Eine Woche wie aus dem Forscherbuch –
und mittendrin ein Schüler der Kopernikusschule Freigericht: Fabian Stumpf
wurde als einer von 16 ausgewählten Oberstufenschülerinnen und -schülern aus
Hessen in das 40. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) aufgenommen und
durfte an der TU Darmstadt an hochaktuellen Fragen der Materialforschung
arbeiten. Die Teilnahme ist alles andere als selbstverständlich: In einem
anspruchsvollen Auswahlverfahren setzten sich die Jugendlichen gegen 55
Bewerberinnen und 64 Bewerber durch – ausgewählt wurden ausschließlich
Schülerinnen und Schüler mit sehr starken Leistungen und ausgeprägtem
MINT-Interesse.
Im Fokus des Erfinderlabors standen
Hochleistungsmaterialien – Schlüsseltechnologien, die mitentscheiden, wie
effizient Energie erzeugt und gespeichert wird, wie langlebig technische
Bauteile sind und wie nachhaltig moderne Anwendungen in Industrie und Mobilität
funktionieren. In kleinen Teams planten die Teilnehmenden eigenständig
Experimente, arbeiteten mit moderner Labortechnik und präsentierten ihre
Forschungsergebnisse bei einer Abschlussveranstaltung am 6. Februar im Atrium
der Firma Merck vor rund 100 Gästen aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft.
Für Fabian Stumpf bedeutete diese Woche:
echte Forschung statt Schulversuch. Gemeinsam mit drei weiteren Teilnehmenden
arbeitete er – betreut von Doktoranden der TU Darmstadt – an einem Thema, das
direkt in die Zukunft der Energiewende zielt: der Entwicklung effizienterer
Nickel-Eisen-Oxid-Katalysatoren für die elektrolytische Herstellung von
Wasserstoff. Dass dabei Geräte aus der Spitzenforschung zum Alltag gehörten,
machte das Format für die Jugendlichen besonders reizvoll und realitätsnah.
Der Kopernikaner bringt es selbst auf
den Punkt: „Durch das Erfinderlabor bekam ich nicht nur besondere Einblicke in
das Gebiet der Materialwissenschaften, sondern konnte auch hautnah erleben, was
das Hügelland des Forschungserfolgs zu bieten hat. Von Freude über Verzweiflung
bis hin zum Lichtblick der Erkenntnis war hier alles dabei“, berichtet Fabian.
Besonders prägend sei außerdem das Arbeiten „mit so vielen Gleichgesinnten“
gewesen – beim gemeinsamen Bangen um Messergebnisse ebenso wie beim Austausch
am Abend.
Auch die Verantwortlichen des ZFC
unterstrichen die Bedeutung früher MINT-Förderung: Ziel sei es, junge Menschen
zum eigenständigen Denken zu befähigen, ihnen Orientierung zu geben und
gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen früh in Schule und Bildung zu
verankern. Das Erfinderlabor knüpft genau dort an – an Neugier, Talent und der
Lust, Probleme wirklich zu durchdringen.
Die Kopernikusschule Freigericht
gratuliert Fabian Stumpf herzlich zu dieser besonderen Leistung. Seine
Teilnahme zeigt, wie viel Potenzial in jungen Köpfen steckt – und wie wichtig
es ist, ihnen Räume zu eröffnen, in denen aus Unterrichtswissen echte Forschung
werden kann.
Quelle: Thorsten Weitzel

