Am Samstag veranstalteten die Nidderauer Grünen eine Informationsveranstaltung zum Thema Elektromobilität, an der zahlreiche Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Sechs Typen von E-Autos standen auf dem Stadtplatz zur Verfügung und die BesitzerInnen beantworteten Fragen zum Alltag der E-Mobilität. Im Fokus standen die Vorstellung aktueller Daten zur Alltagstauglichkeit sowie die Aufklärung über gängige Vorurteile bei E-Autos. Die Veranstaltung zeigte: Elektromobilität ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern eine realistische und nachhaltige Alternative zum Verbrennungsmotor.
Physik kann man nun mal nicht austricksen, da hilft keine Ideologie. Verbrennungsmotoren haben einen Wirkungsgrad, der mit praktisch 35-45% nicht mehr zu verbessern ist, und damit trotzdem nur die Hälfte des Wirkungsgrades eines Elektromotors erreicht. Daran gibt es nichts zu rütteln.
Die zentralen Erkenntnisse der Veranstaltung widerlegen hartnäckige Mythen: E-Autos erreichen hohe Laufleistungen, ihre Akkus sind langlebig, und die Wartungskosten liegen je nach Hersteller deutlich unter denen von Verbrennern. Zudem ist die Lebensdauer von E-Autos mit der von herkömmlichen Fahrzeugen vergleichbar und Ladesäulen gibt es mittlerweile auch genug. „Die Technologie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt”, betonte Georg Hollerbach. Der Grüne, der selbst seit Jahren Elektroautos fährt. „E-Autos sind nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll – und das schon heute. Und sie haben einen wenig beachteten Vorteil gegenüber Verbrennern, sie sind viel leiser und machen das Leben in unseren Städten angenehmer”, so Hollerbach weiter.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kritik an alternativen Antrieben wie Wasserstoff oder E-Fuels. Diese seien aus energetischer Sicht ineffizient, da sie einen drei- bis fünfmal höheren Energieeinsatz erfordern als batterieelektrische Fahrzeuge. „Wasserstoff und E-Fuels sind für den Pkw-Bereich keine Lösung, sondern ein teurer Umweg”, so Hollerbach. „Hier wird Energie verschwendet, die wir dringend für die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft benötigen. Wirtschaftsministerin Reiche führt die Menschen in eine teure Zukunft, wenn sie auf grünen Wasserstoff und E-Fuels für Verbrenner setzt. Für 100 km Strecke benötigt ein E-Auto 17 bis 20 kwh. Um E-Fuels zu erzeugen, mit denen ein Verbrenner die gleiche Strecke fahren kann, benötigt man ca. 100 kwh. Wie sollen diese Kraftstoffe dann günstig sein? Das wird ein teures Erwachen,” so Hollerbach abschließend.
Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und viele Fragen der Teilnehmenden konnten direkt beantwortet werden. Die Grünen kündigten an, auch in Zukunft über nachhaltige Mobilitätskonzepte zu informieren und den Dialog mit der Bevölkerung zu suchen.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen, OV Nidderau

