Stadt beteiligt sich am 8. Juli erneut am Flaggentag der Mayors for Peace
Die Stadt Hanau setzt auch im Jahr 2026 ein Zeichen für den Frieden und beteiligt sich am Flaggentag der internationalen Organisation „Mayors for Peace”. Am 8. Juli wird vor dem Neustädter Rathaus die Flagge des weltweiten Städtenetzwerks gehisst. Damit setzt Hanau gemeinsam mit rund 600 weiteren deutschen Kommunen ein sichtbares Zeichen für Frieden, nukleare Abrüstung und internationale Verständigung.
Der Flaggentag erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes (IGH) in Den Haag vom 8. Juli 1996. Darin stellte das höchste Gericht der Vereinten Nationen fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte der Gerichtshof die Verpflichtung aller Staaten, Verhandlungen über eine vollständige nukleare Abrüstung aufzunehmen und erfolgreich abzuschließen.
Dreißig Jahre nach diesem wegweisenden Gutachten ist die Forderung nach nuklearer Abrüstung aktueller denn je. „Egal ob der russische Angriffskrieg gegen die Ukrainer, der sich mittlerweile im fünften Jahr befindet, andauernde Drohungen und Bedrohungen durch Staatsoberhäupter wie Donald Trump oder Kriege im Iran oder im Libanon: Die internationale Sicherheitslage scheint brüchig wie noch nie. Hier wollen wir ein deutliches Zeichen setzen: Hanau steht für Frieden und ein friedvolles Zusammenleben aller Völker und Länder“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsy. Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI verfügen die neun Atommächte weiterhin über rund 12.187 Atomsprengköpfe. Friedensforscherinnen und Friedensforscher warnen zudem vor einer neuen Dynamik des atomaren Wettrüstens.
„Eine solche Anzahl an Atomsprengköpfen bedroht die Existenz der Menschheit. Hier muss abgerüstet werden, die ständigen Bedrohungen und das Töten muss enden“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky weiter. Er sagt: „Es darf keine neue Spirale atomarer Aufrüstung geben. Als Mitglied im weltweiten Bündnis der Mayors for Peace rufen wir am Flaggentag zu nuklearer Abrüstung auf. Ein Rückschritt in der atomaren Rüstungskontrolle ist nicht hinnehmbar.“
Die Flagge der Mayors for Peace wird am Dienstag, 8. Juli, vor dem Neustädter Rathaus gehisst. Mit der Beteiligung am Flaggentag unterstreicht die Stadt Hanau erneut ihr Engagement für Frieden und eine Welt ohne Atomwaffen. Hanau ist seit 2012 Mitglied des internationalen Netzwerks. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hanau hat sich zudem bereits 2019 für ein weltweites Verbot von Atomwaffen ausgesprochen. Mit dem Flaggentag erinnern die Mitgliedsstädte zugleich an die Folgen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und an das Schicksal der Überlebenden, der sogenannten Hibakusha. „Am Flaggentag der Mayors for Peace fühlen wir uns dem Vermächtnis der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – den Hibakusha – in besonderer Weise verpflichtet. Niemand, so ihr Wunsch, soll jemals wieder ein solches Schicksal erleiden wie sie. Daher fordern wir einen Stopp des neuen atomaren Wettrüstens und aufrichtige nukleare Abrüstungsbemühungen“, betont der Oberbürgermeister.
Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 vom Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima gegründet. Heute gehören dem Netzwerk 8.579 Städte in 166 Ländern an, darunter 931 Kommunen in Deutschland.
Pressekontakt:
Stadt Hanau, Florian Bauer
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Quelle: Stadt Hanau

