiden Teams im Main-Kinzig-Derby aufeinander. Der Meister und Vizemeister der jeweiligen Drittliga-Staffel qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde. Der 3. Tabellenrang würde hingegen zur Teilnahme am prestigeträchtigen DHB-Pokal in der Saison 2026/27 berechtigen.
Bisheriger Saisonverlauf unterstreicht positive sportliche Entwicklung
Unabhängig von der Entscheidung würdigt die HSG Hanau die Leistungen der Mannschaft ausdrücklich. Der bisherige Saisonverlauf unterstreicht die positive sportliche Entwicklung des Teams um Cheftrainer Axel Spandau, Kapitän Max Bergold und Spielmacher Jan-Eric Kleemann. Ein besonderer Dank gilt daher nicht nur den Spielern und dem HSG-Trainerteam, sondern auch allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Partnern, Sponsoren sowie den Fans, die ihren Beitrag zu dieser erfolgreichen Spielzeit leisten.
„Wir verstehen den sportlichen Erfolg der vergangenen Jahre als klaren Auftrag, in Hanau die Voraussetzungen für eine mögliche zukünftige Zweitligateilnahme gezielt weiterzuentwickeln“, so Geist abschließend. „Wir wollen aber unserem eingeschlagenen Weg treu bleiben und dabei sportlichen Erfolg sowie wirtschaftliche Vernunft in Einklang bringen.“

