Neue Stadtbrandinspektion bei Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Schlüchtern gewählt
Ein neues Führungstrio für die Schlüchterner Feuerwehren: Bei der Jahreshauptversammlung wurden Florian Friedrich zum neuen Stadtbrandinspektor sowie Jens Eckhardt und Christian Gärtner zu seinen Stellvertretern gewählt.
Mit deutlicher Zustimmung wurde das neue Führungstrio der Freiwilligen Feuerwehr Schlüchtern inthronisiert. Florian Friedrich wurde mit 102 Ja- und nur zwei Gegenstimmen zum neuen Stadtbrandinspektor gewählt, Jens Eckhardt wurde ohne Gegenstimme sein erster Stellvertreter. Und bei der Wahl zum zweiten Stellvertreter ging es für Christian Gärtner in geheimer Wahl mit 89 Ja- bei neun Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen auch sehr deutlich aus. Es gab keine Gegenkandidaten, der bisherige Stadtbrandinspektor Werner Kreß und sein Stellvertreter Andreas Leipold waren nicht erneut angetreten.
In seinem Bericht blickte der amtierende Stadtbrandinspektor Werner Kreß zunächst auf das vergangene Jahr zurück: „Feuerwehr ist immer Teamwork. Ohne euch geht nichts. Dafür erst einmal ein großes Dankeschön an alle.” Mit 13 Abteilungen und mehr als 360 Aktiven gehöre Schlüchtern zu den größten Wehren im Main-Kinzig-Kreis. Im Jahr 2025 habe es fast 200 Einsätze gegeben, darunter der Brand eines Einfamilienhauses in Kressenbach und des Blümchen-Cafés in Schlüchtern. „Aber auch emotional belastende Ereignisse wie Verkehrs- und Gleisunfälle gehörten wieder dazu”, sagte Kreß. Vermehrt mache den Feuerwehren auch das Klima zu schaffen: „Wir rechnen in Zukunft mit deutlich mehr Waldbränden.”
Mit Blick auf den neuen Feuerwehrstützpunkt, der am ehemaligen Norma-Areal in Schlüchtern errichtet werden soll, sagte Kreß: „Der Standort ist sehr gut gewählt. Wir alle hoffen, dass er zügig realisiert wird.”
Schlüchterns Rathauschef Matthias Möller zeigte sich auch nach zehn Amtsjahren immer noch stolz, an diesem Abend sprechen zu dürfen: „Feuerwehr ist keine Arbeit, es ist eine Berufung.” Das Fundament sei die Kameradschaft: „Sie ist das unsichtbare Band, das euch zusammenhält. Ihr wisst, dass eure Kameraden immer auf euch Acht geben.” Ein aktuelles Beispiel sei der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Gärtner, der nach einem Schlaganfall von seinen Kameradinnen und Kameraden nie im Stich gelassen wurde. „Es ist ein starkes Zeichen, dass er noch einmal als Stellvertreter kandidiert”, sagte Möller und versprach: „Die Stadt, die Gremien und ich persönlich werden euch weiterhin nach Kräften ideell und finanziell unterstützen, um euch technisch und räumlich optimal auszustatten.” Wer für andere sein Leben aufs Spiel setze, der verdiene ungefragt volle Rückendeckung.
Neben den Einsätzen der Abteilungen kümmere sich die Freiwillige Feuerwehr auch um die Brandschutzerziehung von Kindern und Jugendlichen und diene als Ausbildungsstandort im Kreis für Lehrgänge und Seminare, unterstrich Stadtjugendfeuerwehrwart Heiko Kirchner in seinem Redebeitrag: „Die Jugendabteilungen und unsere Bambini-Gruppen sind die tragenden Säulen für die Zukunftsfähigkeit unserer Wehren.” Ihnen komme deshalb eine ganz besondere Bedeutung zu. Kirchner blickte optimistisch voraus: Bei den Bambini seien derzeit 62 Kinder aktiv, in den Jugendabteilungen seien es sogar exakt 112 Jungen und Mädchen. „Eine für uns Feuerwehrleute ganz besondere Zahl”, sagte er mit Blick auf die Notrufnummer der Feuerwehr.
Kurz blickte Kirchner auch auf die Wahl des Stadtjugendfeuerwehrwartes und dessen Stellvertreter im vergangenen Jahr zurück. Heiko Kirchner wurde dabei erneut zum Stadtjugendfeuerwehrwart gewählt. Und weil Julian Friedrichs nicht mehr kandidiert hatte, wurde Jan Jost sein neuer Stellvertreter. „Danke für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit, ich freue mich auf das neue Kapitel.” Dieses soll übrigens sein letztes werden: „Sofern die Gesundheit mitspielt, werde ich am Ende dieser Amtszeit auf insgesamt 25 Jahre in diesem verantwortungsvollen Amt zurückblicken dürfen”, sagte Kirchner.
Thomas Walter, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, dankte in seinem Grußwort allen für ihren Einsatz und wünschte der künftigen Leitung eine glückliche Hand. Und Kreisbrandinspektor Markus Busanni stellte fest: „Es hat sich sehr viel getan in Schlüchtern, ihr habt an etlichen Stellschrauben gedreht. Jetzt steht der Bau des neuen Stützpunkts an. Auch das werdet ihr meistern.”
Dann wurde gewählt: Im Wahlausschuss saßen Bürgermeister Matthias Möller, Kreisbrandinspektor Markus Busanni sowie Kathrin Bös und Franziska Hönig aus der Stadtverwaltung.
Matthias Möller gehörte anschließend zu den ersten Gratulanten: „Diese Wahl ist der Grundstein für die Zukunft unseres Brandschutzes in der Stadt und allen Stadtteilen. Danke, dass ihr euch für dieses so wichtige Amt zur Wahl gestellt habt. Ich gratuliere zu diesem fulminanten Ergebnis und wünsche euch nur das Beste.”
Quelle: BENSING & REITH KOMMUNIKATIONSAGENTUR

