Dienstag, September 8, 2026
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„Für Hanau war und bleibt er ein herausragender Botschafter des Sports und unserer Stadt”

Stadt Hanau trauert um Metropress-Gründer Hans-Jürgen Müller

Die Stadt Hanau trauert um Hans-Jürgen Müller. Der Gründer der Frankfurter Kommunikations- und Eventagentur metropress ist im Alter von 84 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Mit ihm verliert Hanau eine Persönlichkeit, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Spuren hinterlassen hat, als Unternehmer, Journalist, Netzwerker, Sportliebhaber und engagierter Förderer gesellschaftlicher Begegnungen.

„Hans-Jürgen Müller war ein Macher und ein Mensch, der Menschen zusammengebracht hat. Es gibt wohl kaum jemanden in unserer Stadt, der über Jahrzehnte ein solches Netzwerk zu Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Wirtschaft und Showbusiness aufgebaut hat. Dieses Netzwerk hat er nie nur für sich genutzt, sondern immer wieder auch für Hanau“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Geboren am 15. Februar 1942 in Braunschweig, kam Müller nach dem Krieg mit seiner Mutter nach Freigericht. In Neuses und später beim 1. FC Hanau 93 machte er sich als Fußball-Torwart in der Region einen Namen. 1965 zog er mit seiner Ehefrau Barbara nach Hanau, das für beide zur Heimat wurde. Das Ehepaar war 61 Jahre verheiratet und hat zwei Söhne, Sven und Jörg.

Seine berufliche Laufbahn führte Müller zunächst in den Sportjournalismus und zur US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) in Frankfurt. Dort wurde er bereits mit 25 Jahren Leiter der Agentur „wide world“, einer Tochter von AP. 1969 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete mit metropress eine der ersten PR-Agenturen Deutschlands. Aus einem Schreibtisch, einem Telefon und „großem Optimismus“ entwickelte er eine erfolgreiche und bis heute inhabergeführte Kommunikations- und Eventagentur. Zu den namhaften Kunden gehörten im Laufe der Jahrzehnte unter anderem Neckermann, Opel, Dunlop und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.

Seine große Leidenschaft blieb der Sport. Besonders eng verbunden war Müller dem Fußball und seinem Heimatverein 1. FC Hanau 93, für den er mehrere Jahre ehrenamtliche Jugend- und Vorstandsarbeit leistete. Dank seiner Kontakte holte er immer wieder Bundesliga-Stars zu Gesprächsrunden ins 93er-Vereinsheim an der Kastanienallee. Sein Herz schlug dabei insbesondere für Eintracht Frankfurt und auch für Eintracht Braunschweig, den Verein seiner Geburtsstadt.

„Müllers Herz hing bekanntlich vor allem an Eintracht Frankfurt, und das war gut so, weil uns das einte“, erinnert sich Kaminsky mit einem Augenzwinkern. „Sein Engagement für den Sport reichte weit über die Eintracht hinaus. Für den 1. FC Hanau 93 und für die Brüder Grimm Festspiele Hanau war Hans-Jürgen Müller über viele Jahre ein außergewöhnlich wichtiger Unterstützer.“

Von herausragender Bedeutung war Müllers Einsatz für die Brüder Grimm Festspiele Hanau, vor allem stellte Müller sein persönliches Netzwerk in den Dienst der Festspiele. So gelang es unter anderem, die Schauspielerin Marie-Luise Marjan als Märchenbotschafterin für Hanau zu gewinnen.

Auch als Organisator des Sportpresseballs schrieb Müller Geschichte. Bereits von 1979 bis 1987 organisierte er ehrenamtlich den Sportpresseball in Hanau zugunsten der Sportstiftung Main-Kinzig. Von 1989 an übernahm metropress die Organisation des Deutschen Sportpresseballs in der Frankfurter Alten Oper. Über Jahrzehnte prägte Müller das gesellschaftliche Großereignis mit diplomatischem Geschick, Herzblut und seinem besonderen Gespür für Menschen und Begegnungen.

Sein gesellschaftliches und soziales Engagement ging dabei weit über den Sport hinaus. Über Bälle und Golfturniere wurden immer wieder Spenden für soziale Einrichtungen und Stiftungen gesammelt. Für diesen Einsatz wurde Müller mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

„Hans-Jürgen Müller hat seinen Erfolg immer auch als Verpflichtung verstanden, etwas zurückzugeben. Er hat Türen geöffnet, Menschen zusammengebracht und sein Netzwerk genutzt, um Gutes zu bewirken. Für Hanau war und bleibt er deshalb ein herausragender Botschafter des Sports und unserer Stadt“, sagt Kaminsky.

2006 zog sich Müller aus der Geschäftsführung von metropress zurück, sein unternehmerisches Lebenswerk ist weiterhin in Familienhand. „Hans-Jürgen Müller hat Spuren hinterlassen, in der Kommunikations- und Veranstaltungsbranche, im Sport und ganz besonders in Hanau. Wir verlieren einen engagierten Bürger, einen leidenschaftlichen Netzwerker und einen guten Wegbegleiter. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Barbara, seinen Söhnen Sven und Jörg und der gesamten Familie. Hans-Jürgen Müller werden wir ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Dominik Kuhn

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Quelle: Stadt Hanau

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