Weil am Samstagabend mit einer Softair-Pistole auf
Grabsteine eines Friedhofs geschossen worden sein soll, ermittelt die
Kriminalpolizei nun wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe und der
Sachbeschädigung. Ein Tatverdächtiger konnte zügig ermittelt und vorläufig
festgenommen werden.
Ein Zeuge hatte die Beamten kurz nach 19 Uhr verständigt und gemeldet, dass aus
einer Gruppe mehrerer Jugendlicher heraus auf Gräber des Friedhofs im Brühlweg
geschossen werde. Mehrere Streifen rückten daraufhin aus und trafen in
Tatortnähe auf eine fünfköpfige Personengruppe, deren Mitglieder den
Personenbeschreibungen des Zeugen entsprachen.
Beim Erblicken der Streifen rannte eine Person zunächst zu Fuß in Richtung
Mozartring davon, während die vier übrigen Jugendlichen vor Ort blieben und
kontrolliert wurden. Im Rahmen einer Nahbereichsfahndung nahmen die
Einsatzkräfte schließlich auch den Geflüchteten in Tatortnähe vorläufig fest.
Aufgrund der Angaben des Zeugen konnte ein 15-Jähriger als mutmaßlicher Schütze
identifiziert werden. Von dem Tatgegenstand fehlt bislang jede Spur.
Eine Überprüfung des Friedhofs ergab, dass durch die mutmaßlich abgegebenen
Schüsse ein Grabstein beschädigt wurde. Der entstandene Sachschaden wird auf
rund 500 Euro geschätzt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften alle Beteiligten wieder
gehen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um weitere
Hinweise zum Tatgeschehen. Unter der Rufnummer 06181 100-123 ist die
Kriminalpolizei in Hanau rund um die Uhr erreichbar.
Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

