Grimmstädter unterliegen den Bergischen Panthern mit 28:34
Keine Punkte zum Auftakt der Rückrunde 2025/26 in der 3. Liga Süd-West für die HSG Hanau. Die Brüder-Grimm-Städter haben sich am frühen Sonntagabend den Bergischen Panthern geschlagen geben müssen. Beim 28:34 (14:13) in Burscheid blieb die HSG in vielen Phasen der Begegnung unter ihren Möglichkeiten und so auch im Rückspiel gegen die Panther sieglos. HSG-Rückraumakteur Cedric Schiefer stemmte sich mit 11 Toren gegen die drohende Niederlage.
„Das ist eine herbe Enttäuschung für uns, die wir so eigentlich nicht sehen wollten“, meinte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach dem Spielende. „Die ersten 10 Minuten dieser Partie waren aus unserer Sicht fast zum Vergessen. Wir hatten keine Durchschlagskraft und keine Wettkampfmotivation.“
Hanau war am Sonntagnachmittag mit reichlich Motivation und vier Spielen ohne Niederlage im Gepäck in Burscheid angereist. Bergold, Rivic & Co. hatten sich vorgenommen, bei den Bergischen Panthern für die Niederlage im Hinspiel Revanche zu nehmen, doch dazu kam es nicht. Bereits in der Anfangsphase hatte der HSG-Rückraum um Lukas Böhm, Cedric Schiefer und Spielmacher Jan-Eric Kleemann so seine Mühe mit der dynamischen 6:0-Deckung des Tabellenzehnten.
In der zerfahrenen Begegnung mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten, gelang Hanau erst in der 7. Spielminute durch Böhm der erste Treffer beim 1:2. Doch auch in der Folge legten die Raubkatzen weiter vor: Über das 4:2 (12.) bauten die Panther den Vorsprung bis auf 8:4 (17.) aus. Spandau legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und redete seinem Team ins Gewissen.
Danach lief es für die Hessen besser: Cedric Schiefer, der kürzlich seinen Vertrag in Hanau um weitere zwei Jahre verlängert hat, bewies aus dem Rückraum ein ums andere Mal seine Klasse und sorgte mit drei Treffern für das 7:9 (20.). Kurze Zeit später war Jan-Philipp Winkler zum 10:11 erfolgreich, ehe sich Böhm in Unterzahl durch die Abwehr tankte und den 11:11-Ausgleich markierte.
„Wir sind besser in das Spiel gekommen und haben dann gezeigt, dass wir unsere Möglichkeiten gut ausschöpfen können“, fand Spandau auch lobende Worte für seine Mannschaft, die durch den Treffer ihres zweikampfstarken Kreisläufers David Rivic mit 12:11 (27.) in Führung ging und einen 14:13-Vorsprung mit in die Pause nahm.
Nach dem Seitenwechsel schaffte es Hanau zunächst, die Führung bis zum 17:16 von Winkler zu verwalten, doch wurden die Blau-Weißen immer wieder durch Zeitstrafen zurückgeworfen. Trotz zwischenzeitlichen Rückstands beim 19:22 (41.), kämpfte sich die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt beim 21:22 (44.) wieder heran. Eine erneute Führung wollte dem HSG-Team aber nicht mehr gelingen, auch weil man mit der eigenen Chancenverwertung haderte.
„Am Ende hatten wir einiges an Pech im Abschluss. Das sieht man auch daran, dass Sebastian Hein null Tore erzielt hat und er ist eigentlich einer unserer besten Torschützen.“ Doch Panther-Keeper Georg Mohr hatte sich das Wurfverhalten des jungen Rechtsaußen gut abgeschaut und nahm so einige hochkarätige Chancen der HSG weg. Nach einer weiteren Zeitstrafe, diesmal gegen HSG-Kapitän Bergold in der 53. Minute, enteilten die Panther in Überzahl auf 30:24 (56.) und entschieden damit die Begegnung vorzeitig.
„Immer wenn wir heute ein Tor gebraucht und uns eine Chance herausgespielt haben, dann wurde diese Möglichkeit verworfen oder wir sind am gegnerischen Torhüter hängengeblieben“, gab Spandau zu Protokoll. „Und dann sind uns nach und nach die Einstellung und der Glaube an den Sieg dahingeschwunden“. Der Hanauer Coach fügte hinzu: „Wir haben jetzt zwei Punkte abgegeben und unsere Auswärtsstärke ist dahin, daher müssen wir nun natürlich schauen, dass wir das nächste Woche im Heimspiel gegen die Dragons korrigieren.“
Am kommenden Samstagabend (19:30 Uhr) empfängt die HSG Hanau die SGSH Dragons in der Main-Kinzig-Halle.
Aufstellung Bergische Panther: Eigenbrod, Mohr; Müller, Hermann, Flemm, Meurer, Tymaz, Lindemann (2), Exner (4), Lorenz, Vornehm, Schütte, Ballmann (3), Schön (4), Elsässer (9/1).
Aufstellung HSG Hanau: Müller, Khan; Kleemann (2), Hein, Jusys, Just, Böhm (4), Gerst, Hauer, Scharriär, Rivic (5), Bergold (3), Winkler (3), Schiefer (11).
Zeitstrafen: 8:16 Min. – Siebenmeter: 2/1:0/1. – Zuschauer: 150. – Schiedsrichter: Marvin Völkening / Jonas Zollitsch.
Bild: Ohne Punkte blieben die HSG Hanau und Spielmacher Jan-Eric Kleemann in Burscheid
Quelle: MKK-Echo

