Schlechtes in die Restmülltonne, Gutes wiederverwerten: Im Stadtgebiet stehen ab sofort wieder Altkleidercontainer zur Verfügung. Die Stadt Nidderau hat die Firma S.K.C. Textilrecycling KG als neuen Partner gewonnen.
Das Unternehmen aus Hasselroth hat die bekannten Standorte mit Container ausgestattet.
„Es war eine schwierige und langwierige Suche, einen neuen Partner zu finden. Es liegt nun auch an den Bürgerinnen und Bürgern, dass diese Kooperation von Dauer ist“, sagte Erster Stadtrat Rainer Vogel bei einem Ortstermin mit S.K.C.-Geschäftsführer Gennaro Di Dato, Nicole Hartenfeller vom Fachbereich Abfallwirtschaft und S.K.C.-Betriebsleiter Mario Nocerino (von rechts). Die Stadt Nidderau hatte bei den Verhandlungen gegenüber anderen Kommunen einen Standortvorteil: Aufgrund der Nähe zum Firmensitz Hasselroth entstehen der Firma S.K.C. nur überschaubare Transportkosten.
Nicht nur Nidderau, auch viele Kommunen aus der Region haben und hatten Probleme, die fachgerechte Entsorgung von Altkleidern zu gewährleisten, erklärte Vogel. Restmüll, Bioabfälle, völlig verschlissene und verschmutzte Kleidung: Die hohe Anzahl an Fehlwürfen hatte dazu geführt, dass der langjährige Partner, die Firma Baliz Textilrecycling aus Limburg, ihre Sammelbehälter komplett abgezogen hatte. Hintergrund: Die seit 2025 gültige EU-weite Pflicht zur Getrenntsammlung von Textilabfällen hatte das Geschäft für viele Anbieter unrentabel gemacht. Die neue Verordnung hat zur Folge, dass verschmutzte Altkleider als Restmüll kostenpflichtig entsorgt werden müssen.
Wichtig für die Bürgerinnen und Bürger ist: Nur Kleidung, die noch getragen werden kann, darf in die Container. Löchriges und Zerrissenes gehört in den Restmüll. Bioabfälle und Restmüll sind in den Containern tabu. Die Zusammenarbeit mit der Firma S.K.C. ist eine Partnerschaft auf Probe. Wenn weiterhin Fremdstoffe entsorgt werden, erfolgt der Abzug der Altkleidercontainer – bis hin zu einer Reduzierung auf den Standort Wertstoffhof. Dort würde der Einwurf nur noch unter Kontrolle der städtischen Mitarbeiter möglich sein.
Die neue Kooperation hat ihren Preis: Die Stadt Nidderau trägt das Risiko, wenn der Inhalt der Altkleidercontainer aufgrund von Fehlwürfen als Restmüll entsorgt werden muss. Die Kosten werden auf alle Gebührenzahler umgelegt.
Jährlich werden in Deutschland rund eine Million Tonnen Altkleider separat gesammelt. Etwa 90 Prozent werden wiederverwendet oder recycelt.
Magistrat der Stadt Nidderau
Quelle: Stadt Nidderau

