Auftaktveranstaltung am 4. Februar in Gelnhausen-Roth – Konstruktiver Austausch und Mitgestaltung
Die Folgen des Klimawandels sind längst Realität: Starkregen, Hitze- und Dürreperioden sowie Unwetter mit Überflutungen, Stürmen und Hagel haben auch die heimische Region in den vergangenen Jahren mehrfach getroffen. Mit dem fortschreitenden Klimawandel nehmen diese Extremwetterereignisse weiter zu – sowohl in Häufigkeit als auch in Intensität und Dauer. Die Stadt Gelnhausen und die Gemeinden Gründau und Linsengericht wollen gemeinsam eine Klimaanpassungsstrategie entwickeln und die Bürgerinnen und Bürger daran beteiligen. Die öffentliche Auftaktveranstaltung findet statt am Mittwoch, 4. Februar 2026, von 18 bis 20 Uhr in der Willi-Bechtold-Halle in Roth.
Um den Herausforderungen des Klimawandels aktiv zu begegnen, haben die Stadt Gelnhausen sowie die Gemeinden Gründau und Linsengericht eine Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) ins Leben gerufen. Ziel ist die Entwicklung einer Klimaanpassungsstrategie, die die negativen Auswirkungen des Klimawandels minimiert, Schäden für Menschen, Natur, Wirtschaft und Infrastruktur reduziert und die Klimaresilienz der Region stärkt. Durch gezielte Maßnahmen soll eine systematische und flächendeckende Vorsorge gewährleistet werden, zum Schutz von Leben, Gesundheit und Lebensgrundlagen.
Die beteiligten Kommunen haben die Firma Arcadis, ein führendes globales Planungs-, Ingenieur- und Beratungsunternehmen, das sich auf nachhaltige Lösungen für Immobilien, Infrastruktur, Wasser und Umwelt konzentriert, als Partner beauftragt. Das Unternehmen wird die Kommunen bei der Erstellung des Klimaanpassungskonzepts unterstützen. Arcadis-Mitarbeitende werden den Abend moderieren und unter anderem die Ergebnisse der Bestandsaufnahme präsentieren. Es wird auch Raum für angeregte Diskussionen und Austausch geben. Neben Rahul Ingle, Projektleiter Integriertes Klimaanpassungskonzept für das IKZ, werden weitere Mitarbeitende in Fach- und Sachfunktionen aus den Verwaltungen der beteiligten Kommunen vor Ort sein.
Folgende Fragen sollen im Mittelpunkt stehen: Welche Risiken bringt der Klimawandel für die Region mit sich? Welche Maßnahmen können gemeinsam ergriffen werden, um Schäden zu vermeiden? Wie können Bürgerinnen und Bürger aktiv zur Vorsorge beitragen?
„Es geht also nicht nur um Information, sondern um Mitgestaltung und einen konstruktiven Austausch! Ideen, Fragen und Perspektiven aus der Bürgerschaft sind entscheidend, um ein Konzept zu entwickeln, das die Region widerstandsfähig macht. Lassen Sie uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Zukunft unserer Region sichern“, freuen sich Bürgermeister Christian Litzinger (Gelnhausen), Bürgermeister Albert Ungermann (Linsengericht) und Bürgermeister Markus Kern (Gründau) auf interessierte Gäste.
Unter dem Titel „Ihre Meinung zählt – Gemeinsam für Schutz und Zukunft gegen die Folgen des Klimawandels!“ ist bereits eine Umfrage gestartet, an der Interessierte über den Link https://beteiligungsportal.hessen.de/portal/IKZ-GGL/beteiligung/themen/1007279 teilnehmen können.
Das zweijährige Projekt „Klimaanpassungskonzept“ wird vom Bundes-Umweltministerium (BMUKN) gefördert. In enger Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Akteuren, Fachverwaltungen und politischen Entscheidungsträgern entsteht ein umfassender Fahrplan für die Klimaanpassung. Die Strategie dient als Leitfaden für zukünftige Maßnahmen und als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln auf Landes- und Bundesebene.
Quelle: Redaktion MKK Echo

