Montag, Januar 12, 2026
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Erneut schadensträchtiger Betrug durch “Falsche Polizeibeamte”

Seligenstadt (ots) – (lei) Betrüger, die sich als Polizisten ausgaben, haben am
Freitag bei einem Mann aus Seligenstadt zugeschlagen und mit einer gängigen
Masche offenbar viel Bargeld erbeutet.

Demnach erhielt der Geschädigte bereits am Vormittag einen Anruf, bei dem sich
am anderen Ende der Leitung eine männliche Stimme als Kriminalpolizist ausgab.
Der Unbekannte behauptete, dass man eine Diebesbande festgenommen habe und bei
ihnen einen Zettel gefunden hätte, auf dem seine Adresse stünde – er sei
sozusagen das nächste potentielle Opfer. Nachdem er nach seinen finanziellen
Verhältnissen ausgefragt wurde, schwindelte der Anrufer vor, einen “Kollegen”
vorbeizuschicken, der das Geld quasi zum Schutz entgegennimmt – und überzeugte
ihn damit offenkundig.

Gegen 13 Uhr erschien dann ein etwa 30 bis 40 Jahre alter und circa 1,80 Meter
großer Mann an der Anschrift des Mannes in der Steinheimer Straße. Der
Unbekannte, der laut Beschreibung einen Dreitagebart hatte und einen schwarzen
Mantel sowie eine dunkle Hose trug, nahm schließlich über 100.000 Euro aus der
Wohnung mit. Das Geld packte er in eine weiße Plastiktüte, ehe er damit in
Richtung “Am Hasenpfad” verschwand.

Die Kriminalpolizei in Offenbach sucht nun nach ihm und bittet um
Zeugenhinweise. Wer den Abholer gesehen hat, soll sich unter der Rufnummer 069
8098-1234 melden.

APPELL: ÜBERGEBEN SIE KEINE WERTSACHEN AN FREMDE

Richtig zu reagieren ist angesichts des perfiden Vorgehens der Täter nicht immer
leicht. Die Betrüger sind für gewöhnlich sehr versiert in der Gesprächsführung
und versetzen die Angerufenen mit zum Teil auch schockierenden Nachrichten
gezielt unter Druck, um ihr Vertrauen zu erschleichen und sie letztlich zur
Übergabe von Geld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen zu bewegen.
Insbesondere werden bei der Legende “Falsche Polizeibeamte” oftmals auch
irreführende Hintergrundgeräusche wie Polizeifunk oder Sirenen eingespielt, um
die Situation echt wirken zu lassen. Durch künstliche Intelligenz sind sie
mittlerweile auch in der Lage Stimmen von Angehörigen zu imitieren, was das
Ganze erst recht arglistig werden lässt.

Die Polizei gibt daher nochmals folgende Tipps, wie sie sich vor solchen
Betrügereien schützen können:

– Die echte Polizei wird Sie am Telefon niemals um Geldbeträge
bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.
– Geben Sie am Telefon nie Auskunft über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten. Legen Sie
einfach auf!
– Übergeben Sie niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen.
– Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z. B.
Nachbarn oder nahe Verwandte. Gegenfragen zu stellen ist dabei
keine Unhöflichkeit.
– Sind Sie sich unsicher, oder glauben Sie, Opfer eines
Betrugsversuchs zu sein: Rufen Sie die echte Polizei unter der
Nummer 110.
– Nehmen Sie an Präventionsveranstaltungen Ihrer örtlichen Polizei
teil. Diese bieten regelmäßig Informationsabende für Senioren
und Angehörige an.

 

Quelle: Redaktion MKK Echo

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