Bund fördert Ausbau der Ladeinfrastruktur über das „Deutschlandnetz” / Standorte an der Hospitalstraße und am Kurt-Schumacher-Platz vorgesehen
„Zu einer modernen Mobilität in der wachsenden Stadt Hanau gehört, dass wir auch Energie in den Ausbau für emissionsfreie Antriebsstoffe stecken”, sagt Stadträtin Isabell Hemsley. Die Stadt treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge voran: Im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms „Deutschlandnetz” sollen zwei neue Schnellladeparks entstehen. Dies hat der Magistrat in der seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Stadtverordnetenversammlung stimmt am Montag, 22 Juni ab.
Hanau hat laut aktuellem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur 245 Ladepunkte an 139 Standorten. Vorgesehen sind die neuen Standorte auf dem Parkplatz an der Hospitalstraße in der Innenstadt und auf dem Parkplatz am Kurt-Schumacher-Platz (Kesselstadt) im Bereich des dortigen Supermarktes. Das Bundesministerium für Verkehr hatte in den Jahren 2022 und 2023 das Förderprogramm „Deutschlandnetz“ ausgeschrieben, um eine flächendeckende, bedarfsgerechte und leistungsstarke Schnellladeinfrastruktur in Deutschland aufzubauen. Für das Los „Hanau“ erhielt das Unternehmen Eviny den Zuschlag. Damit ist die Gesellschaft berechtigt, entsprechende Ladeparks im Stadtgebiet zu errichten und zu betreiben, sofern geeignete Flächen zur Verfügung gestellt werden können.
An beiden Standorten sind jeweils vier DC-Schnellladepunkte mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt vorgesehen. Damit können künftig bis zu acht Fahrzeuge gleichzeitig mit hoher Ladeleistung versorgt werden. Von den 54.166 im Stadtgebiet zugelassenen Pkw sind 3.181 Personenkraftwagen berücksichtigt, die eine Ladestation benötigen.
„Eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur ist ein entscheidender Baustein für die Mobilitätswende. Mit den neuen Schnellladeparks schaffen wir ein noch attraktiveres Angebot für Bürgerinnen und Bürger, Pendlerinnen und Pendler sowie Besucherinnen und Besucher unserer Stadt“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley. „Besonders erfreulich ist, dass Hanau von einer vollständig durch Bund und Betreiber finanzierten Maßnahme profitiert und gleichzeitig an den Ladeerlösen beteiligt wird.“
Die Investitions- und Betriebskosten werden vollständig durch das Förderprogramm des Bundes sowie durch Eviny beziehungsweise deren deutsche Tochtergesellschaft Bilkraft getragen. Die Stadt Hanau erhält darüber hinaus in den ersten fünf Betriebsjahren eine verbrauchsabhängige Beteiligung in Höhe von vier Cent pro geladener Kilowattstunde. Diese Beteiligung wird anschließend an die Preisentwicklung angepasst.
Die Stadt hat sich bewusst für dieses Modell entschieden. Aufgrund der erwarteten Zunahme von Elektrofahrzeugen im Stadtgebiet wird die verbrauchsabhängige Vergütung langfristig als wirtschaftlich vorteilhafter eingeschätzt als eine feste Pauschale. „Mit dem Ausbau der Schnellladeinfrastruktur setzt die Stadt Hanau wichtige Ziele ihres Verkehrsleitbildes um und leistet zugleich einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung des städtischen Verkehrs“, so Stadträtin Isabelle Hemsley.
Pressekontakt:
Stadt Hanau, Dominik Kuhn
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Quelle: Stadt Hanau

