Von den 950 Millionen Euro in Hessen müssen auch Investitionsförderungen nach Hanau und in den Main-Kinzig-Kreis fließen / Klares Bekenntnis zur kommunalen Trägerschaft der Kliniken
Zum Start der bundesweiten Umsetzung des Krankenhaustransformationsfonds fordern Hanaus Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz, eine gezielte und gerechte Verteilung der für Hessen zur Verfügung stehenden Investitionsmittel in Höhe von 950 Millionen Euro.
„Unsere klare Erwartung ist, dass im Sinne einer zukunftssicheren Gesundheitsversorgung auch Finanzmittel aus dem hessischen Krankenhaustransformationsfonds nach Hanau und in den Main-Kinzig-Kreis fließen“, erklären Dr. Maximilian Bieri und Thorsten Stolz. Ziel sei es, wichtige Investitionen am Städtischen Klinikum Hanau sowie an den Main-Kinzig-Kliniken an den Standorten Gelnhausen und Schlüchtern zu fördern und zu unterstützen.
In diesem Zusammenhang begrüßen der Landrat und der Bürgermeister die klare Positionierung der Hessischen Krankenhausgesellschaft, die sich für eine Weitergabe der Finanzmittel in die Fläche ausgesprochen und zugleich die einseitige Bereitstellung von 200 Millionen Euro durch das Land Hessen für die Universitätsklinik Frankfurt kritisiert hatte.
Der Krankenhaustransformationsfonds, der im Zuge der Krankenhausreform geschaffen wurde und bis 2035 Mittel für die Modernisierung der Krankenhauslandschaft in Deutschland bereitstellt, ist ein zentrales Instrument zur Zukunftssicherung der Kliniken. Mit ihm sollen unter anderem bauliche Strukturen modernisiert, die digitale Infrastruktur ausgebaut und sektorenübergreifende Versorgungskonzepte gestärkt werden. Für Hessen stehen aktuell 950 Millionen Euro zur Verfügung, die zu einem erheblichen Teil aus dem Sondervermögen des Bundes stammen. „Da es sich hierbei vor allem um kommunale Mittel handelt, müssen diese Gelder auch den kommunal getragenen Krankenhäusern in der Region zugutekommen“, betonen Dr. Maximilian Bieri und Thorsten Stolz.
„Es darf nicht passieren, dass der notwendige Strukturwandel im Krankenhauswesen vor allem in Frankfurt oder Kassel stattfindet und sich dort die Schwerpunkte der Investitionsförderung konzentrieren“, sagt Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. Landrat Thorsten Stolz ergänzt: „Unsere Kliniken im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau leisten täglich hervorragende Arbeit – etwa in der Notfallversorgung, der Geburtshilfe und in spezialisierten medizinischen Bereichen. Damit diese hohe Versorgungsqualität auch künftig gewährleistet bleibt, müssen Mittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds gezielt in unsere Region fließen.“
Als konkrete Beispiele nennt Landrat Thorsten Stolz den notwendigen Umbau der Notaufnahme am Standort Gelnhausen sowie den Aufbau einer geriatrischen Tagesklinik in Schlüchtern. „Nach den Schließungen und Versorgungsreduzierungen in Büdingen und Alzenau übernehmen die Main-Kinzig-Kliniken die medizinische und pflegerische Versorgung für immer mehr Menschen. Das muss durch entsprechende Investitionsförderungen honoriert werden, damit wir unsere Kliniken fit für die Zukunft machen können“, so der Landrat weiter.
Auch das Klinikum Hanau steht vor wichtigen Zukunftsinvestitionen, etwa den Bau einer neuen Kreissaallandschaft sowie die Beschaffung neuer medizinischer Großgeräte. „Das Klinikum Hanau erfüllt als Krankenhaus der Maximalversorgung eine Schlüsselfunktion für die Region. Nach Recht und Gesetz ist das Land Hessen zur Förderung der Investitionen verpflichtet, der Transformationsfond muss Zukunftsinvestitionen unterstützen“, erklärt Bürgermeister Dr. Bieri.
Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau sind nach Überzeugung von Dr. Maximilian Bieri und Thorsten Stolz mit ihrer wachsenden Bevölkerung zentrale Versorgungsräume für große Teile Südosthessens. Eine angemessene Beteiligung am Transformationsfonds sei daher entscheidend, um Modernisierungen, Erweiterungen, digitale Innovationen und neue Versorgungsnetzwerke umsetzen zu können.
„Wir begrüßen die Anstrengungen des Bundes und des Landes Hessen zur Stärkung der Krankenhauslandschaft“, betonen Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. „Gleichzeitig erwarten wir, dass dabei die regionalen Bedarfe nicht aus dem Blick geraten. Hanau und der Main-Kinzig-Kreis müssen bei der Mittelverteilung berücksichtigt werden – sowohl bei strukturellen Investitionen als auch bei der Förderung moderner medizinischer Angebote vor Ort.“
Gerade vor dem Hintergrund des Wegbrechens zahlreicher Krankenhausstandorte und stationärer Versorgungsangebote in der Region, etwa in Büdingen, Alzenau oder Grebenhain, bekennen sich Bürgermeister und Landrat ausdrücklich zur kommunalen Trägerschaft ihrer Krankenhäuser. Das Klinikum Hanau sowie die Main-Kinzig-Kliniken sollen auch künftig in öffentlicher Verantwortung bleiben. „Eine starke kommunale Trägerschaft steht für Verlässlichkeit, regionale Verantwortung und eine patientenorientierte Versorgung. Der Krankenhaustransformationsfonds muss diese Strukturen stärken – nicht schwächen“, sind sich Thorsten Stolz und Dr. Maximilian Bieri einig.
Abschließend appellieren die beiden Kommunalpolitiker aus dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau an das Land Hessen, bei der Ausgestaltung und Mittelvergabe des Krankenhaustransformationsfonds die besonderen Bedarfe und die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis angemessen zu berücksichtigen. Zudem müssten die Finanzmittel schnell und unbürokratisch an die Krankenhausträger weitergegeben werden.
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Hanau/MKK, Krankenhaustransformationsfonds
© Stadt Hanau
Hanau/MKK, Krankenhaustransformationsfonds
Thorsten Stolz, Landrat Main-Kinzig-Kreis (li.) und Dr. Maximilian Bieri, Bürgermeister Hanau, formulieren die Erwartung, “dass im Sinne einer zukunftssicheren Gesundheitsversorgung auch Finanzmittel aus dem hessischen Krankenhaustransformationsfonds nach Hanau und in den Main-Kinzig-Kreis fließen”.
Quelle: Redaktion MKK Echo

