Mit großem Bedauern nehmen FDP und Liberale Bürgerliste Gelnhausen (LBGN) zur Kenntnis, dass ihr Dringlichkeitsantrag zur Zukunft der Stadtgalerie in der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag durch die Stimmen von CDU und BG – Bürger für Gelnhausen nicht behandelt wurde. Aus Sicht der Liberalen ist dies ein fatales Signal für die Kultur, die Künstlerinnen und Künstler sowie für die Entwicklung der Gelnhäuser Altstadt.
Nach Auffassung von FDP und LBGN haben CDU und BG damit eine inhaltliche Diskussion über die Zukunft der Stadtgalerie bewusst verhindert – obwohl eine deutliche Mehrheit der anwesenden Stadtverordneten eine Beratung gewünscht hatte. Statt eine offene Debatte zuzulassen, seien Fakten geschaffen und die bereits begonnene Entfernung von Exponaten sowie der dazugehörigen Infrastruktur vorangetrieben worden. Damit werde die Bedeutung der Stadtgalerie für Kultur, Tourismus und Altstadtentwicklung verkannt.
„Die Stadtgalerie ist weit mehr als eine Ansammlung einzelner Bilder. Sie ist ein kultureller Anziehungspunkt, macht Stadtgeschichte sichtbar und bringt Besucherinnen und Besucher in unsere Altstadt”, erklären FDP und LBGN. Die Entfernung der Exponate ohne vorherige politische Entscheidung untergrabe die demokratische Willensbildung und schaffe vollendete Tatsachen.
Gleichzeitig danken FDP und LBGN ausdrücklich allen übrigen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, die den Dringlichkeitsantrag unterstützt haben. Diese Unterstützung zeige, dass ein großer Teil der Stadtverordneten die Bedeutung der Stadtgalerie für die kulturelle Identität und Attraktivität Gelnhausens anerkennt.
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Kolja Saß erklärt: „Auch wenn es in dieser Woche nicht gelungen ist, wird sich die neu gewählte Stadtverordnetenversammlung, in die wir mit der LBGN mit einem zweistelligen Wahlergebnis gestärkt einziehen, erneut mit der Zukunft der Stadtgalerie befassen. Die ist Stadtgalerie ein wichtiges Instrument, um Gelnhausen nach außen attraktiv zu präsentieren. In anderen Städten wäre man froh, über eine solche Freiluftgalerie zu verfügen – dort würde man sie eher erweitern als abbauen.”
FDP und LBGN betonen zudem, dass es bei der Debatte nicht allein um einzelne Kunstwerke gehe. Über Geschmack lasse sich immer streiten. Der Abbauaktionismus des Rathauses, dem inzwischen sogar die Halterungen für die Aludibond-Platten zum Opfer fallen, sei unverständlich. Dabei sei bei der eng mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmten und durch das Land Hessen mit mehreren Zehntausend Euro geförderten Einrichtung der Stadtgalerie bewusst darauf geachtet worden, keine historischen Mauern zu beschädigen.
„Wir hätten durch den Erhalt der Galerieinfrastruktur die Chance gehabt, die Stadtgalerie dauerhaft mit wechselnden Motiven und Ausstellungen weiterzuentwickeln. Die Gelnhäuserinnen und Gelnhäuser haben dieses Angebot angenommen und liebgewonnen. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Bilder über Jahre weder beschmiert noch mutwillig beschädigt wurden”, ergänzt der designierte stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LBGN, Hendrik Silken.
Der designierte Fraktionsvorsitzende der LBGN, Kolja Saß, erklärt abschließend: „Die erfolgreichen Unterschriftenkampagnen zum Erhalt der Stadtgalerie, zahlreiche Leserbriefe und unzählige Beiträge in den sozialen Medien zeigen deutlich, dass die Menschen in Gelnhausen die Stadtgalerie erhalten wollen. Wir fühlen uns dadurch bestärkt und werden zur ersten Arbeitssitzung der neuen Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag einbringen.”
Quelle: Liberale Bürgerliste Gelnhausen

