Das Mehrgenerationenhaus (MGH) ANTON in Rothenbergen ist ein wichtiger Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders in Gründau. Bei einem gemeinsamen Besuch informierten sich der hiesige Landtagsabgeordnete Patrick Appel, Vizelandrat Jannik Marquart und Gründaus Bürgermeister Kern über die vielfältige Arbeit der Einrichtung. Im Mittelpunkt standen neben den unterschiedlichen Angeboten für Jung und Alt auch aktuelle Herausforderungen, Finanzierungsfragen, Fördermöglichkeiten, Zukunftsperspektiven und der persönliche Austausch mit den Verantwortlichen. Erfreuliche Nachrichten gab es dabei auch hinsichtlich der finanziellen Unterstützung: Jüngst konnte eine weitere Landesförderung für das MGH ANTON ermöglicht werden.
„Gerade im ländlichen Raum sind Begegnungsstätten wie das MGH ANTON von unschätzbarem Wert. Sie bringen Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen, schaffen Gemeinschaft und wirken der zunehmenden Einsamkeit entgegen. Was hier mit großem Engagement auf die Beine gestellt wird, verdient unsere Anerkennung und Unterstützung. Dass uns das Land Hessen hierbei unterstützt, ist richtig und wichtig. Dass nun zusätzlich zur Landesförderung für Familienzentren, zu denen auch das MGH ANTON gehört, eine weitere finanzielle Förderung hinzugekommen ist, freut uns natürlich sehr. Das ist eine schöne Nachricht und zugleich ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die geleistete Arbeit“, erklärte Vize-Landrat Jannik Marquart.
Der Landtagsabgeordnete für Gründau, Patrick Appel, erläuterte die finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen: „Im Rahmen der Förderung von Familienzentren erhält das MGH ANTON in diesem Jahr 18.000 Euro vom Land Hessen für seine wichtige Arbeit. Umso mehr freue ich mich, dass wir zusätzlich eine weitere Förderung in Höhe von 4.590 Euro aus Landesmitteln ermöglichen konnten. Mit diesen Mitteln wird gezielt das Angebot „Gemeinsam statt einsam“ ein intergenerationeller Mittagstisch mit Fahrdienst unterstützt. Gerade im ländlichen Raum, wo die Wege oft weit sind und insbesondere ältere Menschen in ihrer Mobilität eingeschränkt sein können, ist das eine gute und wichtige Sache. Denn hier geht es nicht nur um eine gemeinsame Mahlzeit, sondern auch um Begegnung, Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe. Mit insgesamt 22.590 Euro Landesförderung ist hier jeder Cent gut angelegt. Gerade mit Blick auf die angespannte Haushaltslage und die finanziell schwierigen Zeiten, in denen wir leider an vielen Stellen eher über Einsparungen und Kürzungen diskutieren müssen, ist jeder zusätzliche Euro, den wir in solche wichtigen Einrichtungen investieren können, eine gute und richtige Nachricht. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir seitens des Landes hier noch einmal eine zusätzliche Förderung ermöglichen konnten.“
Wie vielfältig die Arbeit des Mehrgenerationenhauses ist, verdeutlichte auch Vorstandsmitglied Kathrein Reichenbach. Das MGH ANTON ist weit mehr als eine Einrichtung zur Kinderbetreuung. Neben den drei Krippengruppen und den Krabbelgruppen gehören der offene Treff mit Kaffee und Kuchen, der gemeinsame Mittagstisch unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“, Kreativangebote wie der Strick- und Häkeltreff sowie Bewegungsangebote wie Yoga, Linientanz und Kegeln zum Programm. Hinzu kommen digitale Angebote wie der PC-Club, Deutschkurse für Geflüchtete, Beratungs- und Informationsveranstaltungen sowie Angebote für Eltern und Familien. Ein besonderes Beispiel für das generationenübergreifende Miteinander ist das Projekt „Analog trifft digital“, bei dem Schülerinnen und Schüler der Anton-Calaminus-Schule ältere Menschen beim Umgang mit Smartphone, Tablet und Laptop unterstützen.
„Unser Ziel ist es, ein Haus für alle Generationen zu sein, in dem sich Menschen begegnen, austauschen und gegenseitig unterstützen können. Unser Angebot reicht von der Betreuung der Kleinsten in unseren Krippengruppen und den Krabbelgruppen über den offenen Treff und den gemeinsamen Mittagstisch bis hin zu vielfältigen Kreativ-, Bildungs- und Freizeitangeboten. Ob gemeinsames Stricken und Häkeln, Kegeln, Linientanz, Yoga, digitale Unterstützung oder Beratungsangebote für Familien – wir möchten Menschen jeden Alters und in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen erreichen. Besonders schön ist es, wenn Jung und Alt voneinander lernen, gemeinsam aktiv werden und neue Kontakte knüpfen. Dabei versuchen wir, unsere Angebote immer wieder an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten und neue Ideen umzusetzen. Das gelingt nur durch ein engagiertes Team, viele helfende Hände und verlässliche Unterstützung. Deshalb freuen wir uns sehr über das Interesse an unserer Arbeit und bedanken uns für die zusätzliche finanzielle Förderung durch das Land Hessen.“, erklärte Kathrein Reichenbach vom MGH Anton.
Auch Gründaus Bürgermeister Markus Kern unterstrich die besondere Bedeutung der Einrichtung für die Gemeinde: „Wir sind in Gründau froh und dankbar, dass wir mit dem MGH ANTON eine solche Einrichtung haben. Das Haus ist eine wertvolle Ergänzung unserer kommunalen Angebote und ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens – nicht nur hier im Ortsteil Rothenbergen, sondern in unserer gesamten Gemeinde Gründau. Mit seinem vielfältigen Angebot ist das MGH ANTON ein wichtiger Ort der Begegnung für Menschen aller Generationen. Hier wird mit viel Herzblut eine hervorragende Arbeit geleistet. Umso mehr freut es mich, dass wir sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene direkte Ansprechpartner haben, die sich für unser Mehrgenerationenhaus interessieren. Denn: Dass hier Gemeinde, Kreis und Land Hand in Hand gehen, ist ein wichtiges Zeichen. Auf die große Bandbreite an Angeboten, die wir mit dem MGH ANTON in Rothenbergen und unserer Gemeinde bieten können, sind wir stolz und dafür sind wir sehr dankbar.“
- Zum Abschluss bedankten sich der Landtagsabgeordneter Patrick Appel, Vize-Landrat Jannik Marquart und Bürgermeister Markus Kern bei Kathrein Reichenbach, dem gesamten Team sowie allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihr Engagement. Der gemeinsame Austausch zeigte einmal mehr, wie wichtig solche Einrichtungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Leben im ländlichen Raum sind.
Quelle: Hanna Lena Göhlert

