Am Samstagabend, den 07. März 2026, folgten über 60 Interessierte der Einladung von Bündnis 90/Die Grünen im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Frauen schützen – lokal handeln, global denken”. Gemeinsam mit dem hessischen Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour, dem Oberbürgermeisterkandidaten für Hanau Sascha Feldes, der Spitzenkandidatin für die Kreiswahl Mahwish Iftikhar sowie Lea Kircher und Brigitte Machnitzke vom Frauenhaus Wächtersbach diskutierten die Teilnehmenden über Strategien, wie Gewalt gegen Frauen effektiv bekämpft und Schutzräume verbessert werden können.
Im Mittelpunkt standen die drängenden Herausforderungen: bürokratische Hürden bei Ummeldungen, Kindergeld- oder Bürgergeldanträgen, mangelnde Verfügbarkeit von Wohnraum und die oft zu langen Aufenthalte in den vorhandenen Frauenhäusern. Besonders im ländlichen Raum, wie Wächtersbach, erschwert fehlende Infrastruktur und eingeschränkter ÖPNV den Zugang zu Schutzmöglichkeiten.
Omid Nouripour betonte, dass Gewalt gegen Frauen nicht als „Frauenproblem”, sondern als gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu begreifen sei. Er appellierte an Männer wie an die gesamte Gesellschaft, Gleichstellung nicht ausschließlich als Frauenthema zu verstehen, und verwies auf internationale Vorbilder wie den Frauenstreik in Island.
Sascha Feldes hob die Bedeutung von Bildung, Prävention und direkte Ansprechpartner für die Frauenhäuser in den Kommunen hervor, um Frauen besser zu schützen. Mahwish Iftikhar stellte heraus, wie wichtig es sei, den Frauenschutz ernst zu nehmen und auch materielle Fragen wie Wohnraum und sichere Finanzierung von Frauenhäusern in den Fokus zu rücken.
Die Vertreterinnen des Frauenhaus Wächtersbach machten deutlich, dass häusliche Gewalt ein gesamtgesellschaftliches Problem sei, das sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht, und wiesen darauf hin, dass auch sehr viele Kinder betroffen sind. Die Gleichstellung von Frauen und Männern müsse weiterhin konsequent umgesetzt werden. Ein vollständig finanziertes Frauenhaus sei ein zentraler Schritt, um Schutz und Sicherheit für alle zu gewährleisten.
Die Diskussion zeigte klar: Um die Gleichstellung und Sicherheit von Frauen voranzubringen, müssen Politik, Gesellschaft und Verwaltung zusammenarbeiten, Bewusstsein schaffen und strukturelle Barrieren abbauen. Mit klaren politischen Maßnahmen, struktureller Unterstützung und Bewusstseinsbildung wollen die GRÜNEN Main-Kinzig und Hanau den Schutz von Frauen weiter stärken – für eine sichere Zukunft für alle vor Ort.
Quelle: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

