Donnerstag, März 12, 2026
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„Nachhaltige Hilfe für Auszubildende im Handwerk“

„Lehrlings-Scout“ Katharina Hänsel zu Besuch im Main-Kinzig-Forum

Für viele Jugendliche in den letzten Jahrgangsstufen ihrer Schullaufbahn stellt sich gerade die Frage: Wie geht es nach den Sommerferien weiter? Andere junge Menschen befinden sich schon in einer dualen Ausbildung, haben aber Probleme und Fragen, die sie nicht mit dem Ausbilder klären wollen. Und umgekehrt gibt es Ausbildungsbetriebe, die einen Vermittler suchen, wenn es inhaltliche oder zwischenmenschliche Themen mit einem Auszubildenden gibt. Hier setzt seit einigen Jahren der „Lehrlings-Scout 2.0“ der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern an. Seit diesem Jahr besetzt Katharina Hänsel diese Funktion. Gemeinsam mit Anett Kuykendall, der Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, hat sie nun Sozialdezernent Andreas Hofmann im Main-Kinzig-Forum besucht.

„Mit dem Projekt Lehrlings-Scout erreichen wir die jungen Menschen direkt. Wir treffen sie in Schulen, in den Betrieben, und wir können im direkten Gespräch, ganz niedrigschwellig, Orientierung und Rat geben“, berichtete Hänsel von ihren ersten Erfahrungen. Seit Januar betreut sie junge Auszubildende aus den Innungsbetrieben. Sie hält Kontakt zu Eltern und Ausbildern, ebenso zu Schulleitungen und den Ansprechpartnern in Lehrlingswerkstätten. Kuykendall bekräftigt: „Der Ausbildungsmarkt verändert sich gerade rasant. Wir können mit dem Lehrlings-Scout allen Beteiligten Aufklärung und Information aus erster Hand bieten, nämlich aus unserem reichen Erfahrungsschatz der Handwerksbetriebe.“

Der Lehrlings-Scout, ein etabliertes Projekt der Kreishandwerkerschaft, wird aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Main-Kinzig-Kreises – kurz AQB – finanziert. Es hat zum Ziel, kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich des Handwerks in Sachen Ausbildungsfähigkeit zu beraten und die passgenaue Besetzung offener Ausbildungsstellen zu erreichen. Dabei steht auch die Beratungsarbeit mit der Zielgruppe im Fokus des Wirkens, also Schülerinnen und Schüler sowie Schulabsolventen auf Ausbildungsplatzsuche. Nicht selten ist auch Beratung in bestehenden Ausbildungsverhältnissen gefragt – mit dem Ziel, die jungen Menschen in einer Ausbildung zu halten, und sei es durch den Wechsel eines Ausbildungsplatzes.

„Für uns ist es wichtig, dass junge Menschen schon früh die Bedeutung verstehen, die ihre Ausbildung für ihr Leben und ihre Selbstständigkeit hat“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann. „Das schützt sie vor der Abhängigkeit von sozialstaatlichen Programmen. Es ist also eine nachhaltige Hilfe für Auszubildende im Handwerk.“ Daher unterstütze der Kreis das Projekt seit Jahren. „Die Kreishandwerkerschaft hat ein großes und dichtes Netzwerk, mit dem sie schnell helfen kann. Sie hat das Ohr nah am Ausbildungsbetrieb und zwischen den Betrieben und dem Team rund um Katharina Hänsel gibt es ein gewachsenes Vertrauen. Das sind echte Erfolgsfaktoren für das Projekt“, so Hofmann.

Das Projekt erstreckt sich über die Altkreise Gelnhausen und Schlüchtern. Der Erfolg der Vernetzungs- und Vermittlungsarbeit liege in der starken Netzwerk-Orientierung begründet, wie Katharina Hänsel und Anett Kuykendall erklärten. Das stärke auch einen weiteren Aspekt der Scout-Arbeit: die Handwerksausbildung attraktiver zu machen. Der Lehrlings-Scout ist zudem Teil des OloV-Netzwerks zur besseren Vermittlungsarbeit im Übergang von Schule zu Beruf. Die Förderung durch den Main-Kinzig-Kreis läuft noch bis Ende 2027.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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