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Museumscafé im Dorfmuseum Ostheim am 12. April 2026

Der Heimat- und Geschichtsverein e. V. öffnet seine Türen für das beliebte Museumscafé wieder am Sonntag, 12. April 2026 ab 14:30 Uhr, und bietet Kaffee und selbstgebackene Kuchen und Getränke aller Art an. Die zweite Auflage des Buches unseres verstorbenen Gründungsvater Heinrich Pieh „Ostheimer Dorfgeschichten“ kann erworben werden und auch alle anderen Publikationen stehen zum Verkauf. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf selbstgebackene Torten, frischen Kaffee und die gemütliche Atmosphäre des historischen Gebäudes freuen. Das Café ist seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für Familien, Spaziergänger und Geschichtsinteressierte, die den Charme des Dorfmuseums schätzen. Die regionale Dorfgeschichte der letzten 100 Jahre wird anschaulich dargestellt. Vor 100 Jahren um 1926 war Ostheim ein eigenständiges Dorf im damaligen Landkreis Hanau. Es befand sich in einer Phase des Umbruchs von einem rein landwirtschaftlichen Dorf hin zu einer moderneren Industriegesellschaft.

Hier ist ein Überblick über das Leben in Ostheim vor einem Jahrhundert:

Dorfkleinstruktur & Gesellschaft

Einwohnerzahl: Um 1906 lebten etwa 1.212 Personen in Ostheim. In den 1920er Jahren blieb die Zahl stabil, bevor sie nach dem Zweiten Weltkrieg durch Zuzüge massiv anstieg.

Berufe: Das Dorf war geprägt von Groß- und Kleinbauern, Handwerkern sowie Tagelöhnern.

Soziales Gefüge: Die Gesellschaft war noch stark agrarisch-patriarchalisch geprägt, wobei das Dorf als „geschlossener Kosmos“ funktionierte.

Wirtschaft & Alltag

Landwirtschaft & Ziegel: Neben der Landwirtschaft waren die Ostheimer Ziegeleien (heute das Wohngebiet „Am Ziegelweiher“) ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Ort, ab den 1920er Jahren begannen die Diamantschleifer und später auch eigenständige Betriebe ihre Tätigkeit aufzunehmen, das Handwerk wurde bis in die 1960er Jahre ausgeübt

Krisenzeit: Die frühen 1920er Jahre waren durch die Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs und die Hyperinflation von 1923 gezeichnet. Pfarrer Friedrich Karl Fink hielt diese schweren Jahre in seiner Kriegschronik (1914–1921) fest, die die wirtschaftliche Not und die sozialen Verwerfungen im Dorf beschreibt.

Ortsbild & Architektur

Ortskern: Das Bild wurde durch Fachwerkhäuser des 18. Jahrhunderts dominiert, insbesondere entlang der Limesstraße (früher Mittelgasse).

Kirche: Die barocke Dorfkirche mit ihrem 1725 fertiggestellten Turm war bereits damals der Mittelpunkt des religiösen Lebens.

Politische Zugehörigkeit

Ostheim gehörte zur preußischen Provinz Hessen-Nassau im Landkreis Hanau. Die heutige Stadt Nidderau, zu der Ostheim gehört, wurde erst 1974 im Zuge der Gebietsreform gegründet.

Wer sich für lokale Historie interessiert oder einfach einen schönen Sonntagnachmittag verbringen möchte, ist herzlich eingeladen, dabei zu sein. Das Museumsjahr nimmt seinen Lauf, getragen von ehrenamtlichem Engagement und der Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Geschichte. Die nächsten Termine sind das Museumscafé am Sonntag, dem 17. Mai 2026, und am Sonntag, dem 21. Juni 2026 unser Museumsfest mit Gottesdienst und Matinee des Posaunenchors Ostheim.

Das Museumsteam erwartet seine Gäste.

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Quelle: Günter Brandt

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