Dienstag, März 3, 2026
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Haus der Kirche: CDU setzt auf Fakten statt auf Wahlkampfrhetorik

Linsengericht (dh) – Die CDU Linsengericht weist die Darstellung der SPD entschieden zurück. Die Diskussion um das ehemalige Haus der Kirche in Lützelhausen ist zu wichtig, um sie auf Schlagworte und parteipolitische Zuspitzungen zu reduzieren. Es geht nicht um Symbolpolitik, sondern um Verantwortung gegenüber unseren Vereinen, unseren Bürgerinnen und Bürgern und kommenden Generationen.

Im SPD-Bericht bleibt unerwähnt, warum überhaupt eine Lüftungsanlage erforderlich ist. Hintergrund ist die bestehende Formaldehydbelastung im Gebäude. Formaldehyd gehört zu den Stoffen mit nachgewiesener krebserzeugender Wirkung. Eine Lüftungsanlage kann zwar zur Reduzierung der Raumluftbelastung beitragen, sie beseitigt jedoch nicht die Ursache des Problems. „Wir können nicht ruhigen Gewissens ein Gebäude als dauerhaft geeigneten Vereinsstandort empfehlen, wenn gesundheitliche Risiken nicht zweifelsfrei ausgeschlossen sind“, betont der CDU-Vorsitzender Dennis Hemmer. „Unsere Vereine verdienen sichere Räume, keine Provisorien mit Restrisiko.“

Für die CDU steht fest: Gesundheit ist nicht verhandelbar. Wer Verantwortung trägt, darf diese Frage nicht ausblenden.

Gescheitert ist der Dringlichkeitsantrag nicht die Sache

Entgegen der Darstellung der SPD wurde in der Gemeindevertretung keine Entscheidung gegen das Haus der Kirche getroffen. Gescheitert ist ausschließlich ein Dringlichkeitsantrag. Wenn es sich, wie von der SPD dargestellt, um eine so zentrale Herzensangelegenheit handelt, stellt sich die berechtigte Frage, warum der Antrag nicht fristgerecht eingebracht wurde. Die Gemeindevertretung ist kein Ort für überhastete Entscheidungen unter Zeitdruck, sondern für sorgfältige Abwägung. Hinzu kommt: Wären alle Mandatsträger der SPD anwesend gewesen, hätte möglicherweise bereits die Abstimmung über die Dringlichkeit anders ausfallen können. Diese Tatsache sollte bei aller Kritik ebenfalls Erwähnung finden.

Die CDU hat sich in ihrem Änderungsantrag ausdrücklich zum Standort des Hauses der Kirche bekannt. Bereits beim Ankauf war klar, dass langfristig insbesondere das Grundstück von Bedeutung ist und das Gebäude an sich auf Grund der Bausubstanz (70er Jahre) wahrscheinlich nicht zu halten sein wird. Wir sehen jedoch keine tragfähige Zukunft für das bestehende Gebäude in seiner jetzigen Form. Ein bloßer Einbau einer Lüftungsanlage löst weder die baulichen Belastungen noch die strukturellen Herausforderungen. „Es geht uns nicht um Verhinderung, sondern um eine nachhaltige Lösung“, stellt Dennis Hemmer klar. „Wenn wir investieren, dann richtig und in ein Gebäude mit einer Perspektive für die nächsten Jahrzehnte.“

Linsengericht steht insgesamt vor großen infrastrukturellen Herausforderungen. Problematische Liegenschaften wie das Sport- und Kulturheim in Großenhausen oder das Grempsche Haus in Altenhaßlau zeigen, dass wir nicht länger von Einzelfall zu Einzelfall entscheiden dürfen. Durch den Umzug der Feuerwehren Lützelhausen und Großenhausen in das neue Feuerwehrhaus Südwest entstehen zusätzliche Leerstände, die sinnvoll in ein Gesamtkonzept eingebunden werden müssen. Ein Nutzungskonzept bedeutet dabei ausdrücklich nicht, Maßnahmen auf unbestimmte Zeit zu verschieben, sondern sie strategisch zu planen und priorisiert abzuarbeiten. So können die Weichen bereits in diesem Jahr gestellt und Beauftragungen vergeben werden, sofern alle Fraktionen, insbesondere die SPD, Verantwortung übernehmen, kann eine schnelle Umsetzung dieses Konzepts gelingen. „Wir brauchen eine Zielvorstellung für die gesamte Gemeinde“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzender Timo Geppert. „Es ist unsere Pflicht, heute Entscheidungen zu treffen, die auch in 20 oder 30 Jahren noch Bestand haben.“

Die Gemeinde Linsengericht verfügt über rund 2,7 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur zur Förderung nachhaltiger Projekte. Diese Mittel stehen bereits heute zur Verfügung. In einer zweiten Tranche stehen ab dem Jahr 2029 voraussichtlich nochmal 1,3 bis 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Die CDU sieht hierin die Möglichkeit, gemeinsam mit den Vereinen ein modernes, barrierefreies und schadstofffreies Haus der Vereine auf dem Stand der Technik zu realisieren, statt erhebliche Mittel in ein Gebäude zu investieren, das strukturell und gesundheitlich belastet ist. Ergänzend prüfen wir die Veräußerung nicht mehr benötigter Gebäude und Flächen, um zusätzliche finanzielle Spielräume zu schaffen. Das Ziel ist klar: eine zukunftsfähige Infrastruktur, von der alle Bürgerinnen und Bürger langfristig profitieren.

Auch für die CDU steht außer Frage, dass das Vereinsleben das Herz unserer Ortsteile bildet. Wir wollen es nicht nur erhalten, sondern stärken. Gerade deshalb dürfen wir uns nicht mit Übergangslösungen zufriedengeben. Ein zweites Sport- und Kulturheim können wir uns nicht leisten. Daher „machen und dafür richtig“ muss die Devise sein.

Die CDU Linsengericht steht für eine sachliche, transparente und langfristig tragfähige Lösung. Wir bekennen uns zu den Vereinen aber ebenso zu unserer Verantwortung für Gesundheit, Haushaltsdisziplin und nachhaltige Entwicklung.

Quelle: CDU Linsengericht

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