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Hanau ist kreisfrei: Was sich jetzt wirklich ändert – und was für Bürger gleich bleibt

Hanau/Main-Kinzig-Kreis. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Stadt Hanau offiziell kreisfrei. Das bedeutet: Hanau gehört verwaltungstechnisch nicht mehr zum Main-Kinzig-Kreis – viele Aufgaben, die zuvor beim Landkreis lagen, liegen nun bei der Stadt selbst. Für Bürgerinnen und Bürger stellt sich vor allem eine Frage: Was ändert sich im Alltag – und was bleibt wie bisher?

Was heißt „kreisfrei“ überhaupt?

Eine kreisfreie Stadt übernimmt Aufgaben, die sonst der Landkreis erledigt. Dazu gehören unter anderem bestimmte Verwaltungsleistungen, soziale Aufgaben, Bildungs- und Infrastrukturthemen sowie Bereiche rund um Organisation, Planung und Genehmigungen. Für Hanau bedeutet das: Die Stadt bekommt mehr Zuständigkeiten – aber auch mehr Verantwortung.

Was sich für Bürger ändern kann (und worauf man achten sollte)

In der Praxis hängen viele Veränderungen davon ab, welche Leistung man braucht und wo man wohnt. Bürgerinnen und Bürger aus Hanau sollten künftig stärker darauf achten, welche Behörde zuständig ist.

Mögliche Veränderungen betreffen z. B.:

– Zuständigkeiten bei bestimmten Anträgen und Genehmigungen
– Organisatorische Abläufe im Sozialbereich
– Kommunikation und Ansprechpartner bei Landkreis-Aufgaben, die nun städtisch werden
– Finanzierung/Organisation einzelner Einrichtungen und Angebote
– Langfristig: Planungen rund um Infrastruktur, Verkehr und Bauprojekte

Viele Übergänge werden dabei schrittweise umgesetzt. Einige Prozesse laufen zunächst weiter wie gewohnt, während intern Umstellungen stattfinden.

Was sehr wahrscheinlich gleich bleibt

Für viele Menschen wird sich im Alltag zunächst weniger ändern, als es klingt. Denn zentrale Leistungen sind weiterhin vorhanden – nur die Zuständigkeit im Hintergrund verschiebt sich.

Typische Dinge, die meist weiter wie gewohnt funktionieren:

– Der Alltag in Schulen/Kitas läuft normal weiter
– Viele Anlaufstellen bleiben bestehen
– Bürgerämter, städtische Services und Online-Portale bleiben nutzbar
– Termine und Verwaltungswege ändern sich oft erst nach und nach

Was bedeutet das für den Main-Kinzig-Kreis?

Auch der Main-Kinzig-Kreis muss sich neu sortieren: Aufgaben, Personal, Finanzierung und Zuständigkeiten müssen angepasst werden. Perspektivisch kann das Auswirkungen auf Verwaltungsabläufe, Haushaltsplanung und die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Stadt haben.

„Was muss ich jetzt konkret tun?“

Für Bürgerinnen und Bürger gilt: Nichts überstürzen. Wer einen Antrag stellen muss oder Fragen hat, sollte:

– auf der Website der Stadt Hanau/der zuständigen Stelle prüfen,
– im Zweifel telefonisch nachfragen,
– bei größeren Anliegen frühzeitig einen Termin vereinbaren.

Infokasten: 5 Dinge, die sich ändern / 5 Dinge, die bleiben
Ändert sich:

– Zuständigkeiten (je nach Thema)
– Ansprechpartner bei Kreisaufgaben
– Verwaltungsstruktur im Hintergrund
– Finanzierung & Verantwortung bestimmter Bereiche
– langfristige Planungshoheit / Umsetzung

Bleibt oft gleich:

– Viele Dienstleistungen laufen weiter
– Schulen/Kitas funktionieren regulär
– Bürgeramt bleibt zentrale Anlaufstelle
– Übergangsregelungen sorgen für Kontinuität
– Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis bleibt bestehen

Eure Meinung: Was sollte jetzt schnell geklärt werden? Schreibt uns – wir sammeln Fragen und beantworten sie in einem FAQ.

 

Quelle: Redaktion MKK Echo

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