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StartRegion 1Maintal„Girls‘ Day“ und „Boys‘ Day“ in der Maintaler Verwaltung

„Girls‘ Day“ und „Boys‘ Day“ in der Maintaler Verwaltung

Kinder und Jugendliche lernen Berufe jenseits von Geschlechterklischees kennen

Der 23. April stand in diesem Jahr für viele Kinder und Jugendliche im Zeichen einer ersten Berufsorientierung. Im Rahmen des „Girls‘ Day“ und „Boys‘ Day“ lernten Jungen und Mädchen Berufe innerhalb der Maintaler Stadtverwaltung jenseits von Geschlechterklischees kennen. So schnupperten die Mädchen in technische Bereiche, die Jungs in soziale Einsatzgebiete hinein.

Rollenzuschreibungen prägen die Berufswahl vieler Jugendlicher. Um eine größere Vielfalt an Berufen kennenzulernen, gibt es den „Girls‘ Day“, beziehungsweise „Boys’ Day“. An diesem Tag lernen Mädchen Berufe kennen, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind, etwa in Technik, IT oder Handwerk. Umgekehrt entdecken Jungen Tätigkeiten in sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereichen. Weil in der Stadtverwaltung eine Vielzahl an unterschiedlichen Berufen und Aufgabenfeldern zusammenkommen, beteiligt sich Maintal seit vielen Jahren an dem Zukunftstag für Mädchen und Jungen.

„Für eine funktionierende lebenswerte Stadt muss eine große Bandbreite an Aufgaben erfüllt werden“, betonte Bürgermeisterin Monika Böttcher in der Begrüßung und zeigte auf, wie breit und thematisch vielfältig die Stadtverwaltung aufgestellt ist – von Finanzen, Klima und Wohnen über Kinderbetreuung und Stadtentwicklung bis hin zu sozialen Themen. Dabei sei die Arbeit in einer Verwaltung besonders sinnstiftend, da immer das Wohl der hier lebenden Menschen sowie der wirtschaftenden Unternehmen und damit die positive Weiterentwicklung der Stadt handlungsleitend sei.

Welche Aufgaben hinter dem „Betrieb“ einer Stadt stehen, konnten die Mädchen und Jungen während des Vormittags beim Eigenbetrieb Betriebshof, beim ambulanten Pflegedienst MSHD, beim Bau- und Gebäudemanagement, bei den Internen Diensten, im Fachdienst Asyl, bei der Kulturellen Bildung, im Fachdienst Kinderfreundliche Kommune und Jugendarbeit, im Fachdienst Soziales oder im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung kennenlernen. Zum Abschluss kamen die Schüler*innen zu einem gemeinsamen Mittagessen und Reflektionsgesprächen im Sitzungssaal des Rathauses zusammen.

„Für Schüler*innen ist der Berufsalltag nur wenig greifbar. Viele orientieren sich an den Berufen, die sie durch Familie oder Freunde kennen. Um eine informierte Berufswahl zu treffen, ist es jedoch notwendig, über den Tellerrand zu blicken“, sagt Annika Frohböse, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Maintal. Andernfalls würden schnell Rollenbilder und Einkommensverhältnisse zementiert. „Nur wenn wir Berufe pluraler denken, wird es irgendwann genauso viele Erzieher geben wie Erzieherinnen und genauso viele Handwerkerinnen wie Handwerker“, so Frohböse. Daher wirbt auch Bürgermeisterin Monika Böttcher dafür, dass sich die Jungen und Mädchen etwas zuzutrauen: „Ich möchte, dass eine Frau als Bürgermeisterin in Zukunft genauso selbstverständlich ist wie eine Elektronikerin oder ein Erzieher. Rollenklischees können wir nur überwinden, wenn wir mit gutem Beispiel voran gehen.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: http://www.girls-day.de und http://www.boys-day.de.

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Quelle: Stadt Maintal

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