Mittwoch, Februar 25, 2026
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Herrliche Widersprüche und viel heiße Luft

Zum Artikel,Wahlkampf ums Gewerbe“ (HA vom 17. Februar 2026) und der Kritik der CDU an der Wirtschaftspolitik der Stadt Nidderau äußert sich Marita Scheerle aus NidderauWindecken:
Die CDU kritisiert die Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung. Die CDU kritisiert Bürgermeister Bär. Und das seit Monaten. Mit einem einzigen Satz hat der HA geschrieben, was diese Kampagne in Wirklichkeit ist. Nichts als heiße Luft. „Konkrete Beispiele wurden auch auf Anfrage unserer Redaktion bislang nicht genannt”, schreibt der HA.

Damit könnte dieser Leserbrief schon ein Ende haben, wenn die CDU sich abseits des Fehlens von Fakten nicht noch einige herrliche Widersprüche erlauben würde. Die CDU setzt nach eigenem Bekunden auf Dialog, kritisiert aber die Wirtschaftsförderung der Stadt, die ja gerade als Ansprechpartner, Helfer und über die neuen Marketingaktivitäten als Plattform für Unternehmen installiert worden ist. Wirtschaftsförderung müsse Chefsache bleiben, schreibt die CDU, klagt aber darüber, dass der Bürgermeister häufig Unternehmen besucht und über den Austausch mit Gewerbetreibenden berichtet. Und sie heult auf, wenn der Bürgermeister große Projekte, wie das Repowering der Windräder bei Eichen oder die geplante SeniorenResidenz in Erbstadt, zur Chefsache erklärt und mit Investoren die Erstgespräche führt.

Die CDU rühmt sich in der Pressemitteilung ihrer wirtschaftlichen Expertise, vergisst aber die größte wirtschaftliche Stärke der Stadt Nidderau zu erwähnen: die hohe Lebensqualität. Familienfreundlichkeit, Freizeitangebot, Einkaufsmöglichkeiten und ein hohes Maß an Aktivitäten für den Umweltschutz machen die Stadt zu einem attraktiven Wohnsitz für qualifizierte Fachkräfte. Arbeitgeber finden leichter Mitarbeiter vor Ort. Und das gute ÖPNVAngebot macht es auch Auswärtigen leicht, ohne eigenes Auto ihren Arbeitsplatz in Nidderau zu erreichen. Das ist nicht ein Erfolg der Wirtschaftsförderung, sondern Ergebnis eines guten, gut durchdachten Gesamtpakets, das von Politik und Verwaltung entwickelt und umgesetzt worden ist.

Ja, Bürgermeister Bär lobt den Standort Nidderau oft. Vielleicht zu oft? Vielleicht ist auch Eigenlob dabei? Vielleicht! Vielleicht hat der Bürgermeister auch verstanden, wie Politik und Wirtschaft funktionieren. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller hat wissenschaftlich belegt, dass Stimmungen, Vertrauen und Narrative eine wirkmächtige Soft Power” sind. Sie bestimmen „jenseits nackter Fakten maßgeblich das Verhalten der Menschen”. Zudem stimmen in Nidderau die nackten Fakten.

Zu guter Letzt: Die CDU kritisiert, das auf die Standortumfrage der IHK nur 20 von 218 Unternehmen reagiert haben. Wer sich über etwas aufregt, wer sauer ist, antwortet bereitwilliger als zufriedene Menschen. Das kennt man aus den so genannten Sozialen Medien. Und dort ist ja auch die CDU Nidderau oft und gerne unterwegs, um ihren Unmut zu äußern und damit regional das gute Image der Stadt zu zerstören und den Wirtschaftsstandort zu schwächen.

Quelle: Leserbrief Marita Scheerle

„Bei dem Beitrag handelt es sich um einen Leserbrief, der ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wiedergibt.“

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